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Gieboldehausen Palmsonntagsprozession in Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen Palmsonntagsprozession in Gieboldehausen
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00:23 28.03.2018
Pfarrer Matthias Kaminski segnet die Palmzweige vor dem Pfarrheim in Gieboldehausen. Quelle: Niklas Richter
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Gieboldehausen

Am Sonntag ist in Gieboldehausen der Palmsonntag gefeiert worden. Nach der Palmweihe zog die Gemeinde als Prozession vom Pfarrhaus zur Sankt-Laurentius-Kirche, wo Pfarrer Matthias Kaminski einen Gottesdienst hielt. Erinnert wird an Jesu Einzug nach Jerusalem und an seine Leidensgeschichte.

Der Palmsonntag steht am Beginn der Karwoche. An ihm erinnern sich Christen an die Leidensgeschichte und Kreuzigung Jesu. Pfarrer Matthias Kaminski erzählte, wie Jesus von den Menschen jubelnd in Empfang genommen wurde, als er auf einem Esel nach Jerusalem einritt. Er hatte Kranke geheilt und Schwachen geholfen und dadurch hohes Ansehen bei der Bevölkerung gewonnen.

Jesus verzichtete auf Statussymbole

Kaminski spannte den Bogen zur heutigen Zeit: „Heute wird viel Wert auf Statussymbole gelegt, Markenkleidung, teure Autos. Auch zu Jesu Zeiten hat es schon Statussymbole gegeben, auf die hat Jesus aber nicht geachtet. Statt auf einem hohen Ross, kam er auf einem Esel angeritten. Statt einem roten Teppich, streuten die Menschen ihm Zweige auf den Weg und breiteten Kleider aus.“ Kurze Zeit später jedoch sei Jesus von einem seiner Jünger verraten und, wiederum unter Jubel, ans Kreuz genagelt worden. Aus dieser Geschichte schloss Kaminski auf unser aller Leben: „Glück und Leid wechseln sich im Leben ab, aber Jesu Geschichte sollte uns darin bestärken, unseren Weg trotz aller Höhen und Tiefen zu gehen.“

Diese Worte sind Carolina Rohde wichtig. „In meinem Alter braucht man einen Halt“, sagte die 84-jährige. In der Hand hält sie ein paar Zweige Weidenkätzchen. „Sie sind das Symbol für die Palmenblätter, die Jesus damals auf den Weg gelegt wurden.“ Auch viele der rund 250 Menschen links und rechts der Straße hielten Weidenkätzchen oder mit Krepppapier verzierte Buchsbaumzweige in der Hand.

Blaskapelle als Begleitung

Eine kleine Blaskapelle setzte ein und spielte Lieder aus dem Gesangbuch, in die die Gemeinde einstimmte. Weihrauchduft zog durch die Luft und die Stimme des Pfarrers tönte aus einem Lautsprecher: „Dieser Umzug soll zeigen, dass wir ein Herz füreinander haben wollen, damit es sich lohnt zu leben, in Würde und Achtung.“ Außerdem erinnere der Palmsonntag daran, dass Jesus bei einem bleibe, auch wenn man von allen anderen verlassen wurde. Auf diese Worte folgte die Palmweihe, bei der der Pfarrer die Straße entlangschritt und die Zweige der Umstehenden segnete.

Die Blasmusik setzte erneut ein und die Prozession Richtung St. Laurentius Kirche sich in Bewegung. Voran schritten die Ministranten, sie hielten Zweige, Kerzen und ein mit Buchsbaum umspanntes Kruzifix in die Höhe. Ihnen folgten zwei Jungen, die einen kleinen Karren zogen, auf dem die Figur eines eselreitenden Jesus thronte. Singend schloss sich die Gemeinde der Prozession an. Auch Christa Holzborn war darunter: „Ich bin als Kind mit dieser Tradition aufgewachsen, für mich gehört die Prozession am Palmsonntag einfach dazu. Jetzt singen meine Enkel in der Kirche mit.“ Kinder aus den Gieboldehäuser Kindergärten Heilige Familie und St. Antonius sowie aus dem Kindergarten Heiliger Matthäus, Bodensee, hatten ein Singspiel für den Gottesdienst vorbereitet.

Leidensgeschichte mit verteilten Rollen

In der voll besetzten Sankt-Laurentius-Kirche wurde außerdem die Leidensgeschichte Jesu mit verteilten Rollen vorgetragen: Vom letzten Abendmahl über den Verrat durch Judas im Garten Getsemani bis hin zur Kreuzigung.

Von Gwendolyn Barthe

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