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Gieboldehausen Karl-Bernd Wüstefeld verlässt die Bundespolizei
Die Region Gieboldehausen Karl-Bernd Wüstefeld verlässt die Bundespolizei
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16:00 31.01.2019
Abteilungsleiter Martin Kröger (rechts) überreicht Karl-Bernd Wüstefeld eine Urkunde. Quelle: Böger
Duderstadt

 Nach 44 Jahren und 31 Tagen endet die aktive Dienstzeit: Karl-Bernd Wüstefeld verlässt die Bundespolizei in Duderstadt. Der Bürgermeister von Obernfeld ist von nun an im Ruhestand und widmet sich seinen ehrenamtlichen Aufgaben.

„Es war eine sehr gute Zeit“, sagt Wüstefeld. Mit 17 Jahren kam der heute 61-Jährige zum damaligen Bundesgrenzschutz in Duderstadt. Seine Grundausbildung absolvierte er in Goslar, von wo aus er als Schreiber zur Stababteilung „1 Sicherheit“, bei der er bis heute geblieben ist und die nur ihren Namen gewechselt hat.

Aufgaben an der innerdeutschen Grenze

„Die Feststellung der Grenzlage, das war die tägliche Arbeit im Sachgebiet“, berichtet der gebürtige Obernfelder. „Wir hatten an der innerdeutschen Grenze Streifen des Bundesgrenzschutzes, die auf unserer Seite die Grenzlage festgestellt haben. Das heißt, die haben geguckt, was passiert da drüben alles.“ Daraus wurden Berichte gefertigt, die bis ans Bundesinnenministerium weitergereicht wurden.

Auch Fluchtfälle, Führungen für Besuchergruppen und Grenzzwischenfälle gehörten zur täglichen Arbeit. „Das war für mich eine interessante und spannende Aufgabe“, sagt er, „weil es zwei deutsche Staaten gab und das die Trennungslinie war. Und da haben wir unseren Dienst versehen.“

Erste Kontakte mit der Presse

Dabei hatte Wüstefeld seine ersten Kontakte mit der Pressearbeit, die ihn durch sein Berufsleben begleiten sollte. „Gerade bei Grenzzwischenfällen waren die Zeitungen natürlich hinterher“, erinnert er sich. „Aber wir hatten unsere dienstlichen Vorschriften und die waren damals so, dass man sich da nicht hat in die Karten schauen lassen.“

Ein besonderes Highlight für ihn waren damals die wöchentlichen Helikopterflüge. „Ich bin einige Hundert Mal als Mitflieger an dieser Grenze entlang geflogen“, sagt er. 98,8 Kilometer zählte der Grenzabschnitt: ein Flug von fast anderthalb Stunden vom Südharz bis zur Landesgrenze von Hessen und Niedersachsen.

Aus Bundesgrenzschutz wird Bundespolizei

Als Anfang der 1990er-Jahre die Mauer fiel, erlebte Wüstefeld die Umstrukturierung des Bundesgrenzschutzes zur Bundespolizei. Es sei eine Zeit gewesen, die viele Fragen nach der Zukunft aufwarf – auch, was den Standort Duderstadt betraf. „Der lag jetzt fernab von allen Ballungsgebieten mitten in der Peripherie an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die nicht mehr da war“, erklärt er.

Dank eines neuen Konzepts wurde der Euzenberg einer von zehn Standorten der heutigen Bundesbereitschaftspolizei. Die Beamten nahmen nun bahnpolizeiliche Aufgaben wahr wie die Begleitung von Fußballfans zu einem Auswärtsspiel. Aber auch bei politischen Großveranstaltungen und Demonstrationen waren sie in Nord- und Mitteldeutschland im Einsatz.

Weiter mit Ehrenamt beschäftigt

Der gravierendste Wandel in Wüstefelds Berufsleben waren für ihn die Neuerungen in der Pressearbeit, die seine dritte berufliche Station wurde. „Da ging es um die Darstellung der Aufgabe, die die Bundespolizei macht, und die Aufgabe in der Region, weil sie hier zu Hause ist“, erzählt er.

„Ich bin die 44 Jahren immer gern den Weg hier zum Euzenberg gefahren“, sagt Wüstefeld. Das ist für Wüstefeld, der seit dem Jahr 2011 Bürgermeister von Obernfeld ist und für die CDU-Fraktion auch im Samtgemeinderat von Gieboldehausen sitzt, nun vorbei. „Mit dem Ehrenamt bin ich auf jeden Fall weiter beschäftigt“, sagt er. So will er sich um den Bau eines neuen Kindergartens und die Eichsfeldtage in Obernfeld im Jahr 2020 kümmern.

Außerdem ist jetzt mehr Zeit für sein Hobby: die Jagd. „So ein kleiner Traum von mir ist es immer noch, dass ich mir ein kleines Damwildgehege zulege. Das ist für den Ruhestand vorgesehen“, sagt er. „Ich hoffe, ich kann das irgendwann verwirklichen.“

Von Norma Jean Böger

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