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Gieboldehausen Besonderes Turnier im Beachvolleyball in Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen Besonderes Turnier im Beachvolleyball in Gieboldehausen
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18:49 30.06.2019
Die Mannschaft 1ste FC Schickeria 13/12 hatte auf jeden Fall Spaß am Turnier. Zum Sieg hat es nicht ganz gereicht. Quelle: Niklas Richter
Gieboldehausen

Einmal im Jahr vollzieht sich auf dem Erlenhof in Gieboldehausen eine handfeste Verwandlung. Aus einem Reitplatz werden vier Volleyball-Plätze. Wenn das geschieht, hat der Sportverein Lokomotive Eichsfeld seine Hände im Spiel. Dann ist wieder Bivo-Batu-Zeit, so wie am 29. Juni. Im Vorfeld hatten sich 24 Mannschaften für dieses Beachvolleyball-Turnier (Bivo Batu ist daraus abgeleitet) angemeldet, zwei kamen aus Gieboldehausen, alle anderen aus der näheren und weiteren Umgebung.

Was bei diesem Wettbewerb im Vordergrund steht, der Spaß an der Freude oder der sportliche Ehrgeiz, ist nicht 100-prozentig auszumachen. Alle vom Tageblatt befragten Teilnehmer versicherten, dass sich beides in etwa die Waage halte. Den jungen Damen vom TV Germania Gieboldehausen war der Ehrgeiz freilich anzusehen. Sie trainieren in ihrer Freizeit Volleyball und wollten sich und ihre Spielstärke bei diesem Turnier durchaus messen lassen. Gegen ausgewachsene Männer waren ihre Sieg-Chancen allerdings eher gering. Wobei gesagt werden muss, dass die Veranstalter versuchen, möglichst gleichstarke Teams gegeneinander antreten zu lassen. Es mache auf jeden Fall mehr Spaß, als dass die Sache anstrengend sei, versicherten die Mädchen.

Sandplatz in der prallen Sonne

Ähnlich äußerten sich die Spieler der Mannschaft „Baggermeister“ aus Gieboldehausen. Es laufe im Moment gar nicht so schlecht, sagten die Jungs und Mädchen – verbunden mit dem Hinweis, dass noch drei Spiele ausstehen. Die gelte es durchzustehen und möglichst zu gewinnen.

Durchstehen war bei 34 Grad Celsius im Schatten in gewisser Weise das Motto des Tages. Zwar gibt es auf dem Gelände viele Schattenplätze, der umfunktionierte, mit Sand ausgelegte Reitplatz aber liegt in der prallen Sonne. Und wer jemals Sport auf einem Sandplatz betrieben hat, weiß um diesen kräfteraubenden Untergrund. Wenn dann noch die Sonne einheizt, ist Kondition und Kampfeswille gefragt. Und Abkühlung. Zum Glück stand ein Wasseranschluss mit Schlauch zur Verfügung, der auch reichlich genutzt wurde.

Spaß und Sport sind die Hauptzutaten des Beachvolleyball-Turniers, ausgerichtet von Lok Eichsfeld.

Nur kleine Verletzungen

„Solange alle stehen bleiben, ist alles gut“, bilanzierte Kerstin Kerl die Gesamtsituation aus medizinischer Sicht. Gemeinsam mit Victoria Kerl und Frederik Romey sicherte sie die Veranstaltung als Ersthelfer ab. Die Drei stehen in Diensten des Arbeiter-Samariterbundes (ASB) Bad Lauterberg/Barbis und arbeiten ehrenamtlich als Rettungsassistenten beziehungsweise Notfallsanitäter. Eine Schürfwunde hier, ein umgeknickter Fuß da – aber ohne ernsthafte Folgen – waren die Vorkommnisse, um die sich die drei Nothelfer zu kümmern hatten. Im vergangenen Jahr hatte sich der ASB sportlich aktiv am Turnier beteiligt. Das sei in diesem Jahr aus Prüfungsgründen nicht möglich, sagte Romey.

„Kriegst Du das hin?“

Die Jungs vom Team 1. FC Schickeria 13/12 standen ausdrücklich gerne für ein Interview bereit. Ja, einige Spiele seien nicht so verlaufen, wie erhofft, aber das letzte Spiel habe aufgrund der „tief angesetzten Sprünge“ von Florian Ebel und den „meteoritenartigen Angaben“ von Marvin Deppe gewonnen werden können. Überhaupt seien die individuellen Fähigkeiten der Mannschaft perfekt verteilt, hieß es im besten Sportdeutsch. Und dann wäre da noch eine Botschaft: „Wir sind gegen Rechts und Fremdenhass“, betonte Ebel, verbunden mit der Frage an den Reporter: „Kriegst Du das hin?“

Spende für humanitäre Stiftung

Das Bivo Batu 2019 gewonnen hat die Mannschaft „Skywalker“, die sich im Finale gegen das Team von „Nameverlegt“ durchsetzen konnte. Den Preis für das beste Kostüm sprachen die Veranstalter um den Vorsitzenden von Lok Eichsfeld, Thomas Polle, den „Hallenstauballergikern“ zu. Ein Ausscheid im Ausscheid war die Suche nach dem quantitativ trinkfestesten Team. Hier zeigten sich die Aktiven von „Bullseyes“ unschlagbar. Die Einnahmen aller von ihnen zunichte gemachten alkoholischen Getränke – immerhin 700 Euro – gehen als Spende an die Deutsche Humanitäre Stiftung, die sich in der Kinder-, Flüchtlings- und Katastrophenhilfe engagiert.

Die Idee zum Bivo Batu hatte der heutige Ehrenvorsitzende von Lok Eichsfeld, Mario Sommer, vor 17 Jahren. Seither wird das Turnier einmal jährlich auf dem Erlenhof ausgerichtet.

Von Ulrich Meinhard

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