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Gieboldehausen Gelbe Füße sollen Schulweg in Gieboldehausen sicherer machen
Die Region Gieboldehausen Gelbe Füße sollen Schulweg in Gieboldehausen sicherer machen
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14:27 19.08.2019
Dierk Falkenhagen, Kontaktbereichsbeamter der Polizei Duderstadt, übt mit Erstklässlern in Gieboldehausen den sicheren Schulweg. Markante Stellen werden mit gelben Füßen markiert. Quelle: Rüdiger Franke
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Gieboldehausen

Der Beginn des neuen Schuljahres ist auch immer mit gelben Füßen verbunden. Rund um Grundschulen sollen sie für Sicherheit auf dem Schulweg sorgen. Im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt ist Dierk Falkenhagen der zuständige Präventionsbeamte.

Banner werben für die Aktion. Quelle: Rüdiger Franke

37 Schüler

Mit den ABC-Schützen der Grundschule Gieboldehausen hatte Falkenhagen am Montag aufmerksame Zuhörer. Zwei erste Klassen hat die Schule, eine mit 18, die andere mit 19 Schülern. Der Polizist begann mit einem theoretischen Teil, bevor es zur Umsetzung des Gelernten im Straßenverkehr ging.

33 Stellen markiert

In den Ferien hatte Falkenhagen bereits vorgearbeitet und die entsprechenden Stellen markiert. Mit Schablone und gelber Sprühfarbe war er an 33 Stellen in 20 Ortschaften der Stadt Duderstadt sowie den Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen unterwegs und hat die markanten gelben Füße aufgesprüht. An manchen Stellen, wie zum Beispiel Verkehrsinseln, ist auch der Bordstein gelb markiert, um Autofahrer auf die jungen Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen. Die letzten Fußpaare sprühte er am Montag gemeinsam mit den Kindern.

Dierk Falkenhagen sprüht gelbe Füße im Kreuzungsbereich. Quelle: Rüdiger Franke

Sicher über die Straße

Wofür die Fußspuren gedacht sind, wissen die Kinder nach der Einführungsstunde schon genau. „Damit wir sicher über die Straße kommen“, sagt der sechsjährige Levi. Doch zur Sicherheit im Straßenverkehr gehören noch weitere Punkte, wie seine Mitschüler einwerfen. „Immer nach links und nach rechts schauen.“ „Erst gehen, wenn das Auto steht.“ Auch sollten sie immer auffällige Sachen tragen, damit die Kinder für Autofahrer besser zu sehen sind. Während der Stunde sind die Schüler mit ihren leuchtend gelben Warnwesten unterwegs. Besonders in der Gruppe fallen sie besonders auf. „Deshalb sollen die Kinder möglichst auch in Gruppen zur Schule gehen“, sagt Falkenhagen.

Unerfahrene Verkehrsteilnehmer

Die markanten Stellen seien markiert, betont Falkenhagen. Doch auch an anderen Stellen sollten die Autofahrer zum Schuljahresbeginn besonderes Augenmerk auf die noch unerfahrenen Verkehrsteilnehmer haben. Denn die seien schon allein wegen ihrer Körpergröße leichter zu übersehen als Erwachsene.

Banner bewerben die Aktion. Quelle: Rüdiger Franke

Nicht vor den Füßen parken

Ein Punkt liegt Falkenhagen aber noch besonders am Herzen. „Dass Eltern nicht vor den gelben Füßen parken“, sagt Levi. Rund die Hälfte der Kinder würden von ihren Eltern zur Schule gefahren. Dadurch würden die eigenen Kinder vielleicht sicherer zum Unterricht kommen, doch nicht selten entstünden dadurch gefährliche Situationen für andere Kinder. Auf dem Fußweg an der Schulstraße musste Falkenhagen sogar schon gelbe Füße wegnehmen, „weil dort morgens alles mit Autos der Eltern zugestellt ist“. Lehrer und andere Eltern hätten ihn darum gebeten, weil ihnen aufgefallen war, dass die Kinder zwischen den stehenden Autos hindurch die Straße überqueren würden. „Dort sehen sie den Verkehr nicht mehr und andere Verkehrsteilnehmer sehen die Kinder nicht“, erläutert Falkenhagen, warum die Entfernung notwendig wurde.

Gefahr durch parkende Autos: An manchen Stellen mussten die gelben Füße durchgestrichen werden. Quelle: Rüdiger Franke

Nicht nur Rücksitzbank

„Bitte nicht im Schulbereich parken“, bittet der Polizeibeamte alle Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto fahren. Diese könnte die Grundschüler auch ein Stück weiter entfernt aus dem Auto lassen. So würden die Kinder noch auf dem letzten Stück eigene Erfahrung auf dem Schulweg sammeln. „Dann lernen es die Kinder nie wirklich, sondern nur von der Rücksitzbank aus.“

200 bis 300 Kinder

Die andere Hälfte der Kinder übe mit den Eltern, wie sie sicher zur Schule kommen. Andere machen sich morgens mit größeren, meist den Geschwisterkindern auf den Weg. „Das ist der richtige Weg“, sagt auch der Polizist. Am Donnerstag besucht er die Grundschule in Mingerode. Im Schnitt seien es um die sechs Grundschulen, die ihn innerhalb der ersten drei Wochen des neuen Schuljahres zu einer Unterrichtseinheit bestellen. „Dadurch, dass wir die Teilnahme am Straßenverkehr auch bereits in den Vorschulen thematisieren, erreichen wir pro Jahr 200 bis 300 Kinder“, sagt Falkenhagen.

Fahrradprüfungen

Das Thema Verkehrssicherheit werde im Bereich des Polizeikommissariats Duderstadt sehr wichtig genommen, erklärt der Kontaktbereichsbeamte. Er verweist auch auf die Fahrradprüfungen, die für ältere Grundschüler angeboten werden. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Eigenständigkeit im Straßenverkehr.

Aktion seit 20 Jahren

Die Aktion Gelbe Füße gibt es seit 20 Jahren. Mit der Aktion soll die Sicherheit für Schulkinder im Straßenverkehr erhöht werden. Fördernde Partner der Aktion sind die Niedersächsischen Ministerien für Verkehr, Inneres und Kultus, die Gemeinde-Unfallversicherungsverbände Braunschweig, Hannover und Oldenburg, der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt sowie die Landesverkehrswacht Niedersachsen.

Von Rüdiger Franke

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