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Gieboldehausen Gieboldehäuser Schüler entwickeln Roboter für Süßigkeiten
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16:02 29.11.2019
Die späteren Verkaufssieger beim Wettbewerb des Technikplanspiels „RoboActivity“ bei der Präsentation ihres „RoboTunk“. Quelle: Jakob Reischl
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Gieboldehausen

Die süße Seite der Robotertechnik haben 16 Schüler der KGS Gieboldehausen kennengelernt. Die Stiftung Niedersachsenmetall hat in Kooperation mit dem Göttinger Unternehmen Sartorius das Projekt im Jahrgang zehn des naturwissenschaftlichen Profilkurses Gymnasium ermöglicht. Vier Tage lang haben sich die Jungen und Mädchen den Aufgaben des Technikplanspiels „RoboActivity“ gestellt. Am Donnerstag präsentierten sie die Ergebnisse.

Reiner Müller von der Stiftung Niedersachsenmetall informiert über das Projekt. Quelle: Jakob Reischl

„Wir machen das, um Jungen und Mädchen für Technik zu begeistern und einen Praxisbezug herzustellen“, sagte Reiner Müller von der Stiftung Niedersachsenmetall. Die Aufgabenstellung für die Zehntklässler während des viertägigen Projektes an der KGS war entsprechend vielschichtig. Bei „RoboActivity“ hatten die Schülerinnen und Schüler Roboter für die Süßwarenindustrie zu optimieren, erläuterte zum Abschluss des viertägigen Projektes Reiner Müller von der Stiftung Niedersachsenmetall den Eltern. Denen kam bei der Präsentation in der Schule die Rolle potenzieller Kunden zu. Sie hatten am Ende auch die Aufgabe, Punkte für die Präsentationen der vier Schüler-Unternehmen zu vergeben. Die Gesamtpunktzahl entsprach damit der Zahl der verkauften Roboter.

Tüfteln beim Technikplanspiel

Für die vier Schülergruppen stand natürlich das Tüfteln rund um die Technik im Mittelpunkt. Doch sie waren nicht nur als Entwickler kreativ, sondern sollten sich zugleich auch als Unternehmer der Konkurrenz stellen. Dabei ging es unter anderem darum Produktions- und Energiekosten zu kalkulieren, sich einen Namen für ihr Produkt zu überlegen und schließlich auch eine Pressemitteilung zum Thema „Vernichten Roboter Arbeitsplätze?“ zu verfassen. Auch sollten sie darlegen, welche Arten von Robotern es gibt oder was Roboter von Maschinen unterscheidet.

Sartorius stellt Roboter

Sartorius stellte für „RoboActive“ die Roboter zur Verfügung. Quelle: Jakob Reischl

Das Göttinger Unternehmen Sartorius als Kooperationspartner der Stiftung Niedersachsenmetall hat für das Projekt vier Roboter zur Verfügung gestellt. Dazu gab es für die 16 Zehntklässler bei „RoboActivity“ auch Unterstützung von fünf Sartorius-Auszubildenden samt Ausbildungsleiter Thomas Hilke. Die Schüler hätten weitgehend selbstständig gearbeitet, lobten sie am Donnerstag. Lediglich bei technischen Problemen mit den Robotern hätten sie geholfen.

Mit Argumenten um Kunden werben

Nacheinander stellten sich die vier Gruppen den möglichen Interessenten für den Kauf des von ihnen entwickelten Industrieroboters. Zunächst informierten sie über ihre Firma sowie die Funktionalität und Leistungsfähigkeit ihrer Roboter und lieferten Argumente, warum sich ihre potenziellen Kunden genau für ihr jeweiliges Produkt entscheiden sollten. „Weil wir in Deutschland produzieren“, lautete eine Aussage, „keiner tunkt besser“ eine andere.

Roboter-Technik in Aktion

Kekse in Kuvertüre tunken

Der Roboter nimmt das Bisquit auf, tunkt es in Kuvertüre und legt es ab. Quelle: Jakob Reischl

Im Anschluss an die Präsentation demonstrierten die Mädchen und Jungen live, wie ihre innovativen Roboter Kekse automatisiert aufnehmen, in Kuvertüre tunken und ablegen. In einem Klassenzimmer waren dafür die vier Roboter samt Töpfen mit Schokosoße und Keksvorräten aufgebaut. „Chocolate Dipper“, „Happy Sweets“, „Marshmallow Aholic“ und „RoboTunk“ hießen die Roboter, welche die vier Gruppen vorführten. Dabei beantworteten sie souverän Zwischenfragen der potenziellen Kunden nach Service und Support, möglichen Liefermengen und -zeiten sowie Rabatten bei Abnahme größerer Stückzahl.

Team „RoboTunk“ verkauft am meisten

Alle vier Gruppen fanden am Ende Abnehmer für ihre Produkte. 104 Roboter verkaufte das Team „RoboTunk“, das am Donnerstagabend sogar im Unternehmer-Outfit auftrat. Der „Chocolate Dipper“ wurde 71 Mal verkauft, 60 Roboter wurde das Team „Happy Sweets“ los und 49 Mal wurde der „Marshmellow Aholic“ geordert. Fachlehrer Christian Böker zeigte sich am Ende sichtlich stolz. Die Schüler hätten eine „Super-Leistung“ gezeigt und die Aufgaben gut gemeistert. „Ganz toll“, kommentierte er.

Stiftung Niedersachsenmetall

Die Stiftung Niedersachsenmetall hat im Jahr 2003 auf Initiative des Verbands der Metallindustriellen Niedersachsens e.V. (NiedersachsenMetall) ihre Arbeit aufgenommen. Mit einem Stiftungsvermögen von 45 Millionen Euro fördert sie mathematische, naturwissenschaftliche, technische und ökonomische Aus- und Weiterbildung. Die Ansprüche der Stiftung sind eigenen Angaben zufolge, spannende Inhalte der Naturwissenschaften und Technik für den Nachwuchs erlebbar zu machen, Einblicke in die Praxis und damit Hilfe bei beruflicher Orientierung zu geben. Die Aktivitäten der Stiftung Niedersachsenmetall konzentrieren sich den Informationen auf der Internetseite der Stiftung zufolge „im Wesentlichen auf vier Handlungsfelder, denen sie mit ihrer Arbeit kontinuierlich neue Impulse gibt: Das allgemeinbildende Schulwesen (Eine Bildungsoffensive, die in der Schule beginnt), die duale Berufsausbildung (Ein erfolgreiches Modell, das es zu stärken gilt), das Hochschulstudium (Ein Weg mit außerordentlichen Chancen) und die berufliche Weiterbildung (Lebenslanges Lernen macht Spaß)“. Mit ihrem Engagement will die Stiftung dazu beitragen, „die notwendigen Bildungsaktivitäten in Niedersachsen langfristig zu sichern“. Weitere Infos gibt es unter stiftung-niedersachsenmetall.de.

Die Autorin erreichen Sie per E-Mail an b.eichner-ramm@eichsfelder-tageblatt.de oder unter Telefon 05527/9499712.

Von Britta Eichner-Ramm

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