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Gieboldehausen Rat der Samtgemeinde hat Lärmaktionsplan beschlossen
Die Region Gieboldehausen Rat der Samtgemeinde hat Lärmaktionsplan beschlossen
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05:00 22.06.2019
Ein Nachtfahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen sowie Geschwindigkeitskontrollen in Obernfeld hat der Rat der Samtgemeinde Gieboldehausen am Donnerstag gefordert. Quelle: Lueder
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Gieboldehausen

Ein Nachtfahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen sowie Geschwindigkeitskontrollen in Obernfeld hat der Rat der Samtgemeinde Gieboldehausen am Donnerstag gefordert. Der Beschluss eines Lärmaktionsplans stand auf der Tagesordnung. Dringlichster Punkt war der Schutz der Obernfelder gegen Verkehrslärm auf der Bundesstraße 247, die mitten durch den Ort führt. Dort hat der Verkehr seit der Grenzöffnung vor 30 Jahren massiv zugenommen. Zahllose schwere Lkw lassen die Tassen in den Häusern an der Hauptstraße, die zum Teil gerade einmal einen Meter von der Straße entfernt stehen, wackeln, klagen Anwohner. Autofahrer halten sich – vor allem am Ortsein- und -ausgang – nicht an die Geschwindigkeitsbeschänkung.

Zum Teil werden Lkw, die im Ort nur 30 Kilometer pro Stunde fahren dürfen, überholt. Darin, dass etwas passieren muss, sind sich CDU und SPD einig. Die Handlungsmöglichkeiten der Samtgemeinde sind allerdings begrenzt, gab Bürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) zu bedenken. Um die Anordnung des Nachtfahrverbots auf der Bundesstraße könne die Samtgemeinde nur bitten. Er hoffe, dass den Zuständigen der Fluss des Verkehrs nicht wichtiger sei als die Gesundheit der Anwohner, so Arnold Sommer (SPD). Rascher umsetzen ließen sich Geschwindigkeitskontrollen.

Planungen für Umgehungsstraße in 2020

Die beste Lösung ist nach Einschätzung des Rats der Bau einer Ortsumgehung. Bereits vor einem Jahrzehnt hätten sie den SPD-Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann bei einem Vor-Ort-Termin um Hilfe gebeten, erinnerte sich Sommer. Geld für die Planung stehe mittlerweile bereit, teilte der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht (CDU) auf Tageblatt-Nachfrage mit. Der Ratsherr, der als Obernfelder persönlich betroffen ist, hatte aufgrund der Sitzungswoche in Hannover nicht in Gieboldehausen sein können. Das Straßenbauamt, so Ehbrecht, habe ihm versichert, dass die entsprechenden Aufträge europaweit ausgeschrieben würden. Allerdings seien die Planungsbüros derzeit stark ausgelastet. Er hoffe, dass die Planungen 2020 beginnen könnten.

Zu dem Aktionsplan, den die Verwaltung vier Wochen lang ausgelegt hatte, waren neun Stellungnahmen von Bürgern eingegangen, berichtete Bürgermeister Ahrenhold. Hinterfragt wurde das Ergebnis der vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim vorgenommenen Berechnungen bezüglich der Rahmenfaktoren Fassadenpegel und der Anzahl der betroffenen Oberfelder. Die berechneten Lärmpegel berücksichtigen den Abstand zur B 247 und mögliche Reflexionen an den gegenüberliegenden Hauswänden, erfuhr die Verwaltung auf Nachfrage.

Bürger zweifeln Zahlen der Behörde an

In Obernfeld sind in der Nacht 100 Personen von einem Lärmpegel von 50 bis 55 Dezibel (A) und 42 Personen von mehr als 60 Dezibel (A) betroffen. Die Wahrnehmung von Lärm sei jedoch subjektiv beeinflusst, weiß die Verwaltung. Nicht schlüssig erscheinen den Bürgern die Zahlen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Diese stammen aus einer bundesweiten Erhebung, die im Jahr 2015 erfolgte, teilte die Behörde mit. Abweichungen könnten sich dadurch ergeben, dass die kilometerweit auseinander liegenden Zahlstellen nicht an jeder Abbiegung positioniert seien.

Für Erstaunen bei Ortskundigen sorgte, dass die Verkehrsbelastung auf der B27 östlich von Gieboldehausen um sechs Prozent höher liegen soll als westlich des Orts. Das könnte damit zu tun haben, dass sich wichtige Zentren der Metropolregion aus Gieboldehausen und Herzberg schneller über die B243 und die A7 erreichen lassen als über die B27 nach Westen. Abweichungen könnten sich zudem aufgrund von Baustellen auf der A 7 ergeben, die weiträumig über die B 27 umfahren würden.

Von Michael Caspar

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