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Gleichen Ortsrat Klein Lengden fordert von Gemeinde Mietzuschuss für Seniorenfeier
Die Region Gleichen Ortsrat Klein Lengden fordert von Gemeinde Mietzuschuss für Seniorenfeier
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00:27 23.03.2018
Die Historische Spinnerei und andere Objekte in Klein Lengden sind für Weihnachtsfeiern nicht geeignet, weil sie nicht barrierefrei erreichbar sind.
Die Historische Spinnerei und andere Objekte in Klein Lengden sind für Weihnachtsfeiern nicht geeignet, weil sie nicht barrierefrei erreichbar sind. Quelle: Swen Pförtner
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Klein Lengden

Eigentlich könne Klein Lengden nicht klagen, sagt Ortsbürgermeister Klaus-Werner Hanelt (Gemeinsame Liste Klein Lengden): Für die etwa 1400 Einwohnern „haben wir eine recht gute Infrastruktur“. Allerdings gibt es keinen gemeindeeigenen großen Veranstaltungsraum. Vorhandene private wie vereinseigene Räume seien oft nicht behindertengerecht oder aus anderen Gründen ungeeignet.

Der einzige gemeindeeigene Versammlungsraum bei der Freiwilligen Feuerwehr sei mit 40 Sitzplätzen zu klein und nur über eine steile Treppe erreichbar, so Hanelt. Letztgenanntes gelte auch für die Historische Spinnerei mit etwa 80 Plätzen im Kultursaal. Das Restaurant im neuen Seniorenstift (etwa 90 Plätze) stehe abends nicht zur Verfügung. Auch das Gemeindehaus der Kirche (etwa 75 Plätze) sei zu klein. Zudem sei es dort schwer, freie Termine zu bekommen. Und die ehemaligen Gaststätte Voll (90 Plätze) liege zu weit außerhalb des Ortes.

Sporthaus nur noch eingeschränkt nutzbar

Bis zum vergangenen Jahr hatte der Ortsrat fast alle Veranstaltungen einschließlich Ortsratssitzungen und Seniorenfeier zu Weihnachten im Vereinsheim des Klein Lengder Sportvereins (75 Sitzplätzen) organisiert. Das Sporthaus stehe auf Wunsch des TSV aber nicht mehr vollständig zur Verfügung, erklärt Hanelt. Nur die Weihnachtsfeier könne dort noch gefeiert werden. Ortsratssitzungen würden jetzt im Raum der Kirchengemeinde gehalten.

Klaus-Werner Hanelt Quelle: R

Mit 75 Sitzplätze stoße das Sporthaus allerdings langsam auch an Grenzen, erklärte Hanelt weiter. Denn nach Eröffnung des neuen Seniorenwohnheims im Ort rechne der Ortsrat mit deutlich mehr Besuchern. Auch Bürgerversammlungen seien oft stärker besucht.

Vor diesem Hintergrund habe der Ortsrat während seiner Jüngsten Sitzung über einen Anbau an des gemeindeeigene Feuerwehrhaus diskutiert. „Denkbar wäre ein zwölf mal 17 Meter großer Winkelanbau“, so Hanelt. Die Kosten müsste die Gemeinde Gleichen tragen. Einen Antrag dazu haben die Mitglieder des Ortsrates allerdings erst einmal vertagt. Sie wollen zunächst weitere Optionen prüfen.

Diskussion um 40 Euro Miete

Einstimmig forderten sie hingegen die Gemeinde auf, weiterhin die Miete für die Seniorenfeier im Sporthaus zu zahlen. Bisher habe die Gemeinde dem Sportverein jährlich 120 Euro für alle dort stattfindenden kommunalen Veranstaltungen gezahlt - auch für politische Versammlungen. Inzwischen trage die Gemeinde zwar die ebenfalls fällige Miete für Ortsratssitzungen im Kirchenraum, aber nicht mehr für die Seniorenfeier. „Damit werden wir anders behandelt als andere Dörfer, die über Dorfgemeinschaftshäuser oder gemeindeeigene Turnhallen verfügen - und dafür haben wir kein Verständnis“, protestiert Hanelt.

Gleichens Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD) weist das zurück: In allen 16 Gleichen-Dörfern stelle die Gemeinde für politische Sitzungen Räume zur Verfügung oder zahle für gemietete Räume. Werden Kosten für eigene Veranstaltungen darüber hinaus fällig, müssten die Ortsräte grundsätzlich aus ihrem eigenen Etat dafür aufkommen - „und das gilt für alle gleich“.

Von Ulrich Schubert

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