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Rhumspringe Unwetter in Rhumspringe: Ein ganzer Ort räumt mit auf
Die Region Gieboldehausen Rhumspringe Unwetter in Rhumspringe: Ein ganzer Ort räumt mit auf
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10:12 28.08.2019
Von dem Unwetter war nur der Ort Rhumspringe betroffen, die umliegenden Ortschaften blieben weitgehend trocken. Quelle: r
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Rhumspringe

Am Dienstag ist gegen 15 Uhr ein Unwetter über Rhumspringe hereingebrochen, so Holger Raabe, Feuerwehr-Pressemann von Gieboldehausen. „Etwa 50 Liter pro Quadratmeter“ seien über die Ortschaft nieder gegangen. „Bäume stürzten um, Straßen und Keller liefen voll Schlamm und Wasser“, so Raabe. Circa 25 Minuten dauerte der Starkregen an, Bürgermeisterin Barbara Hose (CDU) fuhr nach eigener Aussage sofort von der Arbeit nach Hause in den Ort.

„Im Schlehdorn steht das Wasser einen Meter hoch auf der Straße, das am stärksten betroffene Haus ist 150 Zentimeter hoch geflutet“, so Hose vor Ort. Die Verwüstungen seien „verheerend“, in der Schneise von den Feldern über den Holunderweg bis in den Schlehdorn sei das Wasser inklusive Heumahd in den Ort geflossen, somit kam es zu Problemen beim Abpumpen.

Fotos von Lesern und der Feuerwehr zeigen den Wasserstand bei und nach dem Unwetter.

Viele Feuerwehren im Einsatz

Die Feuerwehren aus Rhumspringe, Hilkerode, Gieboldehausen, Wollbrandshausen, Rüdershausen, Wollershausen, Rollshausen, Krebeck und Lütgenhausen seien sofort zur Hilfe gekommen und versuchten, mit einer Hochleistungspumpe die schlimmsten Schäden zu verhindern. Raabe spricht von rund 90 Einsatzkräften der Feuerwehren, neben den sieben Feuerwehren aus der Samtgemeinde Gieboldehausen sei zum Beispiel auch die Wehr aus Pölde dabei gewesen.

Die Schneise am Schlehdorn sei nicht der einzige Ortsteil gewesen, der überflutet war. „Auch am Ortsrand sind Wege und Häuser betroffen, die Viktoriastraße und die Straße Am Steinberg zum Beispiel“, so die Bürgermeisterin. Viel Schlamm sei im Ort aufgelaufen, die Baufirma Domeyer half „beim Wegschaffen“.

Initiative der Bürger rührt die Bürgermeisterin

Die Initiative der Ortsbewohner rührte Hose: „Ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich sehe, wer hier alles von Nachbarn und Helfern aus umliegenden Orten da ist und mit Schneeschiebern und Besen dafür kämpft, dass der Ort bald wieder frei ist.“ Sie ziehe den Hut vor den Ehrenamtlichen und Privatpersonen. „Insgesamt mussten 32 Einsatzstellen bis in den späten Abend abgearbeitet werden“, sagt Raabe.

Von Lea Lang

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