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Gieboldehausen Krebecker Narren mit Büttenabend
Die Region Gieboldehausen Krebecker Narren mit Büttenabend
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00:17 03.03.2017
Büttenabend in Krebeck Quelle: Mühlhaus
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Krebeck

Sie begrüßten die Gäste mit einem dreifachen "Krebeck Miau". Gleich zu Beginn wandten sich ihre Lieblichkeit, Prinzessin Jule I. und Prinz Jonas I. an das närrische Volk. Prinz Jonas, der Musik liebt und auch gern mal aufs Schlagzeug haut, habe als Jonas vom Töpferofen, der vom Herold zum Prinz aufstieg, eine steile Karriere gemacht, so der Prinz über sich selbst.

Mehr als 350 Narren und Aktive haben am Rosenmontag im Bürgerhaus in Krebeck ihren Büttenabend gefeiert. Unter großem Beifall marschierten die Teeniegarde, die Funkenmariechen, die Prinzengarde, der Elferrat und das Prinzenpaar der "Karnevalsgesellschaft Krebeck" ein.

Nach dem Tanz der Teeniegarde ging der Sitzungspräsident der KGK, Gregor Brennecke, der gemeinsam mit Elferratsmitglied Philipp Engelhard durch den Abend führte, in die Bütt. Als Weltenbummler, der China, Hong Kong, das Land des Lächelns und Kanada bereiste, berichtete er den Narren von seinen Erlebnissen. So redete er von Toilettenbesuchen der besonderen Art. Auch dass sich nur Beamte dreilagiges Klopapier leisten können, weil sie von allen Papieren drei Durchschläge haben wollen, erfuhr das närrische Publikum.

Weiter erzählte der 1. Vorsitzende der KGK von wehleidigen Männern, die sich oft gekränkt fühlen und von einer Prostituierten, die bei ihm für 30 Euro in der Wohnung Parkett verlegte. Wie man das Tanzbein schwingt und eine flotte Sohle aufs Parkett legt, zeigten die Tanzmariechen Pia Christin Vollmer und Leonie Hann, bevor Bernward Dittrich aus seinem Leben erzählte. So sann er über Telefone mit Wählscheiben aus längst vergangenen Zeiten nach und kam zu der Erkenntnis, dass heute nur noch gesimst und getwittert wird. Dabei stellte er fest: "Wenn einer, der über 70 ist, noch twittert - dann guckt mal nach Amerika, was da für´n Scheiß bei rauskommt".

Geschichten aus der Hauptstadt und einem WG-Leben

Geschichten aus Berlin erzählte Elferratsmitglied David Otto. "In der Hauptstadt, wo viele Verrückte herumlaufen, habe ich mir eine Hose für 150 Euro gekauft, die nach drei Tagen im Schritt riss", meinte der Narr. Dass er beim Umtauschversuch vom Verkäufer schließlich die Antwort bekam, "Dat is so, wenn man dicke Beene hat", fand Otto überhaupt nicht gut.

Also machte er kurzerhand in Berlin eine "Servicewüste Guantanamo" aus und lobte die netten Verkäuferinnen in Krebeck. Schließlich redete Philipp Engelhardt über sein WG-Leben in Hildesheim und über seine Schwierigkeiten mit Bioläden und Veganern.

Die Leinensamen, Reiswaffeln und der Hirsekuskus seines neuen Mitbewohners, der auf dem Biotrip ist, erschienen ihm doch ziemlich obskur. Nach dem Tanz des Männerballetts, endete der Büttenabend der Karnevalsgesellschaft Krebeck mit dem großen Finale, zu dem alle Mitwirkenden des Abend auf der Bühne zusammenkamen.

Von Gregor Mühlhaus