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Gieboldehausen Dornieden bewirbt sich als Dezernentin
Die Region Gieboldehausen Dornieden bewirbt sich als Dezernentin
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11:04 22.11.2016
Von Kuno Mahnkopf
Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU).
Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU). Quelle: R
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Gieboldehausen

Für die der Kreisfusion geschuldete dritte Dezernentenstelle mit den Aufgabenbereichen Finanzen, Sicherheit und Ordnung seien neun Bewerbungen eingegangen, sagt Kreissprecher Ulrich Lottmann. Von Insidern als Favoritin gehandelt wird Dornieden: Sie gilt als versierte Finanzexpertin, die CDU als zweitstärkste Kraft im Kreistag hat ein Mitspracherecht für den Dezernentenposten, und es wurden ausdrücklich Frauen gebeten, sich zu bewerben.

Leicht ist das Dornieden, die bis zum letzten Tag der Bewerbungsfrist gewartet hat, nicht gefallen: „Die Bewerbung war die schwerste berufliche Entscheidung, die ich bislang zu treffen hatte.“ Sie arbeite gerne in der Samtgemeinde, betont Dornieden: „Das war keine Entscheidung gegen die Samtgemeinde.“ Mit einem guten und leistungsfähigen Team seien dort in den vergangenen fünf Jahren viele Probleme abgearbeitet und Projekte angestoßen worden, die sie gerne weiter begleiten würde, sagt die Eichsfelderin, die in Diemarden wohnt. Andererseits sei sie 20 Jahre im Finanzbereich tätig gewesen und betrachte das Stellenangebot vor der Haustür als Herausforderung, den Landkreis nach der Fusion mitzugestalten.

Der für acht Jahre Amtszeit ausgeschriebene Dezernentenposten soll im Landkreis-Stellenplan 2017 ausgewiesen werden. Mit einer Entscheidung, wer die Stelle bekommt, rechnet Lottmann im Dezember. Am 25. November würden die Bewerber Vorstellungsgespräche mit Landrat Bernhard Reuter (SPD) führen, bestätigt der Kreissprecher. Nach dieser Vorselektion würden sich dann ausgewählte Bewerber am 6. Dezember im Kreisausschuss vorstellen.

Im Fall eines Bewerbungserfolges will Dornieden die Dezernentenstelle antreten und ihr Amt als Samtgemeinde-Bürgermeisterin abgeben. „Das Band würde aber nicht zerschnitten“, sagt die 49-Jährige, die seit November 2011 als Nachfolgerin von Reinhard Grobecker (CDU) die Geschicke der Samtgemeinde lenkt und auch bei ihrer Rückkehr zum Landkreis „Brückenbauerin“ bleiben will.

Sollte Dornieden zum Landkreis wechseln, steht den Wahlberechtigten der Samtgemeinde 2017 eine neue Bürgermeister-Direktwahl ins Haus. Bis dahin würde Georg Moneke als ihr allgemeiner Vertreter die Verwaltung leiten, politische Stellvertreter sind Maria Bock (CDU) und Rainer Lentes (SPD). Für denkbar hält Dornieden eine Zusammenlegung der Bürgermeister- mit der Bundestagswahl.