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Gleichen Spaß mit Knollen und Kartoffeln in Reinhausen
Die Region Gleichen Spaß mit Knollen und Kartoffeln in Reinhausen
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00:20 26.09.2018
Strohparcours für Kinder beim Kartoffelfest in Reinhausen
Strohparcours für Kinder beim Kartoffelfest in Reinhausen Quelle: Hausmann
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Göttingen

Trotz der langanhaltenden Dürre im Sommer fiel die Ernte auf den Kartoffelfeldern der Domäne beinahe genauso üppig aus wie in vergangenen Jahren. Nach Burkhard Verch, Mitorganisator beim Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) Reinhausen, befördert dies der Lehmboden auf den Feldern in der Region. Der Lehm speichere viel Feuchtigkeit für die Kartoffeln. „Zum Teil ist die Kartoffel in diesem Jahr etwas kleiner. Aber bei kleiner Größe ist es wenigstens leichter die Kartoffeln zu schälen“, scherzte Verch.

Bildergalerie vom Kartoffelfest

Viel Obst, viele Kartoffeln und viel Spaß: Das Kartoffel- und Streuobstfest in Reinhausen ist ein Familienfest mit vielen nützlichen Infos.

Besonders gut sei jedoch die Streuobsternte ausgefallen. „Unsere Wiesen liegen nicht direkt auf sonnigen Hügeln, sodass auch hier die Bäume nicht den vollen Ausmaßen der Hitze ausgesetzt waren“, erklärte Verch. Außerdem seien die Wurzeln der Obstbäume besonders tief in der Erde verankert. Auch in Hitzeperioden stehe ihnen daher genug Wasser zur Verfügung. Erstaunlich ist laut Verch allerdings, dass die Apfelsaison in diesem Jahr äußerst früh ist. „Selbst der Boskop ist bereits reif und kann gepflückt werden, obwohl diese Sorte eigentlich zu den Spät-Äpfeln gehört“.

Kartoffeldruck mit bunten Fledermäusen

Unterschiedliche Stände boten vor allem für Kinder ein vielfältiges Programm. Organisiert wurde das Fest vom Waldpädagogikzentrum Göttingen (WPZ) und dem RUZ. Jutebeutel konnten sie mit Kartoffeldruck mit bunten Fledermäusen und Blumen verzieren. Große Nachfrage gab es am Blumenkranzstand, an dem Kinder selbst Kränz binden konnten. Magareta Otten band auch Kränze. „Da sich die Kunden die Farben und Blumensorten aussuchen dürfen, ist dieser Kranz häufig etwas sehr Persönliches für die Kunden“, erzählte Otten. Jedes Jahr merke sie, dass der Andrang sehr stark sei, denn das Angebot sei begrenzt. Ursula Borgelt verkaufte an ihrem Stand Schafsprodukte. Für eine aus Schafswolle hergestellte zwei Meter lange Decke brauche es Fell von zwei Tieren, von denen jedes drei bis vier Kilo Material liefere.

Mehr als 60 Kartoffelsorten gab es nach Angaben von Verch im Angebot. Auf einer Tafel waren die Sorten aufgelistet und nach Eigenschaften wie fest- oder weichkochend sortiert. Alle Angebote seien hauptsächlich für Kinder ausgelegt und besonders naturnah, so Verch. Bereits um 13 Uhr war das Festgelände sehr gut besucht. Die Besucher reihten sich ein in die langen Schlangen an den Essens- oder Mitmachständen.

Hilfe bei Aussaat und Ernte

31 Schulklassen und drei Kindergärten, insgesamt 620 Kinder, hatten bei der Aussaat und der Ernte der Kartoffeln geholfen. Laut dem Treckerfahrer Richard Gahn ist es auch den fleißigen Kindern zu verdanken, dass die Kartoffeln zur Dürrezeit immer genügend Wasser hatten. Gahn fährt von Anfang an, also seit 18 Jahren, mit den Kindern auf die Felder, um ihnen die Landwirtschaft näher zu bringen.

Von Lisa Hausmann

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