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Gieboldehausen "Wir Narren feiern ungeniert"
Die Region Gieboldehausen "Wir Narren feiern ungeniert"
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09:40 21.11.2016
Die 300 Besucher feierten einen ausgelassenen Abend.
Die 300 Besucher feierten einen ausgelassenen Abend. Quelle: NR
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Rüdershausen

Einmarsch der Garden zu Musik von Andreas Gabalier, einmal Schautanzen der insgesamt 38 Gardemädchen, dann Ausmarsch zu Klängen der Technolegenden „Scooter“. Es folgte die Ernennung von Cedrik Griess und Lisa Hasselberg zum Prinzenpaar sowie ein Dankeschön an die Handelsscheune Kirchner für das Sponsoring der neuen Narrenkappen.

Ungleich unartiger verlief die erste Büttenrede, denn der Hilkenröder Carnevals-Verein hatte Diana Tautenhahn und Petra Macke als „Otto und Else“ entsandt. Das Duo präsentierte harmlose Schenkelklopfer zum Einstieg: „Was macht ein Fußballer, der nicht mehr gut gucken kann? Der wird Schiedsrichter!“ Dann ein standesgemäßer Tusch und verhaltener Applaus. Andere Pointen über das Liebesleben auf dem Dorf funktionierten wesentlich besser.

Für tosenden Beifall sorgte später die Minigarde: Die jüngsten unter den Gardemädchen mussten ihre Choreografie zu Michael Jacksons „Black or white“ prompt ein zweites Mal aufführen und den anwesenden Eltern stand der Stolz ins Gesicht geschrieben. Dabei prägte der King of Pop den Büttenabend auch auf anderer Ebene: Das offizielle Motto in diesem Jahr war: „Ob black or white, ob rot, kariert - wir Narren feiern ungeniert“

Ausgelassen war auch der Rest des Abends: Das Harzer Hof-Theater präsentierte eine Interpretation des Klassikers „Dinner for One“, bei dem vor allem der brilliant gespielte und sturzbetrunkene Butler James dem Publikum so viel Gekicher entlockte, dass die Dialoge in den hinteren Reihen nicht mehr verständlich waren. Dem folgten die Showtänze der anderen Garden und der Prinzentanz, bevor Joachim Otto seine Büttenrede hielt: Angelehnt an die TV-Show „Bauer sucht Frau“ ging auch er auf das Liebesleben auf dem Land ein. Die Besucher quittierten es mit reichlich Applaus.

In der Pause fand Otto außerdem Zeit für eine kurze Bilanz: Er sei zufrieden, erklärte der RCC-Vorsitzende. Besonders auf die Nachwuchsarbeit ist er stolz, zumal auch die Besucher allen Altersgruppen entstammten. Dementsprechend leidenschaftlich endete der Abend: Nach dem obligatorischen Männerballett gingen die rund 300 Besucher zum gemeinsamen Tanzen bis in die Morgenstunden über.

Von Christoph Höland