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Gieboldehausen Gleichnis vor tierischem Segen
Die Region Gieboldehausen Gleichnis vor tierischem Segen
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00:17 28.09.2016
Zum Abschluss des Wallfahrtsjahres segnet Pfarrer Matthias Kaminski die Pferde. Quelle: Franke
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„Ich begrüße Sie heute hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so Kaminski, „lachend, weil es der Herrgott mit dem Wetter heute noch einmal richtig gut mit uns meint, und weinend, weil ich Sie nun ein halbes Jahr nicht hier oben treffen kann.“

In seiner Predigt sprach Kaminski über das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus aus dem Lukasevangelium, denn Jesus würde mit diesem Gleichnis, dass er den Pharisäern erzählte, die Reichen aufrütteln wollen. „Im Leben treffen wir die Wahl zwischen Gut und Böse“, so der Gieboldehäuser Pfarrer. Und im Gleichnis werde der reiche Prasser dafür bestraft, dass er zwar nichts Böses tue, aber es unterlasse, Gutes zu tun. „Wir sind satt, haben Wohnkomfort und technische Geräte, die uns das Leben erleichtern“, zog Kaminski den Vergleich in die heutige Welt. „Wir sind so verwöhnt, dass wir denken, dass wir ein Anrecht darauf haben. Das steht uns doch zu.“ In den Augen vieler Menschen auf der Welt aber seien wir die reichen Prasser.

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Jesus habe es vorgemacht. „Jesus steht auf der Seite der Verlierer“, erläutert Kaminski. Er sei aber nicht wie ein Wahlredner, der sich mit schönen Worten mit allen solidarisiere. Vielmehr verkünde Jesus es zwar auch mit Worten, zeige es aber auch mit seinem alltäglichen Tun.

Im Anschluss an die Messe segnete Pfarrer Kaminski die Pferde, Hunde und auch eine Ziege, „damit sie im kommenden Jahr von Krankheiten und Unfällen verschont bleiben“. Denn die Tiere wären treue Begleiter ihrer Menschen und zählten zur Familie.