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Gieboldehausen Hund attackiert wiederholt Schafe und Ziegen
Die Region Gieboldehausen Hund attackiert wiederholt Schafe und Ziegen
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00:18 26.10.2017
Symbolbild Quelle: r
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Gieboldehausen

Mindestens zwei Schafe sind in Gieboldehausen von einer ausgerissenen Bulldogge getötet worden, ein weiteres wurde verletzt und ist in tierärztlicher Behandlung, bestätigt die Polizei Duderstadt. Ordnungsamt und Veterinäramt sind eingeschaltet worden.

Sigrid und Rainer Harte betreiben den Rhumehof als kleine Reitschule. Als Sigrid Harte am vergangenen Freitag ihre Ponys von der Weide holen wollte, fiel ihr Blick auf ein rennendes Schaf auf der umzäunten Nachbarwiese. Erst beim Näherkommen bemerkte sie, dass sich eine Bulldogge am Hinterlauf des Schafes festgebissen hatte. „Ich versuchte, die Hündin mit einem Knüppel zu vertreiben, aber die ließ sich überhaupt nicht beeindrucken“, sagte Harte. Sie wusste allerdings, wem die Bulldogge gehörte und holte gleich die Besitzerin. Als sie mit der Hundehalterin zur Wiese zurückkehrte, habe sich die Hündin bereits an der Kehle des Schafes festgebissen und auf kein Zurufen gehört. Schließlich sei es der Hundehalterin gelungen, das Tier unter Kontrolle zu bringen. Erst da wurde bemerkt, dass nicht nur ein Schaf angegriffen wurde. „Zwei lagen schon in der Wiese, eins war tot, das andere musste später vom Tierarzt eingeschläfert werden“, sagte die Reiterhofbetreiberin. Auch die Hundehalterin sei schockiert gewesen und habe Konsequenzen versprochen, damit solch ein Massaker nicht noch einmal vorkomme, berichtet Sigrid Harte. Nur könne die Hündin momentan nicht weggeben werden, da sie Welpen habe. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet, die das Ordnungsamt und damit auch das Veterinäramt einschaltete. „Die Besitzer sind zwar selbst sehr betroffen, aber so etwas darf nicht nochmal passieren“, betonte Sigrid Harte.

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Die Schafjagd der Hündin sei nämlich kein Einzelfall gewesen. Eineinhalb Wochen zuvor habe sie schon den Ziegenbock des Rhumehofes erwischt. „Unsere Sheltlandponys standen mit den Ziegen und dem Bock zusammen auf der Wiese. Ich bemerkte, dass die Tiere in Panik geraten waren. Als ich dazukam, hing die Bulldogge an der Kehle unseres Bocks, der schon am Boden lag. Unsere Shetty-Stute Lilly versuchte, den Bock mit den Vorderhufen gegen den Hund zu verteidigen. Aber der ließ sich nicht abbringen“, sagte Rainer Harte auch verwundert über den Mut des Ponys, das ja selbst eigentlich ein Fluchttier sei. Auch der Ziegenbock habe die Hunde-Attacke nicht überlebt und werde nun von den Kindern der Reitschule schmerzlich vermisst, sagte Rainer Harte. Die Hundehalter seien sofort verständigt worden, die ihre Hündin dann abholten. Die Polizei sei an dem Sonntag allerdings nicht informiert worden, da man noch davon ausgegangen war, dass sich der Vorfall nicht wiederholen würde.

Da die Bulldogge augenscheinlich nicht absichtlich auf Tiere gehetzt wurde, ist nun nicht die Polizei, sondern die Ordnungsbehörde Gieboldehausen als erste Anlaufstelle für den Fall zuständig. „Da es sich hier um einen Beißvorfall handelt, müssen wir das Veterinäramt einschalten“, erklärte Agneta Fütterer vom Ordnungsamt. Es werde überprüft, ob Haltungsdefizite vorliegen, und vermutlich würden Auflagen bestimmt, die den Hund daran hindern sollen, andere Tiere zu attackieren. Den entstandenen Sachschaden, wozu in Niedersachsen auch Schäden an Tieren gehören, muss die Versicherung der Hundehalter übernehmen.

Von Claudia Nachtwey

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