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Gieboldehausen Kritik an Aussagen zur Umgehung um Duderstadt
Die Region Gieboldehausen Kritik an Aussagen zur Umgehung um Duderstadt
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08:08 16.08.2019
Die Umgehungsstraße im Verlauf der Bundesstraße 247 führt zurzeit nur bis zum Euzenberg-Kreisel in Duderstadt. Quelle: Foto: Meder
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Duderstadt

Gegen die weiteren Bauabschnitte der Umgehung im Verlauf der Bundesstraße 247 um Duderstadt, Gerblingerode und Teistungen sowie Mingerode und Obernfeld hat sich die Gruppe Linke-Piraten-Partei+ geäußert.

„Wie vor jeder Wahl wird von CDU und der Stadtverwaltung Duderstadt behauptet, dass der Bau der Umgehungsstraßen um Obernfeld/Mingerode, Duderstadt / Gerblingerode und Teistungen / Ferna auf einem guten Wege sind. Tatsächlich gibt es weder für den Bereich in Niedersachsen noch in Thüringen rechtskräftige Planfeststellungsbeschlüsse, auch wenn diese seit Jahren angekündigt worden sind“, äußerte sich Hans-Georg Schwedhelm, Duderstädter Mitglied der Gruppe Linke-Piraten-Partei+ im Kreistag Göttingen in einer Pressemitteilung.

Planfeststellung

Im Thüringer Bereich habe es noch geringe Planänderungen gegeben, Franz Rohmund, Regionalleiter im Bereich Nord des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr. „Wir haben eine geringe Trassenverschiebung bei Teistungen vorgenommen.“ Die Trassierung sei weiter von der Bebauungsgrenze entfernt worden. der größere Abstand bedeutet einen deutlich höheren Lärmschutz. Das Planfeststellungsverfahren laufe noch. Eine Anhörung habe es schon gegeben. „Jetzt müssen wir abwarten, bis wir die Beschlüsse kriegen.“ Die Unterlagen werden voraussichtlich im Januar 2020 neu ausgelegt. Mit dem Planfeststellungsbeschluss sei dann im dritten Quartal 2020 zu rechnen. Auch auf niedersächsischer Seite musste der Planfeststellungsbeschluss verschoben werden, um die Auswirkung von neuen Urteilen zu überprüfen. Günter Hartkens, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar, ging davon aus, dass es bis zum Jahresende dauern könne.

Antworten von Bund und Land

Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) verweist auf ein Gespräch mit dem niedersächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Parallel dazu habe es eine Resolution des Rates der Stadt Duderstadt gegeben, die aus dem niedersächsischen Ministerium für Arbeit, Verkehr und Digitalisierung von Minister Bernd Althusman (CDU) und seinem Staatssekretär beantwortet wurde. Beide noch ausstehenden Verkehrseinheiten wolle „die niedersächsische Landesregierung zügig voranbringen“. Fast deckungsgleich sei die Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann. Sowohl Bund und Land hätten mitgeteilt, dass das Geld für die Umgehung vorhanden sei und es daran nicht scheitern werde.

Hohe Kosten

Die Kosten für die Umgehungsstraße um Duderstadt/Gerblingorde und Teistungen/Ferna waren ein weiterer Punkt, der von Schwedhelm angesprochen wurde. Diese beliefen sich auf circa 60 Millionen Euro. Allein der Abschnitt um Gerblingerode mit einem Tunnelbau werde nach den Zahlen aus der Planung 35,5 Millionen Euro kosten. „Die tatsächlichen Kosten werden wahrscheinlich wesentlich höher sein“, heißt es weiter. Auf Thüringer Seite werde mit einer Gesamtinvestition von 30 Millionen Euro geplant, erklärte Franz Rohmund, Regionalleiter im Bereich Nord des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr.

Belastung für Anwohner

Ein Punkt, den die Befürworter der Umgehung aus der Bürgerinitiative „Ortsumgehung JA!“ immer wieder anführen, ist die Belastung der Anwohner an den Durchgangsstraßen. Die Gruppe Linke-Piraten Partei+ habe zur Entlastung von Anwohnern für Obernfeld und Mingerode ein Nachtfahrverbot für Lkw beantragt. Das hätten die anderen Fraktionen im Kreistag abgelehnt, so Andreas Gemmecke, der die Gruppe im Fachausschuss vertritt. Und durch die geplante Umgehungsstraße werden Anwohner in Gerblingerode, Baugebiet „Hoher Berg“ und „Salzgraben“ und in Tiflingerode Baugebiet „Am Roten Feld“ vom Verkehr auf der Umgehungsstraße neu belastet.

Prognose nicht aktuell

Gegen eine Umgehung spreche nach Angaben der Gruppe, die Grundlage der Planung aus einer Prognose, die von einem gestiegenen Verkehrsaufkommen in der Region ausgegangen sei. Tatsächlich seien die Verkehrszahlen auf der B 247 rückläufig und die neue Vermautung der Bundesstraße für Lkw sei noch nicht berücksichtigt worden. Darauf verweisen auch die Mitglieder der Schutzgemeinschaft Hahletal-Pferdeberg.

„Ich gehe davon aus, dass betroffenen Anlieger und Umweltverbände gegen die Planfeststellungsbeschlüsse klagen werden“, so Schwedhelm weiter. Verbände und Betroffene hätten das Recht dazu, bestätigte Rohmund. „Uns dauert es alles zu lange. Wir hoffen auf einen möglichst frühzeitigen Beginn“, sagte Nolte, denn Duderstadt brauche den Lückenschluss in Richtung der Autobahn 38.

Von Rüdiger Franke

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