Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Gieboldehausen Kita-Neubau Obernfeld: „Sind auf gutem Weg“
Die Region Gieboldehausen Kita-Neubau Obernfeld: „Sind auf gutem Weg“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:01 30.10.2019
Obernfelds Bürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld auf dem Grundstück, auf dem die neue Kita entstehen soll. Quelle: Eichner-Ramm
Anzeige
Obernfeld/Rollshausen

Was tut sich beim geplanten Kita-Neubau in Obernfeld? Gemeindebürgermeister Karl-Bernd Wüstefeld sagt: „Wir sind auf einem guten Weg“. Doch es seien noch ein paar Hürden zu nehmen.

Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“

2010 haben Bund und Länder gemeinsam das Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ gestartet. Dieses hat zum Ziel, die Daseinsvorsorge der Städte und Gemeinden im ländlichen Raum dauerhaft und bedarfsgerecht für die Zukunft zu sichern. „Kommunen werden dabei unterstützt, ihre städtebauliche Infrastruktur der Daseinsvorsorge gemeinsam zu verbessern, zu modernisieren und bedarfsgerecht anzupassen“, heißt es in der Programmstrategie. Beispiele für förderfähige Projekte wären zum Beispiel die bauliche Anpassung von Mehrzweckgebäuden an veränderte Nutzerstrukturen, die Umnutzung leerstehender Schulen oder Feuerwehrhäuser, die Anpassung der Kindergarteninfrastruktur oder die Schaffung von Barrierefreiheit. Bis zu zwei Drittel der Ausgaben für entsprechende Projekte können gefördert werden. Die Samtgemeinde Gieboldehausen ist seit 2015 im Förderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden –überörtliche Zusammenarbeit und Netztwerke“ mit drei Projekten der Mitgliedsgemeinden vertreten. Zum einen ist das der geplante Kita-Neubau in Obernfeld, zum anderen das von den Gemeinden Rhumspringe, Rüdershausen und Wollershausen gemeinsam getragene Bauprojekt einer neue Kita am Standort Rhumspringe, sowie die Erweiterung und Aufwertung der Mehrzweckhalle Rollshausen zum Treffpunkt.

Im Rahmen des Förderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden –überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ ist das Neubauprojekt der Gemeinde Obernfeld eines von drei Projekten, mit denen die Samtgemeinde Gieboldehausen seit 2015 im Förderprogramm aufgenommen ist.

Der Kita-Neubau in der Gemeinde Obernfeld soll künftig Kinder aus dem Einzugsgebiet der Gemeinden Rollshausen, Obernfeld und Germershausen aufnehmen. Derzeit gehen die Obernfelder Kinder in die Kita in Rollshausen. Doch dort geben die Räumlichkeiten keine Erweiterungsmöglichkeiten her. Schon jetzt gibt es eine Außengruppe, um die derzeit rund 70 Kinder alle unterzubringen. Etwa die Hälfte kommt aus der Nachbargemeinde Obernfeld.

Hoffen auf Nachschlag beim Zuschuss

Nach intensiven Beratungen in beiden Gemeindegremien fielen die Beschlüsse am Standort Obernfeld einen Neubau als gemeinsame Kindertagesstätte für Obernfeld und Rollshausen/Germershausen auf den Weg zu bringen. Das Vorhaben wurde mit einer groben Planung samt einer ersten Kostenschätzung der Gemeinde Obernfeld in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro in das Förderprogramm aufgenommen. Die Förderzusage fiel indes niedriger aus als erhofft. Deshalb und aufgrund gestiegener Preise wurde inzwischen ein Nachschlag beantragt. Inzwischen geht man von einem Volumen von rund zwei Millionen aus und erhofft sich einen Zweidrittel-Zuschuss aus dem Fördertopf.

Die geplante neue Kindertagesstätte in Obernfeld soll drei Kindergarten-Gruppenräume für jeweils 25 Kinder, Platz für zwei Krippengruppen, Ruheraum und Mehrzweckraum bieten. Die Gemeinde Obernfeld wäre Bauherr.

„Es war uns wichtig, das Projekt in der Innenentwicklung zu verwirklichen und nicht raus auf den Acker zu gehen und Fläche zu verbrennen“, betont Wüstefeld. Zwischen Pfarrhaus und Pfarrheim liegt das Grundstück, das aus Sicht der Gemeinde für den neuen Kita-Neubau geeignet wäre.

Grundstücksverhandlungen „kurz vor Abschluss“

In den vergangenen Monaten hat die Gemeinde daher Grundstücksverhandlungen mit der Kirchengemeinde und dem Bistum Hildesheim geführt. „Die Verhandlungen sind soweit gediehen, dass wir uns mit dem Bistum und dem Propst geeinigt haben“, so Wüstefeld. Zu klären war zum Beispiel auch, wie groß das Gelände für den geplanten Kita-Neubau sein müsste, so der Obernfelder Bürgermeister. Jetzt stünden die Grundstücksverhandlungen „kurz vor Abschluss“.

Fest stehe nach Angaben von Wüstefeld, dass weder Pfarrhaus noch Pfarrheim nebst Kegelbahn von dem Kita-Neubau betroffen seien. Sie blieben im Eigentum der Kirche. Propst Galluschke indes hat bestätigt, dass der Gemeinde das für den Neubau benötigte Grundstück zur Verfügung gestellt werden solle. Das Bistum sei darüber hinaus bestrebt, das leerstehende Pfarrhaus zu veräußern.

Ein paar Unwägbarkeiten gebe es nun noch, so Wüstefeld. Allem voran hofft die Gemeinde, bis zum Jahresende auf Bewilligung der nachgemeldeten Mittel. „Das ist noch offen.“ Im Bezug auf die Finanzierung müsse abgewartet werden, „wie wir mit den Mehrkosten umgehen“.

Bauphase 2021 möglich?

Würde der Fördernachschlag gewährt, könnte im Frühjahr 2020 mit der Detailplanung für den Neubau begonnen werden. Dafür sei noch mit der zuständigen Landesbehörde zu klären, welche Anforderungen die neue Kita erfüllen muss, nennt Wüstefeld weitere Schritte. In die Planung soll auch die Einrichtung in Rollshausen einbezogen werden. Außerdem müsse die Gemeinde noch den Bebauungsplan ändern. Läuft alles glatt, „hätten wir 2021 die Bauphase“. Wüstefeld: „Am 31. Dezember 2022 muss das Projekt komplett abgerechnet sein“.

Die Autorin erreichen Sie per E-Mail an b.eichner-ramm@eichsfelder-tageblatt.de oder unter Telefon 05527/9499712.

Von Britta Eichner-Ramm

Einen Besucheransturm hat der 13. Kunsthandwerkermarkt in Ebergötzen erlebt. 30 Anbieter präsentierten unter anderem handgeschöpfte Seife, Kreatives aus Holz, individuellen Schmuck und Kunstvolles aus Keramik.

27.10.2019

Der mobile Blitzanhänger der Kreisverwaltung muss eine Zwangspause einlegen: Unbekannte hatten die Kamera mit Pfählen blockiert.

27.10.2019

Auf dem Ball des Kreisschützenverbandes Südharz in Gieboldehausen hat der Verband seine Könige und die Sieger des Pokalschießens proklamiert.

29.10.2019