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Gleichen „Kultur ohne Gleichen“: Veranstaltungskalender für 2020 steht
Die Region Gleichen „Kultur ohne Gleichen“: Veranstaltungskalender für 2020 steht
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08:01 10.01.2020
Sie machen den Anfang: Zum Auftakt des Gleichener Kulturkalenders dreht sich alles um Handpuppen. Quelle: r
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Gleichen

Sein Jahresprogramm für „Kultur ohne Gleichen“ hat der Kulturverein Rittmarshausen vorgestellt. Musik, Theater, Literatur – für alle Altersgruppen und jeden Geschmack sei etwas dabei, schreiben die Veranstalter im nun erschienenen Kulturkalender.

Der Verein wolle in diesem Jahr stärker auf die aktive Beteiligung der Besucher setzen, heißt es im Kulturkalender. Beispielsweise bei „Jazz ohne Gleichen“ und bei der „Theatercompagnie Gleichen“ hätten Interessierte die Möglichkeit, sich einzubringen. Die Eintrittspreise steigen im Vergleich zum Vorjahr um zwei Euro.

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Puppen, Daumenkinos und ein Wanderer

Das Jahr beginnt am 25. Januar – zumindest beim Kulturverein Rittmarshausen. Im Dorfgemeinschaftshaus (DHG) Sattenhausen leitet Lars-Olaf Möller einen Workshop zum Thema Puppenspiel. Anschließend gibt es eine Aufführung.

Puppentheater und Workshop machen den Anfang

Die erste Veranstaltungdes Gleichener Kulturkalenders 2020 kreist um das Thema Puppenspiel. Der Hildesheimer Pädagoge und Puppenspieler Lars-Olaf Möller bietet am Sonnabend, 25. Januar, ab 9 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Sattenhausen einen Workshop, in dem sich maximal 14 Teilnehmer mit den wichtigen Fragen des Puppenspiels beschäftigen: Wie lassen sich Puppen im Unterricht einsetzen? Wie spielt man richtig mit Handpuppen? Ziel des Workshops sei es, einen Zugang zu lebendigem Puppenspiel zu vermitteln, heißt es in der Ankündigung des Kulturvereins Rittmarshausen. Vorerfahrungen seien ausdrücklich keine Bedingung für die Teilnahme am Workshop.

Anschließendan den Workshop gibt es um 16 Uhr eine Vorführung, die sich vornehmlich an Kinder richtet. In dem Stück „Rosi und das Küchenmomster“ zeigt Möller die vielfältigen Möglichkeiten des Handpuppenspiels. Der Eintritt zu dem Stück kostet zwölf Euro, ermäßigte Karten gibt es für sieben Euro. Die Teilnahme am Workshop inklusive Verpflegung kostet 80 Euro.

Am 15. Februar gibt es Musik von Gitarre und Didgeridoo auf die Ohren. Eugen Beidinger und Markus Ohlef treten in der Kirche St. Marien in Rittmarshausen auf. Die Musiker spielen Eigenkompositionen, die so nur dank der Mischung aus Gitarre und dem Aborigines-Instrument möglich sei, heißt es im Kulturkalender.

Ein „besonders lebensbejahendes“ Theaterstück bringen am 20. März Duncan Macmillan, Jonny Donahoe und Corinna Brocher im DHG Sattenhausen auf die Bühne. In dem bereits vom britischen „Guardian“ gelobten Stück „All das Schöne“ gehe es um viele Gründe, am Leben zu bleiben, kündigt der Kulturverein an.

Daumenkino, Klassik und Pantomime

Am 25. April besucht der Daumenkinograf Volker Gerling Sattenhausen. Seine Daumenkinos halten Begegnungen auf 4000 Kilometern Wanderschaft fest – einzeln genommen ein kurzes Vergnügen von lediglich zwölf Sekunden. Mit seinem Programm „Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt“ tritt Gerling in ganz Europa auf und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Klassisch wird es am 10. Mai mit dem Streichtrio „Alma Musica“. Frederike Voss, Rüdiger Spuck und Eva Veith spielen in der Kirche St. Marien in Rittmarshausen auf Geige, Bratsche und Cello Musik von Johann Sebastian Bach und Ernst von Dohnányi. Das Trio verfügt über internationale Erfahrung.

Ein Wanderer besucht die Kulturscheune Rittmarshausen am 6. Juni: Christoph Gilsbach führt als Wanderer Heribert durch Gleichen und erzählt dabei seine Lebensgeschichte. Der studierte Pantomime rezitiert Gedichte und führt natürlich pantomimische Szenen auf.

Bühnenstürmer, Literaten und eine Motorradfahrerin

Die zweite Jahreshälfte beginnt mit einer Aufführung des Shakespeare-Stücks „Ein Sommernachtstraum“ durch die Theatergruppe „Die Bühnenstürmer“ in der Kulturscheune Rittmarshausen am 4. Juli. Am 12. Juli steigt am gleichen Ort das Sommerfest des Kulturvereins.

Auf eine Pause im August folgt am 12. und 13. September das Jazzfestival „Jazz ohne Gleichen“. Unter dem Motto „Von Händen und Mündern“ gibt es in der Kulturscheune Rittmarshausen Konzerte, Diskussionen und Workshops.

Eine Premiere folgt am 24. Oktober: Der Göttinger Literaturherbst macht erstmals Station in Gleichen. Dann gibt es eine „literarische Landpartie“ im Schloss Rittmarshausen. Das genaue Programm wird im August bekanntgegeben.

Der Reisefilm „Über Grenzen“, der am 6. November im DGH Sattenhausen gezeigt wird, erzählt die Geschichte der 64-jährigen Margot Flügel-Anhalt, die auf dem Motorrad Zentralasien bereist hat. Die Protagonistin wird bei der Vorführung anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen.

Am 6. Dezember schließt der Kulturkalender mit einem Konzert der Brassband der Akademischen Orchestervereinigung Göttingen in der Kirche St. Marien in Rittmarshausen.

Von Tammo Kohlwes

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