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Gleichen Blitzer blockiert Feldweg
Die Region Gleichen Blitzer blockiert Feldweg
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14:46 30.08.2018
Der „Enforcement-Trailer“ des Landkreises Göttingen, unglücklich aufgestellt. Quelle: r
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Klein Lengden

Seit Montag steht der Blitzer, neudeutsch „Enforcement-Trailer“, an der Ortsumgehung Klein Lengden. Vor allem für landwirtschaftliche Fahrzeuge mit Geräten oder gar Anhängern sei es so gut wie unmöglich, in den Feldweg einzubiegen oder herauszukommen, sagt Tageblatt-Leser Yannick Heyden.

Der Standort sei „bewusst und bedacht gewählt“ worden, erklärt hingegen die Kreisverwaltung. Zwischen Trailer und Wegrand sei noch ein 4,20 Meter breiter Asphaltstreifen frei, sagt Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann: „Das angrenzende Feld ist bereits abgeerntet und gepflügt; der Standort wurde bereits zuvor, ohne Beschwerde, genutzt.“ Und schließlich werde der Standort nur für einen begrenzten und öffentlich bekannten Zeitraum genutzt.

Fünf Tage ununterbrochen messen

Der „Enforcement-Trailer“ (Enforcement = Durchsetzung) des Herstellers Vitronic ist ein kleiner Pkw-Anhänger, auf dem eine Messanlage installiert ist. Betrieben wird er wie eine stationäre Messeinrichtung. Mit einer eigenen Stromversorgung ist ein autonomer Messbetrieb rund um die Uhr über mindestens fünf Tage möglich. Wenn nötig, lassen sich die Akkus schnell austauschen, um die Einsatzzeit zu verlängern. Die Anlage ist gepanzert und alarmgesichert.

Die Vorteile gegenüber einer stationären Messanlage: Bei Bedarf kann der Standort des „Enforcement-Trailers“ ohne größeren Aufwand gewechselt werden. Der Blitzanhänger kann mit jedem herkömmlichen Pkw mit Anhängerkupplung bewegt werden. Wenn er abgestellt wird, verschwinden die Räder in der gepanzerten Außenhülle.

150000 Euro pro Stück

Mit der Laser-Geschwindigkeitsmessung des Trailers können alle Fahrzeuge über mehrere Spuren hinweg gleichzeitig erfasst werden. Ein Modem im Trailer überträgt die Daten in verschlüsselter Form per Funk an die Einsatzbehörde und ermöglicht umgekehrt den Fernzugriff auf die Technik im Trailer. Billig ist das High-Tech-Gerät nicht. Geschätzte Kosten: etwa 150000 Euro.

Der Landkreis Göttingen gehe mit seinen Maßnahmen zur Verkehrsüberwachung „sehr transparent“ um, erklärt Landkreis-Sprecher Lottmann. Grund: „Ziel ist die Unfallprävention.“ Eingesetzt würden die mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte grundsätzlich in Absprache mit der Polizei und örtlichen Behörden an Gefahrenpunkten. Lottmann: „Überhöhte Geschwindigkeit ist Unfallursache Nummer eins. Die wirksamste Methode, Geschwindigkeitsbegrenzungen Beachtung zu verschaffen, ist nachgewiesenermaßen die regelmäßige Kontrolle.“

Der High-Tech-Blitzer steht noch bis Freitag, 31. August, in der Gemeinde Gleichen. Bis zum 5. September kommt er in der Gemeinde Rosdorf zum Einsatz, vom 5. bis zum 10. September zwischen Gieboldehausen und Rüdershausen. Vom 10. bis 20. September wird er an zwei Standorten im Altkreis Osterode am Harz stehen, teilt die Landkreis-Verwaltung mit. Parallel dazu werde es auch die herkömmliche Verkehrsüberwachung geben.

Von Matthias Heinzel

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