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Gieboldehausen Diskussion um Windpark auf dem Pinnekenberg
Die Region Gieboldehausen Diskussion um Windpark auf dem Pinnekenberg
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18:30 21.10.2018
Blick über die Dächer von Wollbrandshausen: Die Bauarbeiten im Windpark am Höherberg werden fortgesetzt. Quelle: Helge Schneemann
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Gieboldehausen

Das sogenannte Einvernehmen für die Errichtung von sechs Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 164 Metern sowie einer Nennleistung von 4500 Kilowatt im Bereich Pinnekenberg haben die Mitglieder des Fleckenrates Gieboldehausen mehrheitlich erteilt – allerdings nicht ohne Diskussion rund um den geplanten Windpark.

Lediglich baurechtlich Bedenken gefragt

Die Stellungnahme beziehe sich lediglich auf baurechtliche Bedenken, erläuterte Verwaltungsvertreterin Karin Wilde das Verfahren. Die Samtgemeinde Gieboldehausen habe die Fläche für den Windpark auf dem Pinnekenberg ausgewiesen, das sei keine Entscheidung des Fleckens gewesen. Da die Betreiberfirma Uka Nord sich entschieden habe, einen anderen Anlagentyp aufbauen zu wollen, müsse nun eine neue Stellungnahme abgegeben werden. Ein Immissionsgutachten habe es bereits für den Standort gegeben.

Einwände der Bürger

„Wenn es ein neues Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren gibt, müssen wir die Bürger auch ermutigen, ihre Bedenken auszudrücken“, sagte Hubert Hackenfort, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler Gemeinsam für Gieboldehausen (FW GfG). Er habe gelernt, dass der Landkreis sich bei einer Ablehnung des Einvernehmens darüber hinwegsetzen würde. „Doch trotzdem müssen wir die Menschen mitnehmen, die noch Einwände haben.“

Leistungssprung

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Gerhardy erklärte, dass der Flecken nicht Herr des Verfahrens sei. Man könne aber versuchen, dass der siebenstelligen Betrag, der als Ausgleich fließe, auch für Projekte verwendet werde, die Mehrwert für die Region bieten. Auch das grüne Ratsmitglied Reiner Deeg verwies auf Faktoren von außen, „die wir nicht beeinflussen können“. Das Verfahren sei aber immer noch offen. Er finde gut, dass durch acht Meter höhere Anlagen ein Leistungssprung von 30 Prozent erreicht werde.

Gegen zweiten Park

Die Freien Wähler seien klar und deutlich gegen einen zweiten Windpark zusätzlich zu dem bereits in Bau befindlichen Park am Höherberg, sagte Theo Sommer. Alle Bürger müssten aufgerufen werden, sich an dem Verfahren zu beteiligen. „Wir müssen unser Einvernehmen nicht erteilen“, ergänzte Angelika Rohland (FW GfG), „wir müssen dann eben mit den Konsequenzen leben.“ In der Abstimmung sprachen acht Mitglieder ihr Einvernehmen aus, bei einer Enthaltung und vier Gegenstimmen.

Nachtkennzeichnung

Dem Einvernehmen für den Bauantrag für die Errichtung eines Radarmastes zur bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung von Windenergieanlagen im Außenbereich stimmten die Fleckenratsmitglieder bei einer Enthaltung zu.

Von Rüdiger Franke

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