Frauenkarneval des Katholischen Frauenbundes in Gieboldehausen
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Gieboldehausen „Après Ski“-Gaudi in Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen „Après Ski“-Gaudi in Gieboldehausen
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13:00 23.02.2019
Ausgelassene Stimmung beim Frauenkarneval in Gieboldehausen –bei diesem Sketch philosophieren die Akteurinnen, dass die Olympischen Spiele 2030 in Gieboldehausen stattfinden könnten.
Ausgelassene Stimmung beim Frauenkarneval in Gieboldehausen –bei diesem Sketch philosophieren die Akteurinnen, dass die Olympischen Spiele 2030 in Gieboldehausen stattfinden könnten. Quelle: Eichner-Ramm
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Gieboldehausen

Einen festen Platz im Gieboldehäuser Veranstaltungskalender haben seit Jahren die Karnevalsveranstaltungen des örtlichen Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). Auch in diesem Jahr hat die Karnevalsvorbereitungsgruppe um Silvia Kohlrautz und Susanne Golenia für ein unterhaltsames Programm unter dem Motto „Après Ski“ gesorgt.

Karneval nur für Frauen

Am Donnerstag feierten vorwiegend ältere Gieboldehäuser einen vergnüglichen Nachmittag. Da waren im Gegensatz zum Programm am Freitagabend auch Männer willkommen. Beim Karneval nur für Frauen am Freitagabend durften die nämlich lediglich an der Bar und im Hintergrund helfen.

„Après Ski“ – das Motto versprach eine zünftige Hüttengaudi, und viele der gut 170 Besucherinnen hatten sich entsprechend kostümiert. Skihosen und -brillen, Schals und Mützen, aber auch Schnee-Frauen und manche Dirndl- und Lederhosenträgerin waren zu sehen. Ihr Sportoutfit hat auch Gieboldehausens Bürgermeisterin Maria Bock angezogen. Sie war als „DJane“ wie schon in den Vorjahren für die passende Musikauswahl passend zum Programm zuständig. Früher habe sie dafür einen Koffer voller CDs benötigt, sagte sie, heute greife sie auf Musikdateien zurück.

Gut 170 Besucherinnen erlebten am Freitagabend einen unterhaltsamen Abend beim Frauenkarneval des Katholischen Frauenbundes in Gieboldehausen. Viele hatten sich dem Motto Après Ski entsprechend verkleidet.

Nicht nur in puncto Technik ändern sich die Zeiten. Über die Jahre habe sich auch das Publikum beim Frauenkarneval verjüngt, berichten Kohlrautz und Golenia. Ein Blick in den Saal im Pfarrheim bestätigte das. Und so sei auch das Programm angepasst worden.

Olympische Spiele in Gieboldehausen

Im Mittelpunkt standen dabei einige Sketche, die für manchen Lacher und Beifall sorgten. So ging es bei der Plauderei an der Eisbar auf der Bühne zum Beispiel um die Idee, dass Gieboldehausen der ideale Austragungsort für die Olympischen Spiele 2030 sei – dem Klimawandel sei Dank. Die Sprungschanze könnte am Vogelsberg stehen, die Ski-alpin-Strecke würde die Martin-Luther-Straße hinunter führen, die Bobbahn wäre am Katzengrund und das Hahle-Fußballstadion – „da wird eh nicht mehr Fußball gespielt“ – könnte Austragungsort für die Eishockey-Wettbewerbe sein.

BMB ist Bürgermeisterin Maria Bock

Auch manch Dorftratsch und örtliche Begebenheit wurde in die Sketchen verpackt. Unter anderem konnten die Feiernden das Telefonat einer Rentnerin mit der Feuerwehrleitstelle Gieboldehausen verfolgen. Der Hinweis „es brennt“ sorgte für manches Missverständnis und klärte sich am Ende auf: die Dame wollte dann doch lieber eine Salbe aus der Apotheke besorgen und nicht die Feuerwehr bemühen. Aufklärung betrieben Vater und Sohn bei einem weiteren Sketch, bei einem weiteren erfuhr das Publikum, wer sich hinter BMB verbirgt: „BMB, das ist Bürgermeisterin Maria Bock. Abkürzungen sind seit Annegret Kramp-Karrenbauer wieder voll im Trend.“

„Das F hängt“

Als älteste Darstellerin auf der Bühne an diesem Abend glänzte Bärbel Weinrich. Sie stieß mit ihrer defekten Schreibmaschine – „das F hängt“ – in einen Computerladen beim jungen Mitarbeiter auf Unverständnis. Beide redeten herrlich aneinander vorbei, was im Saal für Begeisterung sorgte.

Roswitha Stender führte „wie immer“ durch das Programm und forderte die Frauen im Saal immer wieder dazu auf, eine Rakete zu zünden. Außer den Sketchen sorgten auch verschiedene Tanzdarbietungen für Stimmung. So begeisterten etwa Julia, Susi und Ela mit ihrem Auftritt als Alpenrocker Andreas Gabalier nebst Tänzerinnen, und auch die junge Tanzgruppe des TV Gieboldehausen und die Frauentanzgruppe des KDFB Gieboldehausen in ihren neuen Outfits ernteten reichlich Beifall.

Von Britta Eichner-Ramm