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Gieboldehausen So ergeht es Ehbrecht im Landtag
Die Region Gieboldehausen So ergeht es Ehbrecht im Landtag
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00:25 26.11.2018
Der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht im Gespräch zum Thema „Ein Jahr im Landtag“. Quelle: Niklas Richter
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Obernfeld

 Nach kurzem, „spannendem Wahlkampf“ ist Thomas Ehbrecht im Wahlkreis 15 Duderstadt für die CDU in den Landtag gewählt worden. Er trat am 14. November die Nachfolge von Lothar Koch (CDU) an, der 24 Jahre lang die Belange des Eichsfeldes und der Region gegenüber dem Land vertreten hat. Ehbrecht trat in große Fußstapfen, spricht von den großen Verdiensten seines Vorgängers, aber der Obernfelder geht seinen eigenen Weg. „Am Ende wird man an den Ergebnissen gemessen“, sagt der 54-Jährige: „Ich glaube, ich habe auch schon einiges getan.“

„Langeweile kommt nicht auf“

Ehbrecht ist Mitglied „im zweitwichtigsten Ausschuss“, dem Wirtschaftsausschuss“. Als Unternehmer könne er da seine Wirtschaftskenntnisse einbringen. Dazu gehört er dem Ausschuss für Wissenschaft und Kultur an. „Das Plenum ist die große Bühne, in den Ausschüssen wird die Arbeit gemacht“, fasst der Eichsfelder zusammen. Zu dieser Arbeit zählen außer den Sitzungen der Ausschüsse – zusammen waren das Ehbrecht zufolge 38 Wirtschafts- und 21 Wissenschafts-Ausschusssitzungen – auch die Ausschüsse, in denen er Vertreter ist: der Landwirtschafts-, der Sozial- und der Petitionsausschuss. Wöchentliche Fraktionssitzungen, Fraktions-Vorbesprechungen zu den Ausschüssen und Koalitions-Besprechungen, Arbeitskreise und die Termine im Wahlkreis – „mein Terminkalender ist gut gefüllt. Langeweile kommt nicht auf“, berichtet Ehbrecht.

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Während seines ersten Jahres als Mitglied des Landtages (MdL) habe er fast alle Gedenkstätten besucht, hatte Termine in den Krankenhäusern der Region, schaute sich in der Justizvollzugsanstalt in Rosdorf um und absolvierte zahlreiche Betriebsbesuche. Die Arbeit als Abgeordneter mache Spaß, versichert Ehbrecht. Wenn man feststelle, dass man etwas geschafft habe, sei das Motivation, noch mehr zu machen, begründet er. Hochachtung zolle er seinen beiden Vorgängern Lothar Koch und Willi Döring, die beide über Jahrzehnte hinweg als Abgeordnete aktiv waren. „Das waren ganz andere Arbeitsbedingungen“, so Ehbrecht. Während beide noch viele Akten wälzen und herumtragen mussten, sei die Landtagsarbeit heute fast papierlos. Und produktiv, wie der Eichsfelder findet.

Mehr bewirken als in der Opposition

Die große Koalition habe inzwischen „alles angeschoben, was umzusetzen ist“, betont der Abgeordnete mit Blick auf den Koalitionsvertrag. Dabei nennt er die Digitalisierung und Breitbandversorgung ebenso als Beispiel wie das Sportstättenförderprogramm. Es mache Spaß mitzuregieren, so Ehbrecht, denn „da kann man mehr bewirken, als wenn man Opposition wäre“.

Die Aufgabe als Landtagsabgeordneter bezeichnet der Eichsfelder MdL als „eine tolle Herausforderung“. Es sei schön, wenn die südniedersächsischen Abgeordneten Erfolge für die Region erzielen. Er habe nicht nur den eigenen Wahlkreis im Blick, sondern den gesamten südniedersächsischen Raum und das Eichsfeld über die Landesgrenze hinaus. Zusammen mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Gerd Hujahn (Wahlkreis 16 Göttingen/Münden) und der SPD-Abgeordneten des Wahlkreises 17 Göttingen-Stadt und Landtagspräsidentin Gabriele Andretta arbeite er in der südniedersächsischen Groko „im Schulterschluss eng an eng zusammen“, um etwas für den Süden des Landes zu bewegen, so Ehbrecht. Sei es, wenn es um die Universitätsmedizin oder die Theater in Göttingen, die Zukunft des Duderstädter Krankenhauses St. Martini oder aber die Mittelfreigabe für die Planung der Umgehungsstraße Mingerode und Obernfeld geht.

Die Landtagsbühne sei schon ein anderes Parkett, das er vor einem Jahr betreten habe, meint der Unternehmer und Afrika-Fan. „Wichtig ist, dass man immer die Bodenhaftung behält“, so Ehbrecht und spricht von der Kommunalpolitik. Auch dort ist Ehbrecht vertreten: im Rat der Samtgemeinde Gieboldehausen und auch im Gemeinderat Obernfeld. Diese Erfahrung und das Denken, was die Gemeinden bewegt, komme ihm als MdL zugute.

Von Britta Eichner-Ramm

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