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Gieboldehausen Ehrenmal in Krebeck steht nach Sanierung wieder
Die Region Gieboldehausen Ehrenmal in Krebeck steht nach Sanierung wieder
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16:00 08.04.2019
Stefan Rost und Arne Ortgies, Mitarbeiter bei Bachmann und Wille, positionieren den Soldaten auf dem Sockel des restaurierten Denkmals. Quelle: Markus Hartwig
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Krebeck

Das Kriegerehrenmal von 1926 in Krebeck ist am Montag nach Restaurierungsarbeiten wieder an seinem ursprünglichen Standort errichtet worden. Das Thema hatte für Gesprächsstoff im Ort gesorgt.

Die Diskussion um den Fortbestand der Anlage habe 2013 ihren Anfang gefunden, erinnerte sich Gemeindebürgermeister Frank Dittrich (CDU). Verwittert und ramponiert sah die im Jahr 1953 nach Kriegsschäden komplett neu errichtete Gedenkstätte aus, ganz zu schweigen von Beschädigungen an der Skulptur selbst und abgeschlagenen Ecken und Kanten an Namenstafeln, Sockel und Randsteinen.

Unterschiedliche Standorte

Zur Diskussion gehörte auch die Entscheidung über den künftigen Standort der Anlage. Bürgermeister Dittrich: „Es gab unterschiedliche Varianten. Zur Wahl standen die leichte Versetzung des Ehrenmals, ein Aufbau an komplett anderer Stelle oder ein Neuaufbau im Bereich des Friedhofs. Man entschied sich schließlich dafür, den ursprünglichen Platz beizubehalten, aber leicht nach vorne zu ziehen.“ Für ihn, so der Bürgermeister weiter, seien die unterschiedlichen Auffassungen zur Symbolik der Anlage zwischen jüngerer und älterer Generation interessant gewesen. „Mehrheitlich haben wir mit dem Beibehalten des Standortes eine für alle tragbare Lösung gefunden.“ Einen komplett anderen Standort hatten die Teilnehmer an einer Bürgerversammlung zur Zukunft des Ehrenmals mit großer Mehrheit abgelehnt.

Das Erscheinungsbild des Ehrenmals aus Sandstein sollte sich nicht ändern. Dafür zeichnete die Göttinger Firma Bachmann und Wille verantwortlich, die den Auftrag zur Grundsanierung der gesamten Anlage für 32000 Euro übernommen hatte. Die Schrifttafeln wurden gereinigt und die Namen nachgezogen. Ein Teil der Sandsteine musste erneuert, andere konnten nach Bearbeitung wiederverwendet werden. Und auch die Platten der Anlage habe man behalten. Nach einer entsprechenden Reinigung wurden die Fugen mit einem speziellen Harz befüllt, das Unkrautwuchs verhindern soll.

Aufbau über mehrere Tage

Am Montagmorgen kamen die Bachmann und Wille-Mitarbeiter Arne Ortgies und Stefan Rost mit ihren Laster zum schon halb errichteten Ehrenmal in Krebeck. Mit dabei hatten sie in der Hauptsache den niederknienden Soldaten, der die Spitze des Ehrenmals bildet. Sockel samt restaurierter Schrifttafeln leuchteten in hellem Sandstein, die neu und modern gestaltete Anlage lädt, wenn der Rasen komplett angewachsen ist, zum Verweilen ein.

Mitarbeiter der Firma Bachmann und Wille positionieren die Plattform für den knienden Soldaten. Quelle: Markus Hartwig

Ortgies steuerte den Kran samt festgezurrter Skulptur über Fernsteuerung zuverlässig zu ihrem Standort, wo sie per Millimetermaß abgesenkt wurde. Insgesamt dauerte das Errichten des Ehrenmals mehrere Tage. Zuerst wurde der sanierte Sockel am Standort errichtet. Am Montag folgte das Aufsetzen der Skulptur sowie das Verfugen. Am Dienstag stehen dann Nacharbeiten an, die nach dem Trocknen der Fugenmasse erledigt werden.

Originalität beibehalten

Das Ehrenmal wurde von Bachmann und Wille im vergangenen September Stück für Stück abgebaut und zur Restaurierung nach Göttingen gefahren. Und die Arbeiten hatten es in sich. Die Maßgabe war, möglichst viel von der ursprünglichen Originalität beizubehalten. Insgesamt aber, so der Restaurator im Handwerk, Claus-Dieter Bachmann, im August 2018 im Eichsfelder Tageblatt, sei das Denkmal insgesamt in einem schlechten Zustand. „Wir wollen dafür sorgen, dass das Ehrenmal wieder ansehnlich aussieht.“

Eine weitere Überraschung lieferte das Ehrenmal beim Abbau: Die Steinmetze stießen auf eine Rolle mit Dokumenten aus den Zeiten der Einweihung sowie des Neubaus Mitte des vorigen Jahrhunderts. Bei der wiederholten Grundsteinlegung ergänzte Bürgermeister Dittrich die Schriftstücke mit Zeitungsbeiträgen zum Thema aus dem vergangenen Jahr.

Restaurierung war Herausforderung

Dass die Restaurierung eine Herausforderung war, bestätigten die Steinmetze Arne Ortgies und Stefan Rost. „Wir haben altes und weiches Material vorgefunden, das sorgfältig bearbeitet werden musste. Die Hände der Skulptur mussten wir zudem neu modellieren“, berichteten sie, während sie am Montag das restaurierte Ehrenmal aufbauten.

Mehr Spielfläche für den Kindergarten

Während die Arbeiten in der Werkstatt ihren Lauf nahmen, wurde weiter am Gesamtbild der Anlage gearbeitet, und der Platz neu gestaltet. So wurde der Weg erneuert und barrierefrei gestaltet. Nach der Sanierung wurde das Ehrenmal fünf Meter vor seinem bisherigen Standort aufgebaut. Vorteil: Für den Kindergarten konnte in diesem Zuge mehr Platz geschaffen werden. „Sobald der Rasen besser angewachsen ist, wird der Zaun des Kindergartens nach vorne gezogen“, kündigte Dittrich an. „So entstehen 120 Quadratmeter mehr Spielfläche.“

Von Markus Hartwig

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