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Gieboldehausen Gieboldehausen sucht Grundstück zum Tausch
Die Region Gieboldehausen Gieboldehausen sucht Grundstück zum Tausch
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00:22 16.03.2019
Die Kläranlage in Gieboldehausen – hier ein Archivfoto – soll erweitert werden. Quelle: Mischke
Gieboldehausen

Westlich der bestehenden Kläranlage befindet sich ein 12740 Quadratmeter großes Grundstück, das sich im Besitz der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius Gieboldehausen befindet. Das Gelände ist geeignet, um das zweite Klärbecken zu errichten. In verschiedenen Gesprächen mit der Kirchengemeinde hatten Pfarrer Matthias Kaminski und der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Werner Grobecker, signalisierte die Kirche ihre Bereitschaft, ihren Grundbesitz an die Samtgemeinde zu übertragen. Allerdings wünscht sich die Kirchengemeinde eine „adäquate Tauschfläche“. Und genau diese sucht die Samtgemeinde derzeit.

Verschiedene Optionen seien geprüft worden, berichtete Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) während der Sitzung des Bauausschusses am Dienstagabend. „Wir haben uns als Samtgemeinde sehr bemüht“, geeignete Flächen zu finden, die der Kirchengemeinde zum Tausch angeboten werden könnten. Allerdings war die Suche bisher nicht erfolgreich. Ahrenhold zufolge könne beispielsweise der Flecken keine Flächen anbieten, und aus der Flurbereinigung kämen nur Reststücke in Frage. Eines davon habe aber gegebenenfalls nicht die richtige Größe.

Grundstücksanzeige im Tageblatt

Aktuell setzt die Samtgemeinde auf eine Grundstücksanzeige im Tageblatt, in der drei Hektar Land angeboten wurden, so Ahrenhold weiter. Er appellierte in die Runde der Ausschussmitglieder und Zuhörer, Hinweise auf mögliche Flächen zu geben. Ende März soll es ein weiteres Gespräch mit der Kirchengemeinde geben, kündigte der Samtgemeindebürgermeister an. „Gegebenenfalls müssen wir sehen, wie wir weiterkommen“, sagte Ahrenhold, „eventuell über einen monetären Ausgleich“.

Für die Erweiterung der Kläranlage hatte sich der Samtgemeindeausschuss im November vergangenen Jahres ausgesprochen, weil die Mitte der 70er-Jahre nach der Gebietsreform erbaute Kläranlage in Gieboldehausen aufgrund ihres Alters und der stetigen Nutzung saniert werden muss. Vor allem die Beckenkrone des einzigen Belebungsbeckens weist Schäden auf. Ein Ingenieurbüro hatte die Bausubstanz analysiert und die Kosten für eine Sanierung auf rund 182000 Euro beziffert. Darin noch nicht enthalten waren die Kosten für den Abtransport des Abwassers während der Bauzeit zu den Kläranlagen Rhumspringe und Rollshausen – laut Berechnungen wären hierfür weitere 280000 Euro zu veranschlagen gewesen.

Gesamtvolumen rund 1,35 Millionen Euro

„Bei eventuellen Bauverzögerungen steigen die Kosten dann entsprechen“, sagte damals der Samtgemeindebürgermeister. Deshalb hatte das Ingenieurbüro die Empfehlung gegeben, über den Bau eines zweiten Beckens nachzudenken. „Ich bin mir sicher, dass sich die Baumaßnahme langfristig rechnen wird“, gab sich Ahrenhold überzeugt.

Ersten Kostenschätzungen des Ingenieurbüros zufolge wird von einem Gesamtvolumen der Kläranlagenerweiterung um ein zweites Becken von rund 1350000 Euro ausgegangen. Davon entfallen etwa 700000 Euro auf das neue Becken, 400000 Euro wurden für Umbauarbeiten im Bestand kalkuliert und zirka 250000 Euro werden für Nebenkosten wie Grunderwerb veranschlagt. Im Haushalt 2019 sind die Baukosten noch nicht berücksichtigt. Der Etat wurde Anfang Dezember vom Rat beschlossen, und zur aktuellen Bauausschusssitzung genehmigt, wie der Samtgemeindebürgermeister mitteilte.

Von Britta Eichner-Ramm

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