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Rhumspringe Rhumspringe feiert die Wiesn im Schützenhaus
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16:12 23.09.2019
Beim Oktoberfest des TC Rhuma herrscht ausgelassene Stimmung. Quelle: r
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Rhumspringe

Gaudi nach bayrischer Art: Bereits zum 30. Mal wird in Rhumspringe Oktoberfest gefeiert. Das erste Fass wird am Sonnabend um 18.30 Uhr im Schützenhaus angestochen. Organisiert wird die Rhumspringer Wiesn seit jeher vom TC Rhuma, seit zwei Jahren steuert auch die Qumpanei, eine Männergruppe aus dem Ort, ihre Ideen bei.

„Wir waren selbst ein wenig überrascht, dass wir dieses Jahr ein Jubiläum haben“, sagt Reinhard Koch vom Tennisclub Rhuma. Für die Veranstalter sei dies aber ein schönes Kompliment: „Wir haben es geschafft, aus einem einfachen Sommerfest mit Oktoberfestbezug eine echte Tradition zu machen. Und wenn etwas den Zusammenhalt im Dorf stärkt, dann sind es Traditionen und Bräuche.“

Tradition seit mehr als 30 Jahren

1988 wurde das Fest zum ersten Mal ausgerichtet, damals allerdings im Sommer unter dem Namen „Bayerischer Frühschoppen“. Seit 1993 heißt es Oktoberfest und wird im September gefeiert. „Es ist das älteste Oktoberfest im Eichsfeld“, betont Koch stolz. Der TC Rhuma organisiert die Wiesn von Anbeginn, gemeinsam mit der Qumpanei setzen sich die Vereine generationsübergreifend für „die Stärkung einer aktiven Veranstaltungskultur in Rhumspringe ein. „Viele junge Leute ziehen in die Städte. Kein Wunder: Dort ist jeden Abend Halligalli“, sagt Christian Rosenthal von der Qumpanei. Auf dem Land gebe es weniger Anreize, abends noch das Haus zu verlassen. Dabei „ist Geselligkeit gerade auf dem Dorf wichtig“, meint er. Das Oktoberfest solle dazu beitragen, damit die Menschen wieder zusammenkommen und dabei eine gute Zeit verleben.

Halligalli in Rhumspringe

Damit am Sonnabend auch in Rhumspringe Halligalli herrscht, sorgen die Organisatoren für Original Ecklingeröder Blasmusik. Die Gruppe spielt zum dritten Mal in Folge beim Rhumspringer Oktoberfest auf der Bühne. Sie wird auch in diesem Jahr mit ihrem Mix aus Volks- und Stimmungsliedern sowie Klassikern der Blasmusik dem Saal einheizen. Und wer lieber den Hammer schwingt als das Tanzbein, kann seine Geschicklichkeit am Nagelklotz messen.

Feingefühl ist dagegen an der Bierrutsche gefragt. Dabei wird ein Maßkrug über eine glatte Folie geschoben. Wessen Krug am nähesten zur Kante stehenbleibt, hat gewonnen. „Das ist wie im Saloon in Amerika“, sagt Mitorganisator Koch. Gegen den Heißhunger werden bayerische Schmankerl serviert.

Besucherzahlen steigen

In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Besucher durch den Zuwachs junger Menschen gestiegen, sagt Rosenthal. Auch der Anteil der Gäste in Trachtenanzügen, Lederhosen und Dirndl sei gewachsen. „Das zeigt, dass traditionelle Feste immer noch ihre Anziehungskraft und Berechtigung haben“, so Rosenthal. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit 250 bis 300 Besuchern, teilt Koch mit. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann auch den angebotenen Fahrdienst in Anspruch nehmen – eine Meldung bei Ansgar Steinmetz genügt. Somit können die älteren Mitbürger abgeholt und wieder nach Hause gebracht werden.

Die Maß schont den Geldbeutel

Geschmückt wird das Schützenhaus in hell-blau. Um die Lichttechnik kümmern sich die jungen Männer der Qumpanei, „dann erstrahlt der Himmel so blau wie in Bayern“, betont Koch. Natürlich darf auch die frischgezapfte Maß Bier nicht fehlen. Und in Rhumspringe schont diese den Geldbeutel: Während München 11,54 Euro im Schnitt für den Liter alkoholischen Gerstensaftes aufruft, kostet die Maß hier nur sechs Euro, ein kleines Bier ist für zwei Euro zu haben. Der Eintritt kostet sechs Euro.

Das Oktoberfest ist international

Das Oktoberfest hat seinen Ursprung in München. 1810 wurde es zum ersten Mal auf der Theresienwiese in der bayerischen Landeshauptstadt ausgerichtet. Derzeit läuft dort die 186. Auflage. Mittlerweile ist das Oktoberfest international geworden: Zu den größten zählen Qingdao (China) mit etwa drei Millionen Besuchern jährlich und Kitchener (Kanada) mit rund 700 000 Gästen. Von solchen Besucherzahlen ist Rhumspringe zwar weit entfernt, doch die Atmosphäre im stimmungsvoll geschmückten Schützenhaus wird sicher nicht weniger ausgelassen sein. Dafür werden auch die Original Eckernförder Blasmusiker sorgen, die um 20 Uhr auftreten. In den vergangenen beiden Jahren heizten sie die Stimmung im Saal ordentlich an. Dazu gibt es Haxen, Leberkäse und weitere bayerische Spezialitäten für die hungrigen Gäste. Damit sich die Besucher wie beim großen Bruder der Veranstaltung in München fühlen, wird das Schützenhaus in weiß-blau geschmückt und ausgeleuchtet.

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