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Gieboldehausen Zimmerbrand: 92-jährige Frau stirbt bei Feuer in Gieboldehausen
Die Region Gieboldehausen

Zimmerbrand: Ein Mensch stirbt bei Feuer in Gieboldehausen

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15:09 20.12.2020
Bei einem Brand an der Lerchenstraße in Gieboldehausen ist eine Frau ums Leben gekommen.
Bei einem Brand an der Lerchenstraße in Gieboldehausen ist eine Frau ums Leben gekommen. Quelle: Feuerwehr
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Gieboldehausen

Tragisches Unglück in Gieboldehausen: Bei einem Zimmerbrand in einem Haus an der Lerchenstraße ist am Abend des 19. Dezember eine 92-jährige Frau ums Leben gekommen. Dies bestätigte Holger Raabe, Pressesprecher der Feuerwehr Gieboldehausen und des Feuerwehrverbands Duderstadt-Eichsfeld, am Abend dem Tageblatt.

Starke Rauchentwicklung

Um 20.41 Uhr war demnach der Alarm eingegangen. Die Ortsfeuerwehr Gieboldehausen wurde laut Raabe zu einem „Zimmerbrand mit Menschenrettung“ gerufen. Als die Einsatzkräfte kurz darauf am Haus an der Lerchenstraße eintrafen, sei sofort starke Rauchentwicklung zu erkennen gewesen.

25 Feuerwehrleute waren bei dem Einsatz dabei. Quelle: Feuerwehr

Weil eine Person im Haus vermisst wurde, seien zwei Trupps mit Atemschutzmasken in das Gebäude gegangen – und fanden die vermisste Frau im Wohnzimmer, wo der Brand ausgebrochen war. Die Feuerwehrleute brachten die 92-Jährige, die nach ersten Erkenntnissen allein in dem freistehenden Einfamilienhaus lebte, laut Raabe sofort nach draußen, konnten aber nichts mehr für sie tun.

Ausbreiten des Feuers verhindert

Außer der Frau befand sich nach Angaben des Feuerwehrsprechers niemand sonst in dem Haus, dementsprechend habe es auch keine weiteren Verletzten gegeben. Die Einsatzkräfte konnten ein Ausbreiten des Feuers auf andere Räume des Hauses verhindern und bekamen den Brand schließlich unter Kontrolle. Neben 25 Feuerwehrleuten der Ortsfeuerwehr Gieboldehausen seien Rettungswagen aus Gieboldehausen und Herzberg sowie ein Notarzt aus Duderstadt im Einsatz gewesen.

Kripo hat Ermittlungen übernommen

Warum das Feuer im Wohnzimmer des Hauses ausgebrochen war, stand am Abend zunächst noch nicht fest. Die Kriminalpolizei habe den Einsatzort laut Raabe übernommen und mit Ermittlungen zur Brandursache begonnen. Am Sonntag konnte die Polizei noch keine weiteren Angaben zur Ursache des Feuers machen. Auch die materielle Schadenshöhe stand am Sonntag noch nicht fest.

Feuerwehr schickt noch am Abend Brandschutztipps zu Weihnachten

Noch am späten Sonnabendabend erreichten die Redaktion seitens der Feuerwehren „Brandschutztipps zu Weihnachten“. Aufgrund der Ereignisse in Gieboldehausen sei diese Nachricht kurzfristig vorgezogen worden. „Aus aktuellem Anlass“, heißt es da im Anschreiben der E-Mail. Der Bitte, die nachfolgenden Hinweise in unsere Berichterstattung einzubinden, kommen wir gern nach.

Hier nun also die wichtigsten Brandschutztipps des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen:

  • Lassen Sie Kerzen niemals unbeaufsichtigt.
  • Achten Sie bei Gestecken darauf, dass die Kerzenflamme nicht in die Nähe von brennbarem Material kommen kann.
  • Kerzen sollten keine Möglichkeit haben, bis auf das Gesteck herunterbrennen zu können.
  • Bewahren Sie Streichhölzer und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
  • Verzichten Sie am Weihnachtsbaum auf echte Kerzen und verwenden Sie VdE-geprüfte elektrische Kerzen.
  • Verwenden Sie keine leicht brennbare Deko wie Watte oder Stroh- bzw. Papiersterne.
  • Bei Lichterketten etc. keine „Billigware“ aus Fernost verwenden; achten sie auf das VdE- oder CE-Prüfzeichen.
  • Achten Sie darauf, Fenster und Türen nicht zu verstellen, um im Brandfall die Wohnung verlassen zu können.
  • Halten Sie Löschmittel (Feuerlöscher / Eimer mit Wasser) bereit, um einen Entstehungsbrand löschen zu können.

Im Falle eines Brandausbruchs, wenn eigene Löschversuche erfolglos waren:

– Raum verlassen

– Tür schließen

– Feuerwehr über Notruf 112 alarmieren

– Mit allen Personen Wohnung/Haus verlassen

– Mitbewohner warnen (z.B. Mehrfamilienhaus)

– Feuerwehr abwarten und einweisen.

„Auf die Wichtigkeit von Rauchmeldern haben wir bereits mehrfach hingewiesen“, heißt es in der Mitteilung weiter. Diese seien in Niedersachsen mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben. Die Funktionsfähigkeit von Rauchmeldern müsse außerdem regelmäßig überprüft werden.

Weiter Informationen sind zu finden auf der Seite: https://www.feuerwehr.niedersachsen.de/brandschutz-zu-weihnachten/

Sie erreichen den Autor per E-Mail: m.riese@goettinger-tageblatt.de

Von Markus Riese