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Gieboldehausen Überzählige Kinder machen zusätzliche Krippengruppe erforderlich
Die Region Gieboldehausen Überzählige Kinder machen zusätzliche Krippengruppe erforderlich
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11:53 31.08.2019
Erhält eine zusätzliche Krippengruppe: Kindertagesstätte Heilige Familie in Gieboldehausen. Quelle: Richter
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Gieboldehausen

„Ohne die Einrichtung einer zusätzlichen, zunächst zeitlich befristeten Krippengruppe lässt sich der gesetzliche Anspruch für das laufende Kindergartenjahr nicht abdecken“, berichtete Bürgermeisterin Maria Bock (CDU) am Donnerstag dem Gemeinderat. Mit Blick auf die Geburtenentwicklung im zweiten Halbjahr 2019 will der Flecken gemeinsam mit dem Träger der Einrichtung, der örtlichen katholischen Kirchengemeinde, am Ende des Jahres neu entscheiden. Sollte sich der Bedarf nach Plätzen wieder nicht mit den beiden vorhandenen Krippengruppen sowie den altersübergreifenden Gruppen decken lassen, bleibt die Gruppe befristet über das Kita-Jahr 2019/2020 hinaus bestehen.

Umbauarbeiten kosteten 5000 Euro

Untergebracht ist die zusätzliche Krippengruppe in einem Raum, den die Kita bisher für Einzelprojekte sowie für die Mittagsverpflegung der Grundschulkinder mit Nachmittagsbetreuung nutzte. Für 5000 Euro, die der Flecken aus seiner Baurücklage finanziert, ist ein Seitenbereich für einen Schlafraum abgetrennt worden. Außerdem waren kleinere Malerarbeiten notwendig. Der Sanitärbereich erhielt ein Töpfchenklo sowie ein niedrigeres Waschbecken. Ein Therapieraum auf der anderen Seite des Flures lässt sich als zusätzlicher Schlafraum nutzen. Die Inneneinrichtung erfolgte weitgehend aus dem Bestand heraus.

Die Kita Heilige Familie hat zur Betreuung der neuen Gruppe drei zusätzliche Fachkräfte eingestellt. Bei einer Stelle übernimmt das Land die Kosten zu 100 Prozent, bei zwei Stellen zu 52 Prozent. Mit entsprechenden Mehrkosten rechnet der Flecken.

Schwierige Bedarfsplanung

„Aufgrund gesetzlicher Vorgaben verringern sich die Gruppengrößen auf zwölf Kinder, wenn mehr als sieben keine zwei Jahre alt sind“, führte Bock zum Hintergrund aus. Von der Schule zurückgestellte Kinder verringern die Gruppenstärke um jeweils einen halben Platz. In beiden Fällen gibt es einen erhöhten Aufwand in der Betreuung beziehungsweise in der Förderung. Zusammen mit ungeplanten Zuzügen beziehungsweise auch vorfristigen Wiedereinstiegen in den Beruf erschwert das eine verlässliche Bedarfsplanung.

Neuverhandlung der Verträge zum Kita-Betrieb

Bereits seit einem Jahr verhandelt der Flecken mit der katholischen Kirchengemeinde über neue Verträge zum Betrieb der Kitas St. Antonius und Heilige Familie. Entsprechende Entwürfe gehen zwischen dem Rat und der Rendantur hin und her. Der Flecken, der die beiden Einrichtungen maßgeblich mitfinanziert, drängt auf eine höhere Transparenz bei den anfallenden Kosten, betonte der CDU-Fraktionschef Markus Gerhardy.

So will der Flecken künftig bei allen Sitzungen des Kirchenvorstands, bei denen es auch um die Kitas geht, mit einem Vertreter dabei sein. Verwaltungskosten dürfen nach Forderung des Fleckens nicht über vier Prozent der abrechnungsfähigen Betriebskosten steigen. Die Kirche drängt auf 4,5 Prozent. Bisher zahlt der Flecken eine Pauschale. Die Kita St. Antonius, die im Gegensatz zur Kita Heilige Familie in einem kircheneigenen Gebäude untergebracht ist, darf Mittel der Baurücklage ausschließlich für Ersatzbeschaffungen, Reparaturen und Sanierungen im Bereich der Räumlichkeiten einsetzen. Zudem müssen die Arbeiten für den Betrieb der Kita erforderlich sein. Sämtliche Kosten sind sowohl in der Jahresrechnung als auch im Haushaltsvoranschlag getrennt nach Gruppenarten – Krippe, Kindergarten, Hort – auszuweisen.

Von Michael Caspar

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