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Gieboldehausen Aus allen Teilen des Bistums ins Eichsfeld gepilgert
Die Region Gieboldehausen Aus allen Teilen des Bistums ins Eichsfeld gepilgert
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15:00 01.09.2019
Sind mit dem Fahrrad von Duderstadt nach Germershausen gepilgert: Wallfahrer vor der Kirche Maria in der Wiese. Quelle: Caspar
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Germershausen

Seit fast 40 Jahren organisiert Jürgen Thiele die Wallfahrt von der Brehmestadt aus. „Anfangs gingen wir zu Fuß“, erinnerte er sich am Sonntag. Doch schon bald stiegen die Pilger auf das Rad um. Am Morgen waren die Christen an der Oberkirche aufgebrochen. An fünf Stationen hielten sie. Guntram Czauderna hatte Gebete für die Welt und die Kirche, für Angehörige und Freunde sowie für alle anderen Menschen vorbereitet.

Den Glauben stärken, Gemeinschaft erleben

„Seit mehr als zehn Jahren bin ich bei den Radwallfahrten dabei“, berichtete Christian Schwedhelm, der sich in der Duderstädter Gemeinde St. Cyriakus als Lektor engagiert. Er stärke so seinen Glauben und erlebe Gemeinschaft. „Wir Christen müssen uns in Zukunft viel mehr selbst organisieren“, betonte Hans-Hermann Mathieu mit Blick auf den Priestermangel. Er war erstmals bei der Männerwallfahrt dabei. „Oft kann ich sonntags nicht, weil ich in St. Cyriakus als Küster und Kommunionhelfer aktiv bin“, sagte Mathieu.

Adrian Tauchmann hatte sich zusammen mit seinem Vater auf den Weg gemacht. Als Mitglied des Velo-Clubs Eichsfeld Duderstadt war die einstündige Fahrt für ihn keine große Herausforderung. „Als Junge bin ich mit einem Vater und Großvater auch schon zu Fuß nach Germershausen gepilgert“, erinnerte er sich. „Ich mag die ungezwungenen Gottesdienste am Freialtar“, erklärte der Vater, Reinhold Tauchmann. Er habe das bei den Feldgottesdiensten während seines Wehrdienstes vor 40 Jahren schätzen gelernt.

Gemeinsames Essen und Blasmusik

„Das gemeinsame Essen, die Blasmusik und die ungezwungene Kontaktaufnahme zu Katholiken aus anderen Teilen des Bistums gefallen mir“, sagte Viktor Burzinski, der zusammen mit fünf anderen Christen im Kleinbus von Adelebsen aus nach Germershausen gekommen war. Der gebürtige Oberschlesier kennt die Wallfahrt noch aus Zeiten, wo mehr als 3000 Christen teilnahmen.

Mit dem Bus aus Hannover waren 37 Katholiken der Kirchengemeinde St. Augustinus angereist. „Wir sind zwischen 19 und 86 Jahren alt, darunter viele Kolpingbrüder wie ich, aber auch andere Gemeindemitglieder“, berichtete der Organisator der Fahrt, Joachim Rebel. Seit 30 Jahren pilgert er regelmäßig zur Wallfahrtskirche Maria in der Wiese.

Nachfahren der Eichsfelder Fahlbusch-Sippe

Aus Hannover waren mit dem Auto drei Mitglieder aus verschiedenen Zweigen der Eichsfelder Fahlbusch-Sippe angereist. „Unsere Familie lässt sich bis ins frühe 16. Jahrhundert nachweisen“, erklärte Reinhold Fahlbusch. „Wie wollen uns an unsere Ahnen erinnern“, sagte Professor Rudolf Fahlbusch. „Und unsere katholischen Wurzeln pflegen“, ergänzte Jürgen Fahlbusch.

Hauptzelebrant der Messe war der emeritierte Bischof Michael Wüstenberg, der früher im südafrikanischen Aliwal Dienst getan hat. „Ich kenne Germershausen noch aus meiner Zeit als Theologiestudent, als wir uns in der Bildungsstätte getroffen haben“, erzählte er. In Duderstadt sei er zweimal gewesen, um Beerdigungsleiter zu beauftragen. Die Idee zu diesem Amt habe das Bistum Hildesheim aus Südafrika übernommen.

Von dort stamme auch das Konzept der Kleinen christlichen Gemeinschaften. Kleine Gruppen von Katholiken träfen sich regelmäßig, um einen religiösen Impuls miteinander zu teilen und zu überlegen, wie sie ihn in ihrer Gemeinde fruchtbar machen können. „Diese Gruppen bilden in Südafrika das Rückgrat der Gemeinde“, sagte der Bischof. Das passe zum Motto der Wallfahrt: „Erkenne deine Verantwortung!“

Von Michael Caspar

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