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Gieboldehausen Jubiläumsfeier für Springbrunnen in Germershausen
Die Region Gieboldehausen Jubiläumsfeier für Springbrunnen in Germershausen
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20:30 24.08.2019
Mit einem Springbrunnenfest soll in Germershausen Geld für die Sanierung des 50 Jahre alten Brunnens gesammelt werden. Quelle: Rüdiger Franke
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Germershausen

Der Springbrunnen in Germershausen ist ein Wahrzeichen des Dorfes. Doch nach fünf Jahrzehnten besteht Sanierungsbedarf. Beim Brunnenfest am Sonnabend sollte Geld gesammelt werden.

Wahrzeichen

Bürgermeister Ewald Kaufmann habe für einen Blickfang in Germershausen sorgen, erzählt Cornelia Kurth-Scharf, Sprecherin des Brunnenteams. Inspiriert von einem Besuch in Baden-Baden regte er an, einen Springbrunnen aufzubauen, wie er ihn dort gesehen hatte. Der Vorschlag sei auf Zustimmung gestoßen, woraufhin Horst Eckhardt einen entsprechenden Entwurf fertigte. 1969 wurde das Wasserspiel dann im Eichsfeldort errichtet. Als Standort wählte man den Platz vor der Wallfahrtskirche des Wallfahrtsortes „Maria in der Wiese“, dem ersten Wahrzeichen des Ortes.

Mit einem Springbrunnenfest soll in Germershausen Geld für die Sanierung des 50 Jahre alten Brunnens gesammelt werden. Quelle: Rüdiger Franke

Ehrenamtlich aufgebaut

Der Brunnen sei in ehrenamtlicher Arbeit erstellt worden, erklärte Kurth Scharf. Regionale Baufirmen hätten ebenfalls ihren Teil beigetragen. Die Firma Leo Lautenbach habe damals die Baggerarbeiten übernommen, die Firma Franz Lautenbach die Installation der Wasserleitungen.

Drei Wasserschalen

In einem sechsseitigen Becken wurden mittig drei Wasserschalen aus Beton übereinander aufgebaut. Hersteller der drei Wasserschalen und der Waschbetonteile sei die Firma Scandolo in Göttingen gewesen, die es mittlerweile aber nicht mehr gebe, so Kurth-Scharf. Mitarbeiter der Firma Franz Lautenbach hatten auch in den Ecken des Brunnens Sprühdüsen sowie dreifarbige Unterwasserscheinwerfer installiert.

Lichtinstallation

„Leider sind die Wasser- und Lichtspiele nicht mehr funktionstüchtig“, so die Sprecherin. Lediglich für das Springbrunnenfest sei noch einmal eine Lichtinstallation geschaffen worden, um daran zu erinnern. Sollte am Ende Geld übrigbleiben, werde auch über eine Illumination nachgedacht.

Fest organisiert

Um Geld zu sammeln, haben sich viele Germershäuser Bürger an der Ausrichtung des Springbrunnenfestes beteiligt. Die Organisation übernahmen die Vereine des Ortes, die Kolpingsfamilie, die Freiwillige Feuerwehr und die katholische Frauengemeinschaft, unter Federführung von Gerhard Wagner. Fast jede Familie des Ortes habe jemanden zur Unterstützung abgestellt, erzählt Wagner. Der Zusammenhalt im Dorf sei sehr gut.

Mit einem Springbrunnenfest soll in Germershausen Geld für die Sanierung des 50 Jahre alten Brunnens gesammelt werden. Quelle: Rüdiger Franke

Andacht

Das Fest begann mit einer Andacht von Propst Bernd Galluschke. Dieser habe das Thema Brunnen gewählt, so Wagner. „Wo Wasser ist, ist auch Leben“, habe der Propst gesagt. Nach der Begrüßung durch Gemeindebürgermeister Claus Bode (CDU) sprach der Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht (CDU) ein Grußwort, ehe der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) das Kuchenbüffet eröffnete. Cornelia Kurth-Scharf erzählte etwas zur Geschichte des Brunnens. Geschichtliches gab es auch zur Wallfahrtskirche zu erfahren.

Buntes Programm

Ein buntes Programm hatte das Organisationsteam auf die Beine gestellt. Gebastelt wurde seitens des Kindergartens St. Margareta. Angehende Erzieher boten Schminken für Kinder an. Eine Hüpfburg wurde aufgebaut. Wer wollte, konnte auf einem Flohmarkt Dinge verkaufen oder kaufen. Nachmittags spielte die Mackenröder Blaskapelle. Und im Anschluss fand ein spannendes Entenrennen auf der Suhle statt. Als Hauptpreis gab es einen Korb mit Wurstspezialitäten. Der Erlös des Festes ist komplett für den Erhalt des Brunnens bestimmt.

Untersuchung

„Wir wissen nicht, was genau gemacht werden muss“, sagte Kurth-Scharf. Dazu müsse der Brunnen untersucht werden. Auf jeden Fall sei die obere Schale gerissen, ergänzte Wagner. Und darüber hinaus verliere der Brunnen auch Wasser. „Er könnte undicht sein“, so Wagner. Zunächst einmal bleibe aber abzuwarten, wieviel Geld durch das Fest erwirtschaftet werden konnte.

Von Rüdiger Franke

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