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Gleichen Grundschüler lernen durch Experimente
Die Region Gleichen Grundschüler lernen durch Experimente
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19:19 15.12.2018
Naturwissenschaften für die Jüngsten: Die „Miniphänomenta“ der Stiftung „NiedersachsenMetall“ macht Station in der Gartetalschule. Quelle: Christina Hinzmann
Kerstlingerode

Die Stiftung „NiedersachsenMetall“ war mit der „Miniphänomenta“ zu Gast in der Kerstlingeröder Gartetalschule. An Experimentierstationen konnten die Grundschüler selbstständig naturwissenschaftliche Phänomene entdecken. Nach der 14-tägigen Ausstellung durften die Kinder am Freitag ihren Eltern die „Miniphänomenta“ präsentieren.

In der Turnhalle und anderen Räumen der Schule sind 35 verschiedene Experimentierstationen aufgebaut. Ohne Beschreibung oder Erklärung stehen sie da. Viele Kinder laufen herum und zeigen ihren Eltern, was man mit den Stationen machen kann. Manche demonstrieren, wie Schall oder Druck funktionieren, andere zeigen optische Illusionen, verdeutlichen elektrische Leitfähigkeit oder arbeiten mit Wasser. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie führen Kinder spielerisch an Technik und Naturwissenschaften heran. „Es ist unser Ziel, Grundschüler für die sogenannten MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, zu begeistern“, erklärt Bettina Blecher von der Stiftung „NiedersachsenMetall“ die Idee.

Die „Miniphänomenta“ soll Grundschüler durch Experimente spielerisch an die Naturwissenschaften heranführen. Die Gartetalschule in Kerstlingerode hat damit jetzt gute Erfahrungen gemacht.

Begeisterte Kinder erklären die Experimente ihren Eltern

Nach der Aufstellung der Experimentierstationen seien die Kinder unbefangen und neugierig an diese herangegangen, sagt Freya Hartmann, Fachleiterin „Sachunterricht“. Anders als Erwachsene würden Kinder die Stationen einfach ausprobieren und dadurch ihre Funktion entdecken. Außerdem hätte sich die „Miniphänomenta“ gut in den Sachunterricht integrieren lassen. „Die Schüler sind begeistert – das zeigt sich auch darin, wie viele Eltern sie überzeugt haben, heute herzukommen“, so Schulleiterin Andrea Trümper: „Jetzt erklären die Kinder ihren Eltern, wie die Experimente funktionieren.“ Die „Miniphänomenta“ ist bereits das zweite Mal in Kerstlingerode zu sehen. „Beim letzten Mal sind die Stationen von den Schülern so gut angenommen worden, dass wir uns für eine weitere ,Miniphänomenta’ an der Gartetalschule entschieden haben“, berichtet Trümper.

Experimente zu Hause nachbauen

Ursprünglich ist die „Miniphänomenta“ ein wissenschaftliches Projekt der Universität Flensburg und wird auch von dieser betreut. Die Stiftung „NiedersachsenMetall“ organisiert die Ausstellungen seit 15 Jahren an niedersächsischen Grundschulen, um die Kinder bereits vor der Einführung von naturwissenschaftlichen Fächern in der Mittelstufe spielerisch mit Technik vertraut zu machen, erläutert Blecher. Damit eine Schule eine „Miniphänomenta“ ausrichten kann, müssen zwei Lehrkräfte an einer zweitägigen Fortbildung teilnehmen. Bei dieser wird das Konzept der Ausstellung erklärt, und die Lehrkräfte bauen eine erste Station für die Schule nach. Außerdem erhalten die Schulen Baupläne der Experimentierstationen, damit Eltern mit ihren Kindern nach der „Miniphänomenta“ diese nachbauen können.

Von Max Brasch

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