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Gieboldehausen Aus für Grundschule Krebeck bereits zum Jahresende
Die Region Gieboldehausen Aus für Grundschule Krebeck bereits zum Jahresende
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00:27 14.05.2018
Zum Schulbezirk der Grundschule in Gieboldehausen gehören der Flecken und die Gemeinde Wollbrandshausen.  Quelle: art
Gieboldehausen

Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) informierte während der Sitzung des Samtgemeinderates über die neue Situation. Die Entscheidung der Eltern habe zur Folge, „dass die vierte Klasse nicht wie wir es als Schulträger beschlossen hatten, im kommenden Schuljahr in Krebeck unterrichtet wird“. Die entsprechende Übergangsregelung wurde aus der vom Schulausschuss des Samtgemeinderates empfohlenen Schulbezirkssatzung gestrichen.

Gremium beschließt Schulbezirkssatzung einstimmig

Die Mitglieder des Rates beschlossen die neue Variante einstimmig. Demnach besteht der Schulbezirk der Grundschule Bilshausen aus den Gemeinden Bilshausen, Bodensee und Krebeck mit dem Ortsteil Renshausen, der Schulbezirk der Grundschule Gieboldehausen aus dem Flecken Gieboldehausen und der Gemeinde Wollbrandshausen, der Schulbezirk der Grundschule Obernfeld aus den Gemeinden Obernfeld und Rollshausen mit dem Ortsteil Germeshausen und der Schulbezirk der Reinhard-Horn-Grundschule Rhumspringe aus den Gemeinden Rhumspringe mit Ortsteil Lütgenhausen, Rüdershausen sowie Wollershausen.

Die Landesschulbehörde hatte die Samtgemeinde Gieboldehausen bereits mehrmals darauf hingewiesen, dass sie keine Schulbezirke habe und es sich dabei um einen „rechtswidrigen Zustand“ handele. Ahrenhold erinnerte daran, dass sich Eltern aus unterschiedlichen Gründen für einen anderen Schulstandort entschieden haben. Während der Schulausschussitzung hatte er erläutert, dass unter anderem die technische Ausstattung, familiäre Bezüge, soziale Kontakte und die vermeintlich bessere Vorbereitung auf die weiterbildenden Schulen einige der Beweggründe gewesen seien, die Eltern in Einzelgesprächen und in einem Fragebogen benannten.

Ganztagsangebot als Hintertürchen

Übereinstimmend sei gewesen, dass sie ihre Kinder für mindestens einen Tag in der Woche zum Ganztagsangebot an der Grundschule in Bilshausen angemeldet hätten, „um die Busfahrkarte vom Landkreis bezahlt zu bekommen“. Dies sei „das Hintertürchen“ gewesen, weil Krebeck/Bodensee keine Ganztagsschule war. Dieses Hintertürchen gebe es auch bei Schulbezirkssatzungen, erläuterte Ahrenhold. Daher glaube er persönlich nicht „und nach vielen Elterngesprächen noch weniger“, dass eine solche Satzung an der Entwicklung an den Standorten in Krebeck und Bodensee etwas geändert hätte.

Der Samtgemeinderat hatte im Februar beschlossen, die Grundschule „sukzessive“ aufzuheben. Zugleich bekräftigte das Gremium seine Bereitschaft, bestehende und künftige Ganztagsschulen zu fördern und finanziell zu unterstützen.

Rechtswidriger Zustand soll verschwinden

Hubert Hackenfort (Unabhängige Wähler SGG) benannte drei Gründe, die nach „ausgiebiger Diskussion“ ausschlaggebend für die Zustimmung der gemeinsamen Gruppe mit Grüne und SPD gewesen seien. So werde ein bislang rechtswidriger Zustand aufgehoben und ein „wichtiges Gestaltungselement, dass man bislang nicht hatte“ in Anspruch genommen. Dies sei ein „sehr wichtiger Punkt“, betonte Hackenfort. Außerdem gebe es Ausnahmemöglichkeiten beispielsweise über den Zugang Ganztagsschule.

Schon im Mai 2017 hatte es eine Informationsveranstaltung in Krebeck gegeben, da zu diesem Zeitpunkt bereits des Öfteren von einer Schulschließung die Rede gewesen war. Nach den Sommerferien konnte keine erste Klasse in der Grundschule eingeschult werden. Eltern, Lehrer und die Ratsmitglieder wurden während einer Schulausschusssitzung Mitte September über den Stand der Dinge informiert.

Von Axel Artmann

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