Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Gieboldehausen Tschüss Nuckel: Erstes Schnullerbaumfest „in der Region Eichsfeld“
Die Region Gieboldehausen Tschüss Nuckel: Erstes Schnullerbaumfest „in der Region Eichsfeld“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 02.09.2019
Vorfreude auf das Schnullerbaumfest im Garten des Familienzentrums St. Antonius (v.l.): Monika Nickel (stellvertretende Leiterin), Kirchenvorstand Werner Grobecker, Evelin Thiede, Erzieherin Siegrid von Berg, Erzieherin Tanja Schneider sowie Mia, Richard, Jonthan, Tessa, Lennard, Mila, Emiliy, Jakob, Henrieke und Evita haben sich unter den Ahornbaum gestellt. Das von Grobecker gefertigte Schild wird erst während des Festes enthüllt. Quelle: r
Anzeige
Gieboldehausen

Ort des „Abschiednehmens“ ist von 15 bis 18 Uhr das Familienzentrum St. Antonius an der St. Laurentius Straße 2. Das Zentrum St. Antonius (in Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius) richtet das Fest in Kooperation mit dem Gesundheitsamt, Arbeitskreis Zahngesundheit Göttingen, Außenstelle Duderstadt, aus.

Susanne Wüstefeld-Wosnitza, Fachfrau für Zahnprophylaxe im Gesundheitsamt, war im Familienzentrum zu Gast, um über Zahngesundheit von Babys und Kleinkindern zu referieren. Sie habe angeregt, das in Göttingen etablierte Schnullerbaumfest auch in Orten des Landkreises zu veranstalten – warum nicht gleich in Gieboldehausen?, habe sie gefragt, so Evelin Thiede, Leiterin des Familienzentrums.

Neueinstellung: Koordinatorin des Zentrums entlastet das Team

Das Team habe nicht lange für die Entscheidung gebraucht, sagt sie; die Planung habe nur ein paar Wochen in Anspruch genommen. Seit 1. August ist Friederike Schwanke als Koordinatorin im Familienzentrum beschäftigt, sie entlaste das bisherige Team.

Da das Land Niedersachsen und der Landkreis das Familienzentrum finanzieren, erwartet Thiede Kreisrat Marcel Riethig, Dezernat für Jugend, Bildung, Arbeit, Soziales und Kultur, beim Fest. Falls er verhindert sein sollte, wird Birgit Kepke, Koordinatorin der Familienzentren beim Landkreis Göttingen den Dezernenten vertreten. Das Fest eröffnen Gieboldehausens Bürgermeisterin Maria Bock (der Flecken leistet Ko-Finanzierung) und Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold. Und natürlich wird ein Vertreter der Kirche vor Ort sein – wenn es zeitlich passt: Pfarrer Matthias Kaminski.

„Ein Fest für die ganze Familie, für alle Generationen“

Die Leiterin hat „etwa 130 Einladungen“ verschickt. Wie viele Eltern, Kinder, Geschwister oder Großeltern kommen werden, ist offen; klar ist: „Es wird ein Fest für die ganze Familie, für alle Generationen“, so Thiede. Willkommen seien nicht nur Kinder aus der Samtgemeinde, sondern auch aus Orten anderer Eichsfeld-Gemeinden: „Da sind wir offen und unkompliziert.“

Im Garten des Zentrums „haben wir einen wunderschönen alten Baumbestand mit Schattenspendern“, sagt Thiede. Der Festbaum ist ein Ahorn, der an der Seite zur Straße steht, „damit die Kinder, wenn sie am Baum vorbeigehen, einen Blick auf die Schnuller werfen und sich an das Fest erinnern können“. Kein Kind werde dazu gezwungen, sich von seinem Nuckel zu verabschieden, betont Thiede. „Aber sie sehen, dass ein Schnuller Freunde im Baum hat, die sich gemeinsam zwischen den Blättern im Wind wiegen.“ Vielleicht reiche dieses Bild bei dem einen oder der anderen als Überredungskunst. Ansonsten: In zwölf Monaten beginnt das nächste Fest. Wer nicht möchte, erhält zumindest einen Eindruck davon, wie es geht.

Abenteuer pur: Im Hubsteiger rauf in den Ahornbaum

Das geht ganz leicht und ist spannend. Bürgermeisterin Bock habe einen Hubsteiger organisiert, auf den sich Eltern und Kinder mit Unterstützung von Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr stellen, und „in etwa drei Metern Höhe“ das ehemalige „gute Stück“ im Geäst fixieren.

Tischler Werner Grobecker, Mitglied des Kirchenvorstands, hat ein Schnullerbaumschild gefertigt, das erst während des Festes enthüllt wird. „Ein ganz tolles Schild“, sagt Thiede. Auch das Schild könnte zum Entschluss beitragen, sich vom Schnuller zu verabschieden. Jedes Kind, dass dem Sauger Tschüss sagt, „erhält eine Schnullerurkunde und ein Geschenk“.

Infostände, Obstspieße, Feuerwehr: Das Programm

Beim Schnullerbaumfest wird es für die Eltern Infostände geben, kündigt Evelin Thiede, Leiterin des Familienzentrums an. Mitarbeiter eine Krankenkasse werden über gesunde Pausenbrote informieren und ein Quiz (Gewinnspiel) anbieten. Der „Kaffee-Kinderwagen“, eine Einrichtung des Familienzentrums, wird in den Garten geschoben – bildet einen Treffpunkt für Eltern, die mit einer Kinderkrankenschwester und einer pädagogischen Fachkraft fachsimpeln können. Zur Stärkung werden unter anderem Obstspieße, Brezeln, Waffeln und Saft gereicht. Die Feuerwehrleute werden im Wagen vorfahren und in Uniform erscheinen, so Thiede – ein spannendes Erlebnis für die Kleinen. Anmeldungen für das Fest sind aus organisatorischen Gründen sinnvoll, sagt Thiede, zum Beispiel für die Planung von Speisen und Getränken. Anmeldungen werden unter Telefon 05528/8851 und per E-Mail an kita.gieboldehausen-stantonius@kath-kirche-untereichsfeld.de entgegengenommen.

Von Stefan Kirchhoff

Wie aus Holz oder Keramik ein Dekorationsartikel wird, wie aus einem Stück Stoff ein modisches Kleidungsstück – das wollen die Aussteller beim Kunsthandwerkermarkt in Gieboldehausen zeigen.

01.09.2019

Aus Hannover, Hildesheim und anderen Teilen des Bistums sind am Sonntag hunderte Katholiken zur Männerwallfahrt nach Germershausen gepilgert. In Duderstadt machten sich acht Radfahrer auf den Weg.

01.09.2019

Eine zusätzliche Gruppe für 13 überzählige Kinder hat die Gieboldehäuser Kita Heilige Familie im August erhalten. Grund sind Zurückstellungen von der Schulpflicht und viele Kinder unter zwei Jahren.

31.08.2019