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Gleichen Bremker hoffen auf Unterstützung
Die Region Gleichen Bremker hoffen auf Unterstützung
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10:58 24.09.2018
Bürger engagieren sich für den Turnboden.
Bürger engagieren sich für den Turnboden. Quelle: Max Brasch
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Bremke

Bei einer Begehung des „Turnbodens“ in Bremke ist das neue Brandschutzkonzept vorgestellt worden. Um die Räumlichkeiten wieder nutzbar zu machen, muss ein zweiter Rettungsweg installiert werden.

Vor fünf Jahren musste der „Turnboden“ im Dachgeschoss des Gemeindehauses in Bremke aus Brandschutzgründen geschlossen werden. Bis dahin wurde der etwa 80 Quadratmeter große Raum vom örtlichen Kindergarten zum Turnen und von den Gleichen-Musikanten als Probenraum genutzt. Mittlerweile ist er nur noch Abstellraum. „Es fehlt der zweite Rettungsweg“, erklärt Ortsrat Markus Mladek das Problem. Wenn im Brandfall das Treppenhaus durch Qualmentwicklung nicht mehr begehbar sei, gebe keinen alternativen Fluchtweg. Deshalb müsse außen neben dem Gebäude eine Treppenkonstruktion errichtet werden, über die Kinder evakuiert werden könnten. Eine Wendeltreppe am Haus käme nicht in Frage, denn diese sei von kleinen Kindern nicht sicher begehbar. Daher werde eine Art Brücke durch ein Fenster benötigt. Die Konstruktion werde nach einer Schätzung etwa 46 000 Euro kosten.

Ideal für Bewegungsangebote

„Der ‚Turnboden‘ ist ideal für Bewegungsangebote für Kinder im Ort. Ohne ihn müssen wir weit fahren, das kostet Zeit, Geld und ist unökologisch“, sagt die Anwohnerin Norika Wacker. Auch die Gleichen-Musikanten hoffen auf die Erhaltung: „Der Raum hat für Gleichen-Musikanten eine existenzielle Bedeutung. Wir brauchen ihn zum Proben“, sagt Manfred Linne, musikalischer Leiter der Gruppe. „Es ist ein toller Raum in unmittelbarer Nähe der Schule. Bei schlechtem Wetter wäre er gut geeignet für Kurse zum Thema Bewegung“, so Schulleiterin Christina Thiery. „Der Raum ist wichtig für Bremke: Er könnte als Bewegungs- und Kulturraum genutzt werden. Das ist auch bedeutsam für die Lebensqualität in Bremke“, sagt Ortsbürgermeisterin Karin Jürgens.

Aktivgruppe im Ort

Um den Raum zu erhalten, hat sich eine Aktivgruppe im Ort gebildet und einen „Leader-Antrag“ auf Förderung gestellt. „Leader“ ist ein Programm der EU zur Förderung von Projekten im ländlichen Raum. Über den Förderantrag werde im Dezember entschieden, so Mladek. Allerdings müsse die Gemeinde einen Eigenanteil und Spenden vorweisen. Etwa 10 000 Euro an Spenden seien notwendig, um das Projekt realisieren zu können. Die Kinder des Kindergartens hätten durch ihre Teilnahme am Sparkassen-Lauf und am Unicef-Lauf dafür bereits 2000 Euro gesammelt. Auch die Einnahmen anderer Aktionen wie des Plätzchen-Verkaufs vor Weihnachten sollen für das Projekt gespendet werden. Und die VR Bank Südniedersachsen hat bereits 500 Euro zugesagt. Interessierte, die das Projekt unterstützen wollen, können sich per E-Mail an mladek@gleichen-bremke.de oder telefonisch unter 05 59 2 / 501 an Mladek wenden.

Von Max Brasch

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