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Gieboldehausen Neue Hoffnung für misshandelten Kater Freddy
Die Region Gieboldehausen Neue Hoffnung für misshandelten Kater Freddy
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15:04 12.09.2019
Von Rüdiger Franke
Nicole Gerhardy mit dem Röntgenbild, das die schlimme Verletzung ihres Katers Freddy zeigt. Quelle: Franke
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Gieboldehausen

Ein Tierquäler hatte dem Kater brutal den Schwanz und damit die auch die für den Anus und die Blase zuständigen Nerven abgerissen. Die Polizei ermittelt wegen der Tierquälerei

Entleeren der Blase ist ein "Hoffnungsschimmer"

„Er hat heute Nacht Pipi gemacht“, berichtete Freddys Besitzerin Nicole Gerhardy am Mittwoch. In den vergangenen Tagen war sie täglich zum Entleeren der Blase in die Tierklinik nach Osterode gefahren. Der Kater sei aber längst noch nicht wieder fit, habe zum Beispiel immer noch kein Kot abgesetzt. „Aber es ist ein Hoffnungsschimmer.“ 

Schwanz ist amputiert

Mittlerweile ist der Schwanz des Vierbeiners, der nur noch vom Fell am Körper gehalten wurde, amputiert. Er wäre nie wieder angewachsen, hatte Tierarzt Dr. Thomas Grammel bestätigt. „Darunter ist ein riesengroßer Bluterguss“, erzählt Gerhardy. Die weitere Entwicklung der Genesung des Katers müsse abgewartet werden, so die Gieboldehäuserin. Das Tier bekomme zurzeit Medikamente. 

Viel Mitgefühl

Die schwere Misshandlung von Kater Freddy hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. „Ich habe viel Resonanz erhalten“, sagt Gerhardy. Zahlreiche Menschen seien persönlich bei ihr vorbeigekommen und hätten ihr Mitgefühl ausgedrückt. Aber auch online gab es empörte, wütende sowie aufmunternde Reaktionen: „Wie kann ein Mensch nur so böse sein?“, fragte zum Beispiel Jürgen Zinkel auf Facebook. „Das macht einen so wütend“, äußerte sich Melanie Gebhardt. „Wer sich an wehrlosen Tieren vergreift, gehört in die Hölle! Alles Gute kleiner, armer Freddy!“, wünschte Isabell Wiese. „Gute Besserung für den tapferen Kater, und hoffentlich findet man den Täter und er wird seiner gerechten Strafe zugeführt!“, schrieb Indira Weber-Gaspar

Den Täter zu finden, daran arbeitet derzeit die Polizei, bei der Gerhardy Strafanzeige gestellt hat. „Der aktuelle Fall wurde vom Polizeikommissariat Duderstadt zur weiteren Bearbeitung an die örtlich zuständige Polizeistation Gieboldehausen abgegeben“, erklärt Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. „Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Eine Spur auf den oder die Täter gibt es bislang nicht.“ 

Mithilfe der Öffentlichkeit

Grundsätzlich suche die Polizei bei derartigen Delikten zeitnah die Mithilfe der Öffentlichkeit, erklärt Kaatz. Dabei hoffen die Beamten auf Zeugen, die das betroffene Tier irgendwo gesehen oder die Tat vielleicht beobachtet haben, beziehungsweise andere Hinweise geben können, die für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung sein können. „Hierzu erfolgt grundsätzlich die Veröffentlichung einer Pressemitteilung, die wir dann zusätzlich auch über unsere Social-Media-Accounts auf Facebook und Twitter verbreiten“, so die Polizeisprecherin.

Parallel dazu nehme der zuständige Sachbearbeiter die weiteren Ermittlungen auf, führe zum Beispiel Nachbarschafts- oder Anwohnerbefragungen und suche den unmittelbaren Kontakt zum Tierhalter. 24 Tierquälereien angezeigt„Insgesamt wurden uns seit Jahresbeginn in der gesamten Polizeiinspektion Göttingen, also im Landkreis Göttingen inklusive Altkreis Osterode, 24 Taten angezeigt“, berichtet Kaatz. „Die Art und Weise der Tathandlungen sind unterschiedlich.“ Im überwiegenden Teil handele es sich um das Vergiften oder versuchte Vergiften eines Tieres mittels ausgelegter Giftköder. Aber auch vernachlässigte Pflege und Haltung, das Zurücklassen von Hunden bei großer Hitze im Auto und das Attackieren eines Pferdes mit einer Heugabel seien darunter. „Die Fallzahlen bewegen sich bislang auf dem Niveau der Vorjahre 2017 und 2018“, so die Beamtin. 

Hinweise an die Polizei

Im Fall des misshandelten Katers Freddy hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise nehmen die Beamten in Gieboldehausen unter Telefon 05528 / 
20 54 570 entgegen.

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