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Gieboldehausen Hahlebrücke soll neu gebaut werden
Die Region Gieboldehausen Hahlebrücke soll neu gebaut werden
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00:29 09.03.2018
Die Brücke über die Hahle in Gieboldehausen im Verlauf der Bundesstraße 27 soll neu gebaut werden. Quelle: Swen Pförtner
Gieboldehausen

Die Hahlebrücke im Verlauf der Bundesstraße 27 in Giebolde­hausen wird in den kommenden Jahren neu gebaut. „Sie ist nicht mehr ausreichend tragfähig“, erklärt Günter Hartkens, Leiter des Geschäftsbereiches Goslar der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, den Hintergrund.

Die Brücke sei bereits für den genehmigungspflichtigen Schwerlastverkehr mit mehr als 44 Tonnen gesperrt, sagt Hartkens. Für den laufenden Verkehr bestehe aber keine Gefahr. „Die Brücke wird regelmäßig untersucht“, so der Geschäftsbereichsleiter. „Dabei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.“ Für den Ersatzneubau werde es Planfeststellungsverfahren geben.

„Das Vorhaben beschäftigt uns sehr, sagt Gieboldehausens Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU). Wir wissen, wieviel Verkehr hier fließt.“ Es sei die Achse zwischen Göttingen und dem Harz. Und die Bauzeit werde rund eineinviertel Jahre dauern. Samtgemeinde und auch Flecken hätten mittlerweile ihre Stellungnahmen an die Verkehrsplaner geschickt.

Die Baustelle beginne an der Einmündung Bahnhofstraße und ende an der Einmündung Hahlestraße, erläutert Karin Wilde, Verwaltungsvertreterin für den Flecken Gieboldehausen. Die beiden Einmündungen sollen bei den Arbeiten angepasst werden. „Wir sind aber noch ganz am Anfang der Planungen“, erzählt Ahrenhold. „Wie das Bauwerk oder die Einmündungsbereiche aussehen werden, weiß noch keiner.“ Derzeit werde auf allen Seiten sondiert, welche Probleme es zu berücksichtigen gelte, ergänzt Wilde. Welche Sicherheitsabstände gelte es einzuhalten? Wo können zum Beispiel Kräne aufgestellt werden?

Die B 27 trenne Gieboldehausen in zwei Teile, beschreibt Ahrenhold die Situation, die durch die Baustelle entstehe. So sei zum Beispiel die Feuerwehr westlich der Straße angesiedelt, der Großteil des Ortes befinde sich aber auf der östlichen Seite. „Dort wohnen auch die meisten Helfer und die sollen innerhalb von acht Minuten am Einsatzort sein.“ Zusätzlich sei Gieboldehausen die Unterstützungseinheit für Wollershausen und Rüdershausen. Und auch bei Rettungsdiensten zähle manchmal jede Minute.

Die Bauzeit werde auch große Einschränkungen für den landwirtschaftlichen Verkehr bedeuten und auch die angrenzenden Gewerbebetriebe belasten, so der Samtgemeindebürgermeister weiter. Es gebe auch die stündliche Busverbindung, fügt Wilde hinzu. „Eine Wendemöglichkeit sehe ich nicht.“ Und auch die fußläufige Verbindung von der Bahnhofstraße in den Ort sei sicher zu gewährleisten.

Die Verkehrsführung durch den Ort sei unter anderem bei einem ersten Ortstermin beurteilt worden, berichtet Ahrenhold. Aber sowohl Samtgemeinde als auch Flecken würden sich dagegen aussprechen. „Die engen Straßen sind für eine örtliche Umleitung nicht geeignet.“ Auch der Gemeindeverbindungsweg sei keine geeignete Strecke. Die Bankette seien jetzt schon sehr oft kaputt.

„Wir bitten um eine weiträumige Umleitung des Schwerlastverkehrs“, sagt Ahrenhold. Eine bevorzugte Variante für den laufenden Verkehr böte eine Behelfsbrücke, beidseitig befahrbar und vielleicht mit einer Ampellösung. Sie müsste aber bis zu 20 Tonnen tragen, damit auch die Feuerwehr sie nutzen könne.

Bis die Arbeiten beginnen, dauere es aber noch eine ganze Weile, sagt Wilde. Nach Ostern werde das Projekt im Bauausschuss des Fleckens vorgestellt. Danach werde es noch eine Begehung geben. „Es ist angedacht, dass Ende 2018 die Planfeststellung beginnen soll“, erzählt sie. Das Verfahren dauere dann etwa ein Jahr. Für die Landesbehörde bestehe die Herausforderung darin, möglichst alle Bedenken lösen zu können.

Von Rüdiger Franke

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