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Gieboldehausen U18-Wahl in der Samtgemeinde Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen U18-Wahl in der Samtgemeinde Gieboldehausen
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21:30 08.05.2019
Praktikantin Laura-Luisa Stegemann hat die U18-Wahl in der Samtgemeinde Gieboldehausen angeregt. Quelle: Foto: Franke
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Gieboldehausen

„Wenn Jugendliche sich politisch interessieren, ist das viel wert“, sagt Gieboldehausens Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU). Deshalb hatte er auch ein offenes Ohr, als Praktikantin Laura-Luisa Stegemann ihm den Vorschlag unterbreitete, dass die Samtgemeinde sich an der U18-Wahl des Deutschen Bundesjugendrings beteilige. „Im Jugendausschuss hatte sie mitbekommen, dass sich der Jugendreferent mehr politische Bildung wünsche. Am nächsten Tag teilte sie mir ihre Idee mit“, zeigt sich der Bürgermeister begeistert vom Engagement.

„An der richtigen Europawahl kann man ja erst ab 18 Jahren teilnehmen“, erläutert Stegemann. Mit der U18-Wahl werde den Kindern und Jugendlichen trotzdem eine Möglichkeit gegeben, ihre Stimme abzugeben. Die Stimmen zählen dann zwar nicht wirklich für die eigentliche Wahl, würden aber zumindest die Meinung der noch zu jungen Generation abbilden. Die U18-Wahlen stehen immer neun Tage vor den eigentlichen Wahlen an. Da das Europaparlament am 26. Mai gewählt wird, dürfen die Jugendlichen bereits am 17. Mai von 13 bis 18 Uhr im Gieboldehäuser Rathaus an die Wahlurne. Mitmachen dürfe jeder Jugendliche unter 18 Jahren, egal aus welchem Land er stamme.

Die Wahl im Unterricht

Stegemann sprach die Politik-Obleute an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Gieboldehausen und am Eichsfeld Gymnasium Duderstadt (EGD) an. „Die waren sehr offen für das Thema“, so die Praktikantin. Am EGD werde die Europawahl in den zehnten und elften Jahrgängen behandelt, die KGS sei ab der siebenten Klassenstufe in das Thema eingestiegen. Das Wahlverfahren an den Schulen sei unterschiedlich, erzählt Stegemann. Während die Schüler der KGS direkt am 17. Mai in das Rathaus kommen und die Wahlzettel dort ausfüllen, habe sich das EGD für Briefwahl entschieden. Das passe gut, sagt Politiklehrer Ben Thustek, denn das Gymnasium nehme auch an einer weiteren Simulation, der Juniorwahl, teil. „Da haben wir dann auch eine Wahl mit Kabine und Urne.“

Gemeinsame Europa-Idee

Die Teilnahme sei wichtig, damit die Schüler ein Gefühl dafür bekommen, wie wichtig Wahlen sind, so Thustek. „Wir versuchen darzulegen, dass eine gemeinsame Idee von Europa gar nicht so unwichtig ist.“ Die Stimmzettel der EGD-Briefwahl holt Stegemann am 16. Mai ab. „Dann kann ich die am folgenden Nachmittag parallel auszählen.“ Und auch die Wahlzettel in der Urne würden noch am Abend ausgezählt. Das Gesamtergebnis könne online auf u18.org nachgeschaut werden.

„Ich bin gespannt, ob wir noch Jugendliche außerhalb der Schulen motivieren können“, sagte Ahrenhold. Er sei aber auch nicht enttäuscht, wenn nicht. Denn die Vorbereitungszeit sei doch sehr knapp gewesen. Auf jeden Fall wolle die Samtgemeinde auch bei zukünftigen Wahlen mitmachen. Als nächstes stehen 2021 die Bundestags- und Kommunalwahlen an.

„Besonders Kommunalwahlen finde ich im Zusammenhang mit der U18-Wahl spannend“, so der Samtgemeindebürgermeister. Dabei gehe es schließlich um die Entscheidung vor Ort. Das sei für die Jugendlichen eventuell greifbarer. Vielleicht könne es dazu dann auch eine gemeinsame Runde mit Schülern geben. Auch dazu sei die Vorbereitungszeit zu kurz gewesen.

Wünsche für die Samtgemeinde

Die U18-Wahl werde aber nach Angaben Stegemanns auch genutzt, um parallel Fragebögen an die Jugendlichen auszuteilen, auf denen sie ihre Wünsche in der Samtgemeinde nennen dürfen. „Wir fragen zum Beispiel, ob Angebote genutzt werden ob die Jugendliche Bescheid wissen über die Angebote und ob überhaupt die Zeit besteht, Angebote wahrzunehmen“, erklärt die Praktikantin. Die Umfrage werde sie im Anschluss auch auswerten. „Dann muss man schauen, was umgesetzt werden kann.“ Da sei dann aber erst noch die Politik gefragt.

Von Rüdiger Franke

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