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Gieboldehausen Patronatsfest und Neujahrsempfang in Rhumspringe
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19:23 20.01.2019
Pfarrer Gerhard Reither beim Patronatsfest und Neujahrsempfang der Kirchengemeinde St. Sebastian in Rhumspringe Quelle: Rüdiger Franke
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Rhumspringe

Traditionell werde zum Patronatsfest ein Gastpfarrer eingeladen, begrüßte Rosemarie Jütte vom Leitungsteam des Kirchengemeinderates den Gast, der kein Unbekannter in Rhumspringe sei. „Gerhard Reithner hat hier seine Kindheit verbracht.“ Auch habe er 1968 in Rhumspringe seine Primiz, also die erste Messe nach der Weihe abgehalten, erzählte Grabowski.

Viele bekannte Gesichter

Auch sein silbernes Priesterjubiläum feierte der Gastzelebrant im Ort seiner Kindheit. Deshalb komme er immer wieder gern nach Rhumspringe, beteuerte Reither. „Und ich freue mich, viele bekannte Gesichter zu sehen.“ Da sei zum Beispiel der junge Mann, der sein Auto durch den TÜV gebracht habe, das schon 15 oder 16 Jahre alt war. Reithner erzählte von seinem Großvater, der aus Bodensee stammte und später in der Heide sein Geschäft aufgebaut habe. „Er machte jedes Jahr zwei Wallfahrten ins gelobte Land, das Eichsfeld“, sagte der Pfarrer, „zum Höherberg und zum Schützenfest in Bodensee.“

Sebastian als Vorbild

In der Predigt sagte Reither, der Mensch müsse sich zum einen bewegen und zum anderen sich bewegen lassen von dem, der ihn ins Leben gerufen habe. Ein gutes Beispiel sei der heilige Sebastian. Er sei Soldat gewesen. Später sei er in die Prätorianergarde des Kaisers berufen worden. Dann aber habe er etwas getan, was man Friedensdienst nennen könne. Er habe sich bemüht, inhaftierten Glaubensbrüdern Hafterleichterung zu verschaffen. Nachdem aufgefallen sei, dass Sebastian nicht die heimischen Götter anbete, sollte er hingerichtet werden. Doch habe er die Exekution durch Bogenschützen überlebt und sei in der Folge zum Warner vor Gewalttaten und zum Mahner für den Frieden geworden. Die christliche Kirche sei zu Beginn bewusst friedfertig gewesen, erzählte Reithner.

Kirche in Entwicklung

Die Kirche sei in Entwicklung, so Reither. Die Menschen müssten verstehen, dass nicht so bleiben könne, wie es „immer gewesen ist“. Er habe vor fünf Jahren von einer Utopie gelesen. Warum müsse die gesamte Kirchenleitung aus alten Männern bestehen? Es sollte nicht ein Gremium von geehrten alten Männern sein, sondern ein Arbeitsgremium zur Leitung der Weltkirche. Kardinäle sollten nur für fünf Jahre mit vielleicht einer Verlängerung gewählt werden. Darüber hinaus müssten auch Frauen eingebunden sein, denn auch Jesus habe sich von Frauen helfen lassen.

Aufruf zur Mitarbeit

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wolfgang Maur berichtete, dass sich die Gremien nach der Kirchenwahl im vergangenen Jahr konstituiert hätten. Doch er erinnerte, dass die Gemeinde vor Veränderungen stehe. Er sprach den überpfarreilichen Einsatz an, mit zwei Pfarrern in den Pfarreien Rhumspringe, Gieboldehausen und Bilshausen. Dazu brauche es Unterstützung. „Sie haben es in der Hand, gemeinsam mit Pfarrer Grabowski die Weichen für die Zukunft zu stellen und gemeinsam neue Perspektiven für den Kirchenkreis zu entdecken“, forderte er die Gemeindemitglieder zur Mitarbeit auf.

Jahresrückblick

Nach dem Hochamt versammelte sich die Gemeinde im Pfarrheim zum gemeinsamen Mittagessen. Des Weiteren gab es einen Jahresrückblick mit Bilderschau.

Von Rüdiger Franke

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