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Gleichen Fuchs sorgt für Ärger in Rittmarshausen
Die Region Gleichen Fuchs sorgt für Ärger in Rittmarshausen
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11:00 04.01.2019
Um an den Köder zu kommen, ohne dabei in die Lebendfalle zu gehen, hat sich der Fuchs unter der Falle durchgegraben. Quelle: r
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Rittmarshausen

Seit mehr als einem Jahr, so berichten es Betroffene, erbeutet ein Fuchs in Rittmarshausen immer wieder Hühner, Enten und Gänse. Dabei gehe das Tier nicht nur besonders geschickt, sondern auch dreist vor. In eine vom Jäger aufgestellte Falle hat er sich bisher nicht locken lassen. Die Tierhalter sind frustriert.

Genützt hat weder die zwei Meter hohe Mauer noch der darauf befestigte Zaun etwas. Erst am Dienstag hat der Fuchs wieder fünf seiner Hühner erwischt, erzählt Ulrich Wegner. Damit seien es bereits zehn nur von ihm, die auf das Konto des Fuchses gingen. Eine Nachbarin habe beobachtet, wie er an der Steinmauer hochgeklettert sei. „Wir können nur zugucken“, sagt Wegner. Geblieben sind dem Rittmarshäuser ein Hahn, zwei Hennen, die das Gnadenbrot bekämen, und eine Junghenne. Seine Tiere wegen des Fuchses einzusperren, davon hält Wegner nichts. Er hat nun eine Falle aufgestellt.

Die Lebendfalle im Garten, die sie von Jäger Andreas Abrill bekommen haben, hat Manfred Sohn hingegen mittlerweile deaktiviert. Nachdem bis auf eins alle Hühner und auch die Laufenten vom Fuchs geholt worden seien, haben die Sohns das letzte Huhn verschenkt. Bis der Fuchs gefangen ist, wollen sie sich erst mal keine Tiere mehr anschaffen. „Wir beobachten das weiter und hoffen, dass jemand anders den Fuchs zur Strecke bringt“, sagt Sohn.

Wie Wegner glaubt er, dass es sich bei dem Übeltäter immer um denselben Fuchs handelt, denn er habe beobachtet, dass das Tier auf dem linken Hinterlauf hinke. Beide berichten davon, dass der Fuchs im Kontakt mit Menschen keine Scheu zeige, von seinen Versuchen, ihn zu vertreiben, habe das Tier sich wenig beeindrucken lassen, erzählt Sohn. „20 Meter von ihnen entfernt setzt er sich hin und guckt Sie an – das müssen Sie sich mal vorstellen“, empört sich Wegner.

Dass der Fuchs so viele ihrer Tiere getötet hat, sei wohl auch ein bisschen ihre eigene Schuld, räumt Julia Sohn ein. Die Enten hätten beispielsweise frei im Garten herumlaufen dürfen. Ein marderfestes, bodentiefes Gehege habe es nicht gegeben, obwohl die Familie praktisch am Waldrand wohne.

Andreas Abrill, einer der zuständigen Jagdpächter kann den Ärger der Tierhalter verstehen. Aber: „Uns sind die Hände gebunden.“ Die Grundstücke der betroffenen Familien befänden sich in einem „befriedeten Bezirk“. Dort dürfe er keine „Jagd ausüben“ – ausgenommen die Fallenjagd.

Die Annahme, dass es sich bei dem Fuchs immer um das gleiche Tier handelt, könne er so nicht unterschreiben, sagt er. Um ihn eindeutig als Wiederholungstäter zu identifizieren und demnach auch wieder zuerkennen, müsse er den Fuchs selbst sehen.

Sollte der Fuchs doch irgendwann in eine der Fallen gehen, wird Abrill ihn abholen, wegbringen und mit entsprechender Munition „in der Falle erlegen“. Damit werde gewährleistet, dass das Tier mit einem Schuss getötet wird.

„Ich würde es auf diese Weise nicht machen wollen“, sagt Dirk Zimmermann, zweiter Vorsitzender des Naturschutzbundes Göttingen (Nabu), dazu. Er fände es sinnvoller, wenn der Jäger das Tier 40 oder 50 Kilometer weit wegbringt, um ihn dort in den Wald zu entlassen.

Von Nora Garben

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