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Gieboldehausen „Schwesterngesang“ im Schloss Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen „Schwesterngesang“ im Schloss Gieboldehausen
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10:00 31.10.2019
Die Gruppe „Schwesterngesang“ aus Gieboldehausen: Kornelia Diederich, Gertrud Bachmann, Maria-Luise Weidemann, Monika Rompe und Marianne Hentschel. Quelle: r
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Gieboldehausen

Ihre Mutter hat sich nicht gerade durch große Musikalität ausgezeichnet – ihr Vater hingegen schon. Fünf Schwestern „von einem Elternpaar“ , wie Kornelia Diederich aus Gieboldehausen ausdrücklich betont, singen, seitdem sie denken können, treten gemeinsam unter dem Namen „Schwesterngesang“ auf. Einfach aus Lust und der gemeinsamen Freude daran.

Beigebracht hat es ihnen niemand. Ihrem Vater auch nicht. „Er hat sich alles selber beigebracht, hat viele Instrumente gespielt. Wir singen hingegen nur, denn wir waren eine große Familie und da spielte die finanzielle Seite schon eine Rolle“, erzählt Diederich. Denn die Geschwister werden noch durch den ältesten Bruder Eckard Hobrecht und den jüngsten, Helmut Hobrecht, komplettiert. Sie rahmen ihre Schwestern Gertrud Bachmann, Marianne Hentschel, Monika Rompe, Kornelia Diederich und Maria-Luise Weidemann praktisch ein.

Wöchentlicher Übungsabend

Irgendwann entstand dann die Idee, ihren Gesang auch einmal einem breiteren Publikum zu präsentieren. „Auf Feiern innerhalb der Familie singen wir meistens, aber vor einer größeren Gruppe hatten wir dies vorher noch nie getan“, erinnert sich die Gieboldehäuserin. In verschiedenen Chören wirken die Schwestern mit, investieren aber auch ganz viel Zeit in die gemeinsamen Übungsabende. Jede Woche treffen sie sich in Gieboldehausen, singen gemeinsam bei Kornelia Diederich.

Eine CD haben sie auch schon aufgenommen. „Wir sind in Weende in ein Studio gegangen und haben sie aufgenommen. Es ist eine ganz einfache CD, aber wir wollten unbedingt einmal wissen, wie es sich anhört, wenn wir singen“, erklärt die Gieboldehäuserin. Die singenden Schwestern verfügen über ein großes Repertoire. „Von christlichen Liedern bis zu aktuellen Schlagern ist bei uns alles dabei.“ Dabei beschränken sich die Eichsfelderinnen nicht nur auf deutsch gesungene Lieder.

Simple Antwort

Auf die Frage, warum denn die beiden Brüder nicht mit in den „Kreis“ aufgenommen worden sind, ist die Antwort simpel: „Es ist schwierig mit Männern und Frauen“, sagt sie und lacht herzhaft dabei.

Und sie bleiben die Schwestern im Alter zwischen 60 und 67 unter sich. Sie schaffen es immer wieder, ihr Publikum zu begeistern, haben für die Veranstaltung am Sonnabend, dem 2. November, eigens ein Abba-Medley eingeübt. „Es ist die totale Herausforderung, denn wir haben ja nie professionellen Gesangsunterricht gehabt. Wir haben gar nicht den Anspruch, perfekt zu sein, sondern machen es wirklich ausschließlich, weil es für uns reiner Spaß ist“, verdeutlicht Diederich.

Neuauflage nicht möglich

Die „Lawine“ ins Rollen brachte der älteste Cousin, Reimund Hobrecht. „Er leitet Chöre, ist sozial sehr engagiert und hat unseren ersten Auftritt organisiert“, erinnert sie sich. Die damaligen Mitwirkenden sind allerdings nicht mehr dabei, denn aus zeitlichen Gründen und durch die unterschiedlichen Lebensmittelpunkte war es nicht möglich, eine Neuauflage auf die Beine zu stellen. Doch auch die Zusammensetzung am ersten November-Wochenende verspricht viel musikalisches Können.

Die Musikalität innerhalb der Familie soll bereits auf ihren Großvater Josef Hobrecht zurückgehen, der bereits 1962 gestorben ist. „Ob das tatsächlich so ist, wissen wir natürlich nicht. Wir wissen von unserem Vater, dass er ein wunderbarer Mensch gewesen sein soll“, erzählt Diederich über ihren Großvater, der Bürgermeister in Gieboldehausen war und den klangvollen Spitznamen „Der Kaiser“ hatte.

Schwesterngesang“ erwartet Überraschungsgäste

Konzertabend im Schloss Gieboldehausen

Der Konzertabend, bei dem die fünfköpfige Gruppe „Schwesterngesang“ auftritt, ist am Sonnabend, 2. November, im Schloss Gieboldehausen. Der Kulturkreis Schloss lädt um 19.30 Uhr dazu ein. Der Eintritt für alle Interessierten ist frei. Unter dem Motto „Das hört sich gut an“ und dem Untertitel „Familie Hobrecht macht Musik“ können sich Besucher auf einen Abend zum Träumen und Mitsingen freuen. Neben der A-Capella-Gruppe „Schwesterngesang“ gehören auch die Liedermacher Reinhard Burchardt und Thomas Scherf vom Duo „Definitiv“ zu den Mitwirkenden des Abends. Burchardt lebt im Hessischen und ist als Liedermacher viel im christlichen Bereich unterwegs. Er spielt Gitarre und „man kann ihm sehr gut zuhören“ (Diederich). Scherf hat nach Aussage von Kornelia Diederich eine „tolle Stimme und kann das Publikum mitnehmen.“ Auch Überraschungsgäste versprechen die Veranstalter im Vorfeld des Abends. Auf dem Programm steht eine bunte Mischung aus Volksliedern und Schlagern, Evergreens und Eigenkompositionen.

Von Vicki Schwarze

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