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Gieboldehausen Mehr Gewicht für Gottes Wort gefordert
Die Region Gieboldehausen Mehr Gewicht für Gottes Wort gefordert
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00:24 21.03.2018
Pfarrer Andreas Körner leitet den Festgottesdienst in Renshausen. Quelle: Hartwig
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Renshausen

„Gemeinsam Zukunft gestalten“: Um den Leitgedanken der diesjährigen Wallfahrtssaison im Eichsfeld mit Leben zu erfüllen, könne Josef Vorbild sein, sagte Körner. Er erinnerte daran, dass Josef aus einer Tradition komme, die auf Abraham fuße. Er habe sich von Gott ansprechen lassen und auf dessen Wort gehört. „Man weiß nicht viel über Josef, von ihm ist kein einziges Wort in der Heiligen Schrift überliefert“, berichtete der Geistliche. Er habe „sicherlich seinen Lebensentwurf gehabt und gewusst, was er wann erreichen wollte“. Der Lebensentwurf und das Leben von Josef sei aber im wahrsten Sinne des Wortes von Gott durchkreuzt worden.

Geistlicher erinnert an Priestermangel

„Wenn wir im Eichsfeld die Zukunft gestalten wollen, müssen wir auf Gottes Wort hören, müssen schauen, was Gott in der heutigen Zeit sagt“, meinte der Geistliche. Er erinnerte an die „schwierige Situation“, dass es immer weniger Priester gebe und das Volk Gottes immer kleiner werde. Junge Menschen hätten an Kirche nur zu bestimmten Zeiten und Festen Interesse.

Notwendig seien Menschen, „die in dieser Zeit der Veränderung hören und aufmerksam machen, was Gott sagt in diese Zeit hinein“. Kirche müsse wieder ein Gesicht gekommen, Menschen wieder und von ihrem Glauben erzählen, lautete der Appell des 49-jährigen Zelebranten, der aus Katlenburg-Lindau stammt, Pfarrer in Nörten-Hardenberg war und im Herbst des vergangenen Jahres in Pfarrgemeinden im Umfeld von Hannover wechselte.

Ein Problem sei, “dass wir häufig sprachlos sind, weil wir nicht über unseren Glauben sprechen, weil wir nicht fähig sind ihn weiterzugeben an die Generationen, die in einer anderen Welt groß werden als wir“. Körner: „Wenn wir nicht lernen, unsere Feste wieder zu füllen mit dem Glauben, wenn wir nicht lernen, was Weihnachten, was Ostern, was Pfingsten heißt, dann bleibt unser Glaube ein Kulturgut und dann ist es leer und tot“, gab der Pfarrer zu bedenken.

Traditioneller Kreuzweg mit Lichterprozession

„Wallfahrten heißt das Zuhause zu verlassen, um einen besonderen Ort neu zu begegnen“, sagte Pater Alex George. Die Josefs-Wallfahrt in Renshausen sei seit dem 18. Jahrhundert überliefert, der Grund dafür jedoch nicht mehr bekannt. „Somit ist sie die älteste bekannte Josefswallfahrt in Deutschland“, betonte George.

Nach dem Gottesdienst gingen viele Teilnehmer ins Pfarrhaus, um dort miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Andacht beschloss am frühen Nachmittag den ersten Wallfahrtstag. Priester aus der gesamten Region werden zum Wallfahrtsamt am Montag, 19. März, erwartet. Der Gottesdienst ist nach Angaben der Organisatoren für 10 Uhr angesetzt. Den Abschluss der Josefswallfahrt bildet der traditionelle Kreuzweg mit Lichterprozession. Beginn ist am Freitag, 23. März, um 18.30 Uhr.

Von Axel Artmann

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