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Gieboldehausen Osterbrunnen in Gieboldehausen und Seeburg geschmückt
Die Region Gieboldehausen Osterbrunnen in Gieboldehausen und Seeburg geschmückt
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00:29 26.03.2018
Landfrauen schmücken - mit Hilfe ihrer Männer - den Brunnen am Gieboldehäuser Schloss. Quelle: Niklas Richter
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Gieboldehausen / Seeburg

Den Auftakt beim Schmücken der Osterbrunnen in Gieboldehausen haben am Freitag die Landfrauen gemacht. Sie verzierten den Ziehbrunnen auf dem Schlossplatz mit rund 500 Eiern. „Wir sind mittlerweile auf Holzeier umgestiegen“, erklärte die Vorsitzende Elisabeth Krone. Der Gieboldehäuser Franz Sommer habe diese für die Landfrauen gedrechselt. „Die Hühnereier, die wir anfangs benutzt haben, waren schon ganz schön brüchig geworden“, sagte Krone. Die Holzeier seien auf jeden Fall haltbarer. Die künstlerische Verarbeitung sei genau wie bei den Hühnereiern. Auch sie wurden zunächst grundiert, dann bemalt und zuletzt mit Lack überzogen. „Wir haben in diesem Jahr eine kleine Veränderung eingebaut“, sagte Krone. Erstmals sei auch oben um den Ziehbrunnen herum ein Kranz mit Eiern gelegt worden.

Die Gieboldehäuser Landfrauen verzierten den Ziehbrunnen auf dem Schlossplatz mit rund 500 Eiern.

Die Tradition aus der fränkischen Schweiz hat Ursula Runge ins Eichsfeld importiert. „Ich fand das Brauchtum einfach schön“, sagte sie. Bei einem Urlaub sei sie auf die Tradition gestoßen. Und mittlerweile habe sich diese österliche Kultur auch in Gieboldehausen etabliert. Es sei sogar eine richtige Treffpunktkultur entstanden. Auch von außerhalb kämen zahlreiche Besucher, um sich an den drei geschmückten Brunnen zu erfreuen. An den Ortseingängen machen spezielle Eierhinweiser auf die im Flecken noch junge Tradition aufmerksam.

Zwei Tage habe sie mit ihren Mitstreiterinnen die diesjährige Aktion vorbereitet, sagte Runge. Das Wochenende stand im Zeichen des Bogenbindens. Die mit viel Grün umwickelten und mit rund 3000 Eiern bestückten Bögen werden am Sonnabend aufgestellt. „Schließlich soll am Palmsonntag alles fertig sein.“ Die Eier zeigen wie schon in den vergangenen Jahren eine große Bandbreite an Motiven. „Das reicht von Sprüchen, über Gedichte und Noten bis zu Hühnern“, erzählte Runge.

Einzug Jesu auf dem Esel

Ebenfalls ein besonderer Hingucker ist der Brunnen vor dem Pfarrheim. Den schmücken die Mitglieder des katholischen Frauenbunds nicht nur mit Eiern, sondern auch mit einem Bild. Das zeigt zum Palmsonntag den Einzug Jesu auf dem Esel. Zum Osterfest wird es noch einmal mit einem neuen Bild bestückt.

Inspiration

Die Gieboldehäuser Osterbrunnen inspirierten vor einigen Jahren auch die Seeburgerin Edda Burchardt. Sie initiierte die österliche Verwandlung des Brunnens auf dem Dorfplatz vor der Seeburger Kirche. Auch dieser ist seit Freitag fertig dekoriert. Burchardt übernahm in diesem Jahr die kompletten Vorbereitungen. Ihre Helferinnen seien krank geworden, erklärte sie. Acht Stunden schnitt sie im Garten an Buchsbaum, Thuja und Eibe Grün für die Girlanden ab. Fünf Tage wickelte sie diese im Pfarrheim, jeweils sechs Stunden. Eier mussten in diesem Jahr nicht angemalt werden. „Die hatten wir gut weggepackt und so konnte ich sie wieder verwenden.“ Rund 1100 bemalte Eier schmücken den Brunnen. Für das fünf Stunden dauernde Anbringen bekam sie am Freitag Unterstützung von zwei Helfern.

Auch die im vergangenen Jahr als Neuheit angefertigte Platte mit den Hasen habe ihr Winterquartier gut überstanden. Sie wurde auf dem Fuß des Brunnens festgeschraubt und mit Hackschnitzeln bestreut. „Die Hasen sind bei den Besuchern gut angekommen“, sagte Burchardt. Denn sie füllte die leere Fläche am Fuß des Brunnens.

Zahlreiche Besucher erhofft

Jetzt hoffen die fleißigen Frauen in Gieboldehausen und Seeburg auf schönes Wetter in den kommenden Wochen, damit zahlreiche Besucher ihre farbenfrohen Brunnen-Kunstwerke begutachten können. Schon an diesem Wochenende biete sich ein Besuch an, sind sie sich einig.

Tourismusfaktor Osterbrunnen

Der Brauch, zu Ostern die Brunnen mit Girlanden, Blumen und Eiern zu schmücken, stammt aus der Fränkischen Schweiz. Nach Angaben der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz seien in der Karwoche und bis zwei Wochen nach Ostern in rund 200 Orten Brunnen verziert. Zahlreiche Gäste besuchen die Region zu dieser Zeit, um die aufwendig geschmückten Wasserspender bei Wanderungen und Radtouren zu besichtigen.

Von Rüdiger Franke

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