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Gieboldehausen Rat in Rhumspringe akzeptiert verspätetes Schreiben
Die Region Gieboldehausen Rat in Rhumspringe akzeptiert verspätetes Schreiben
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18:30 27.07.2018
Anwohner kritisieren geplanten Standort der Kindertagesstätte auf der Wiese hinter der Grundschule. Quelle: Rüdiger Franke
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Rhumspringe

„Die Eingabefrist ist bereits am 15. Mai abgelaufen“, erzählt der Bürgermeister. Deshalb hätte der Rat ihn nicht mehr behandeln müssen. „Doch wir wollen in diesem Fall noch für eine Gleichbehandlung sorgen.“ Der Schreiber fragte in seinem Text, warum der gemeinsame Kindergarten für Rhumspringe, Rüdershausen, Wollershausen und Lütgenhausen auf der Wiese hinter der Turnhalle an der Grundschule gebaut werden soll. Er bezog sich darauf, inwieweit die Schulkinder von dem zu erwartenden Lärm abgelenkt werden.

Sorge um Lärm

Lärm war auch bereits in den vorherigen Einspruchsschreiben thematisiert worden. Allerdings hatten die Anwohner, die die Schreiben verfasst hatten, mehr Sorge um den Geräuschpegel, für den das ihrer Ansicht nach steigende Verkehrsaufkommen sorgen werde. Aber auch ein steigendes Gefahrenpotenzial für die Kinder gehe von dem zunehmenden Verkehr aus. Darüber hinaus sorge dieser zusätzlich für mehr Abgase und könne nach Angaben der Schreiber dadurch eventuell zu Gesundheitsgefährdungen sorgen.

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Gutachten beauftragt

Die Bauaufsicht des Landkreises Göttingen hatte angeregt, dass die Prüfung eventueller immissionsschützender Maßnahmen nicht erst im Baugenehmigungsverfahren sondern bereits im Aufstellungsverfahren des Bebauungsplanes erfolgen sollte. „Wir haben die erforderlichen Gutachten bereits gestellt“, erklärte Jacobi. Die Gemeinde müsse jetzt die Ergebnisse abwarten. Das könne sechs bis acht Wochen dauern. Einstimmig wurden die einzelnen Punkte zu den aus der öffentlichen Auslegung resultierenden Einwendungen abgestimmt.

Hose einstimmig gewählt

Einstimmig erfolgte auch die Wahl von Barbara Hose (CDU) als Nachfolgerin von Barbara Dietrich (CDU) im Amt der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin. „Die Wahl erfolgte turnusgemäß“, erklärte Jacobi. Das sei bereits bei der Wahl abgesprochen worden, dass es eine Veränderung geben werde. Die Besetzung des Verwaltungsausschusses wurde entsprechend angepasst.

Neues Baugebiet

Als weiteres Thema wurde über den Bebauungsplan Nummer 16 „Südlich der Schule“abgestimmt. In dem Baugebiet werden zwölf statt der ursprünglich geplanten 13 Grundstücke festgelegt. Nach Angaben des Bürgermeisters ist die Hälfte der Plätze bereits reserviert. Die Interessenten hatten sich auf ihrer Seite für größere Grundstücke ausgesprochen, weshalb die Anzahl der Bauplätze um einen sank. Die übrigen noch zur Verfügung stehenden sechs Grundstücke bieten Flächen von 519 bis 722 Quadratmetern.

Von Rüdiger Franke

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