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Gieboldehausen Pfadfinder sammeln gebrauchte Handys
Die Region Gieboldehausen Pfadfinder sammeln gebrauchte Handys
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00:25 16.03.2018
Gieboldehäuser Pfadfinder unterstützen die Aktion für das Katholische Missionswerk Missio und werfen ausgediente Handys in eine Sammelkiste. Quelle: Artmann
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Gieboldehausen

„Wir sind über eine Zeitschrift der Pfadfinder auf die Aktion aufmerksam geworden und haben uns gedacht, das ist richtig cool, weil eigentlich jeder alte Handys zu Hause rumliegen hat“, erklärte Gruppenleiterin Johanna Rohland. Wir haben dann Aufsteller, Plakate und weiteres Informationsmaterial angefordert und auch über soziale Medien auf die Aktion aufmerksam gemacht“, erläuterte die 22-Jährige.

100 Mobiltelefone landen in großem Karton

Die Öffentlichkeitsarbeit trug Früchte. Rund 100 Mobiltelefone landeten in einem großen Karton. „Es ging erst schleppend los, aber dann kamen plötzlich zehn auf einmal und der Raum war voll“, berichtete Sven Homann. Einige der Besucher hätten mit Handys gefüllte Taschen mitgebracht. „Bei einzeln abgegebenen Akkus haben wir die Kontaktflächen abgeklebt, damit die Akkus nicht kaputtgehen, es zu keinen Entladungen kommt und keine Säure auslaufen kann.

Bei den Besuchern im Pfarrheim handelte es sich keinesfalls nur um Pfadfinder. „Mein Mann hat zwei Handys von anno dazumal rausgelegt“, erzählte eine Gieboldehäuserin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Die Aktion bewertet sie positiv, weil die Umwelt davon profitiere und die Handys wiederverwertet würden.

Während die Gruppenleiter im Pfarrheim auf Handyspender warteten, zogen Mitglieder der Gruppen durch den Flecken, klingelten an Türen und fragten, ob Bewohner alte Handys abgeben möchten. Der Erfolg dieser Aktion war begrenzt: „Viele haben nicht aufgemacht oder sie sagen, dass sie keine Handys haben“, schilderte Melina Wilke ihre Erfahrungen. „Eine Frau hat gesagt, dass sie erst gucken will, ob sie die alten Handys findet und will sie dann hierherbringen“, erklärte Theresa Kerl.

Handyspender können Aktion weiter unterstützen

Wer am Mittwoch keine Zeit hatte, kann seine gebrauchten Handys bis Ostern im Pfarrheim, Mittelstraße 1, in eine Sammelbox werfen, die im Eingangsbereich steht. „Wir möchten auch im Rathaus eine solche Kiste aufstellen“, berichtete Rohland.

Die Kisten werden nach Abschluss der Sammlung an das Missionswerk geschickt, das die Handys an die Verwertungsfirma Mobile-Box weiterleitet. Dort werden die in Althandys enthaltenen wertvollen und oftmals unter großer Umweltzerstörung gewonnenen Rohstoffe aufbereitet und wiederverwertet. Außer den besonders wertvollen und nur begrenzt vorkommenden „Seltenen Erden“ seien auch Rohstoffe wie Kupfer und Gold in den Mobiltelefonen verarbeitet.

Für jedes Handy, das noch benutzt werden könne, würden zwei Euros an Missio gespendet, für jedes Handy, das recycelt werde, seien es 40 Cent, erläutert Jannis Goldmann, ebenfalls Gruppenleiter. Die Gelder sollen insbesondere dazu verwendet werden, die Schulbildung im Kongo zu unterstützen, damit die Kinder nicht nach den Erzen graben müssen. Die Kinderarmut könne damit reduziert und ihnen Bildungschancen gegeben werden, verdeutlicht Rohland ein wichtiges Ziel.

Von Axel Artmann

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