Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Gieboldehausen „Wir sind schuldenfrei“
Die Region Gieboldehausen „Wir sind schuldenfrei“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:00 24.01.2019
Symbolfoto Quelle: dpa
Anzeige
Krebeck

Ohne Kreditaufnahme kann die Gemeinde Krebeck den Haushalt 2019 und das Investitionsprogramm ausgleichen. „Wir sind schuldenfrei“, brachte es Bürgermeister Frank Dittrich jetzt im Rat auf den Punkt.

Das am Mittwochabend vom Bürgermeister zur finalen Beschlussfassung vorgelegte Zahlenwerk weist im Ergebnishaushalt ordentliche Erträge in Höhe von 1423400 Euro und Aufwendungen von 1466800 Euro aus. Die Unterdeckung solle aus den Rücklagen beglichen werden. Bereits zum Vorjahr hatte die Gemeinde die Steuer-Hebesätze für die Grundsteuer A und B angehoben. Für das Jahr 2019 bleiben diese auf dem 2018er Niveau mit jeweils 330 Prozent. Die Gewerbesteuer liegt in Krebeck bei 380 Prozent.

Anzeige

„Ab 2020 wird es spannend“, sagte Dittrich mit Blick auf die derzeitigen Überlegungen des Bundes, auf welcher Berechnungsgrundlage künftig die Grundsteuern festgelegt werden sollen. Es könne sogar sein, dass die Gemeinden bundesweit mit einer Verschärfung der Einnahmesituation rechnen müssen. Ähnlich unsicher stelle sich in Niedersachsen die Situation mit Blick auf die generelle Beitragsfreiheit für den Kindergartenbesuch für die Kommunen dar. Wie das Land die wegfallenden Elternbeiträge den Gemeinden ausgleichen werde und wie sich das auf die Gemeindefinanzen in Krebeck auswirken werde, sei noch nicht endgültig klar erläuterte der Bürgermeister. Für Krebeck machten die Elternbeiträge etwa 60000 Euro aus.

Schritt für Schritt vorgehen

Dittrich mahnte, bei den Ausgaben und Investitionen Schritt für Schritt vorzugehen und vierteljährlich zu prüfen, „wie wir im Plan liegen“. Das gelte insbesondere auch für die Haushaltsmittel, die für Baumaßnahmen und Unterhaltungsarbeiten im Etat 2019 eingestellt sind. Diese liegen mit rund 65000 Euro höher als im Vorjahr (15000 Euro). Vor allem für die größeren Projekten, darunter die seit langem geplante Erneuerung des Bereichs Mönchstraße und Burgstraße, sollte Dittrichs Meinung nach nicht gleich im Frühjahr ein Großteil der eingestellten Haushaltsmittel ausgegeben werden.

Grundsätzlich will sich die Gemeinde Krebeck zunächst einmal auf die bereits in der Vergangenheit beschlossenen Entwicklungsziele konzentrieren, bevor Neues angegangen werde. „Wir haben viele Punkte, die wir abarbeiten wollen“, sagte Dittrich. Die Liste sieht zum Beispiel Haushaltsansätze für die Sanierung des Kriegerdenkmals oder auch die Umgestaltung des Feuerlöschteichs vor. Auch in den Kindergarten und das Umfeld soll investiert werden – das Außengelände für die Krippe soll erweitert und mit einem Unterstand versehen werden. Der Austausch der Fenster am Kindergarten war bereits im vergangenen Jahr erfolgt. Eine neue Belüftungsanlage und Fenstermotoren für eine bessere Belüftung der Sporthalle stehen ebenso auf der Liste mit den Zielvereinbarungen wie etwa die Sanierung der defekten Spielgeräte auf dem Spielplatz Über dem Töpferofen oder der Bau einer Außenterrasse am Dorfgemeinschaftshaus. Schließlich will die Verwaltung bei der Straßenunterhaltung anhand eines erstellten Straßenkatasters notwendige Arbeiten je nach deren Dringlichkeit ausführen.

Das Gremium hat sich einstimmig für den Haushalt 2019 und die Investitionsplanung ausgesprochen.

Von Britta Eichner-Ramm

23.01.2019
Gieboldehausen Ab Februar in Gieboldehausen - Offene Sprechstunde
23.01.2019