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Gieboldehausen Mittagsverpflegung über den Kindergarten
Die Region Gieboldehausen Mittagsverpflegung über den Kindergarten
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16:47 22.08.2018
Für die Schulverpflegung in der Grundschule Gieboldehausen zeichnet sich eine neue Lösung ab. Quelle: dpa-Zentralbild
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Gieboldehausen

Eine Verpflegung durch den Kindergarten Heilige Familie sei aus Elternsicht die bessere Lösung, sagt Melanie Sommer. Sie zählt zu den Müttern, die sich eine bessere Mittagsverpflegung ihrer nachmittags durch den Förderverein betreuten Kinder wünscht. Das könne der Förderverein aber nicht leisten. Während der zweistündigen Betreuung wurden den Kindern meist Brote geschmiert worden. Deshalb hatte sie zunächst gemeinsam mit den Mitgliedern des Fördervereins ein Probeessen an der benachbarten Kooperativen Gesamtschule (KGS) organisiert.

Ungleichbehandlung vermeiden

„Das Essen an der KGS hat allen gut gefallen“, berichtete Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) den Mitgliedern des Schulausschusses im Rat der Samtgemeinde Gieboldehausen. Allerdings sei das Essen den Eltern zu teuer gewesen, denn das Essen für die KGS werde in einer Bioküche zubereitet. Schulträger der KGS sei der Landkreis Göttingen, welcher jede Mahlzeit mit einem Euro bezuschusse. Einen solchen Zuschuss hatte sich der Förderverein der Grundschule Gieboldehausen auch von der Samtgemeinde Gieboldehausen gewünscht, die Träger der Grundschule ist. Allerdings hatte Ahrenhold im Ausschuss noch einmal erklärt, dass dann auch die Mittagsverpflegung der Schüler in Bilshausen und Rhumspringe bezuschusst werden müsste, um eine Ungleichbehandlung auszuschließen.

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Neue Diskussion

Parallel zu der Diskussion über die Verpflegung über die KGS sei allerdings eine weitere Diskussion entstanden, erzählte Ahrenhold. Dabei sollte geklärt werden, ob die Kindertagesstätte Heilige Familie die Verpflegung der Grundschulkinder übernehmen würde. Das Essen dort sei zudem günstiger als das an der KGS. „Und die Kinder kennen das Essen auch noch aus ihrer eigenen Kindergartenzeit“, erklärte Sommer. Das sei ein weiterer Pluspunkt für die neue Variante. Die Gespräche dazu laufen noch.

Mitteilung

„Am Montag habe ich eine Mitteilung vom Förderverein erhalten, dass sich eine geeignetere Möglichkeit abzeichnet“, teilte Ahrenhold den Ausschussmitgliedern mit. Deshalb sei die Unterstützung nicht mehr relevant und der Förderverein habe seinen Antrag an die Samtgemeinde Gieboldehausen zurückgezogen. Aus diesem Grund sei der dazugehörende Punkt von der Tagesordnung der Schulausschusssitzung genommen worden.

Grundsätzliche Diskussion

Die Mitglieder des Schulausschusses verabredeten, sich während der Haushaltsplanungen noch einmal grundsätzlich über das Thema einer Bezuschussung der Mittagsverpflegung zu unterhalten. Dabei spreche man dann über bis zu 76 000 Euro, rechnete Stefan Hörschelmann vor, für den Fall, dass sich alle Kinder an den Grundschulen an einer Mittagsverpflegung beteiligen würden.

Von Rüdiger Franke