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Gieboldehausen Leichenfund wirft Fragen auf
Die Region Gieboldehausen Leichenfund wirft Fragen auf
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00:17 02.02.2017
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Gieboldehausen/Hattorf

Die Vermisstenanzeige wurde am Sonnabendvormittag um 10 Uhr aufgenommen, als sich der Vater nach erfolgloser eigener Suche erneut bei den Beamten meldete. Fast zur selben Zeit, um 10.10 Uhr, entdeckte eine Autofahrerin den Leichnam der 34-Jährigen am verschneiten Radweg rund 700 Meter entfernt von dem Campingplatz Oderbrücke in Richtung Hattorf, etwa vier bis fünf Kilometer von ihrem Wohnort entfernt.
Es sei nicht ungewöhlich gewesen, dass seine Tochter einen Spaziergang unternommen habe, erklärt der Vater. „Sie hatte gesagt, sie wollte in die Sonne.“ Bei ihren Ausflügen sei sie eigentlich immer rund um den Rotenberg unterwegs gewesen, erklärt er. Das sei auch das Gebiet, in dem er noch am Freitagabend selbst nach ihr gesucht habe. „Ich bin unter anderem zum Eichsfelder Kreuz und zu den Thiershäuser Teichen gefahren“, berichtet er. An allen Stellen, die er ansteuerte, habe er nach ihr gerufen.
Als seine Suche rund um den Rotenberg erfolglos blieb, telefonierte der besorgte Vater mit den Krankenhäusern in der Umgebung. Aber auch hier konnte er seine Tochter nicht finden. Entdeckt wurde die 34-Jährige am folgenden Morgen, erfroren in der Feldmark.
Bleibt die Frage, wie es zu dem Unglück kam. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Obduktion angeordnet, durch die zumindest ein Gewaltverbrechen ausgeschlossen werden konnte. Zum gleichen Ergebnis kamen die Ermittler der Osteroder Polizei bei der Auswertung des Fundortes.
Eine Stellungnahme der Polizei, warum nicht schon am Freitagabend eine Suche nach der Gieboldehäuserin eingeleitet wurde, ist für einen späteren Zeitpunkt angekündigt. rf

Personensuche

Entscheidungskriterien: Wenn Selbst- oder Fremdgefahr vorliege, starte die Polizei sofort mit der Suche nach einer vermissten Person, erklärt Polizeisprecher Christian Janzen. Das gelte besonders bei Kindern und auch älteren Personen. Bei vermissten Erwachsenen müsse immer von Fall zu Fall entschieden werden, ob und in welchem Umfang eine Suche eingeleitet werde.