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Gieboldehausen Grünkohlessen der CDU in Bilshausen
Die Region Gieboldehausen Grünkohlessen der CDU in Bilshausen
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18:57 18.11.2017
Jens Strüber und Thomas Ehbrecht danken Birgit Hundeshagen für 25 Jahre Engagement in der CDU (von links). Quelle: Höland
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Bilshausen

Außerdem verkündete die langjährige Ortsverbandsvorsitzende Birgit Hundeshagen ihren baldigen Rückzug.

Ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge sei es, erklärte Hundeshagen. Zum 17. Mal hatte sie das Grünkohlessen organisiert, genauso lang steht sie dem Ortsverband vor. „Eine Zeit, in der ich viele tolle Menschen kennengelernt habe“, sagte sie etwas wehmütig. Zugleich freue sie sich, dass sie das Amt „in sehr, sehr gute und jüngere Hände“ legen könne. Den Namen des Aspiranten nannte sie nicht - schließlich stehe noch das Votum der Mitgliederversammlung im März 2018 aus. „Ich bleibe Kreisvorsitzende der Frauenunion und engagiere mich weiter für den Kreisverband“, kündigte Hundeshagen zugleich an, nachdem sie für 25 Jahre Mitgliedschaft in der CDU geehrt wurde.

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Nachdem Jens Strüber über den Wahlkampf in Gieboldehausen aus Sicht der Jungen Union berichtet hatte, kam Thomas Ehbrecht zum Zug: Er sprach über seine ersten Tage im Landtag und die Koalitionsvereinbarung mit der SPD. Zwar sei die CDU leider nicht stärkste Kraft im Land geworden. In der großen Koalition könne sie trotzdem zahlreiche Forderungen umsetzen, sagte Ehbrecht. Er verwies auf den geänderten Zeitplan bei der Inklusion an Schulen, Stellenaufstockungen bei der Polizei und darauf, dass das Landwirtschaftsministerium von der Union besetzt wird. „Jetzt sind wir endlich diesen Bauernschreck Christian Meyer los“, sagte er über den bisherigen Minister von den Grünen - und erntete beim Publikum wohlwollenden Applaus.

Nachdenklicher trat Uwe Graells, Chefredakteur und Geschäftsführer des Tageblatts, auf. Das „Superwahljahr“ sei für ihn ein Jahr überraschender Wendungen gewesen, was sich allerdings schon seit 2015 abgezeichnet habe. „Es sind viele sehr aufgeregt - in der Politik, aber auch in den Medien“, bekannte Graells angesichts des Erstarkens der AfD, Donald Trumps Präsidentschaft und zahlreichen Volten in der deutschen Politik. Er führte das auf einen grundsätzlichen Wandel in der Politik zurück: Im Gegensatz zur Zeit von Politikern wie Wehner, Brandt und Strauß seien Positionen heute viel flüchtiger. „Vor Ihnen steht ein etwas ratloser Chefredakteur“, gestand Graells angesichts der Tatsache, dass auch er -als sehr politikinteressierter Mensch- viele Entwicklungen des Jahres 2017 nicht erwartet hatte.

Von Christoph Höland

15.11.2017
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