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Gleichen Rat bekennt sich nicht eindeutig zum Grundschulstandort Bremke
Die Region Gleichen Rat bekennt sich nicht eindeutig zum Grundschulstandort Bremke
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17:30 20.06.2019
Leere Klassenzimmer? Der Rat der Gemeinde Gleichen hat über den Schulentwicklungsplan diskutiert. Quelle: dpa
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Gleichen

Der Schulstandort Bremke ist noch nicht Geschichte, aber er wackelt. Darum geht es in der Schulentwicklungsplanung, mit der sich der Rat der Gemeinde Gleichen am Mittwoch in Weißenborn befasst hat.

Seit Jahren kommen in der Grundschule Bremke nur noch Kombinationsklassen zustande. Daran wird sich nach den vorliegenden Geburtenzahlen auch in den kommenden Jahren nichts ändern. Nun stehen mit der bis zum Jahr 2024 gesetzlich vorgeschriebenen Barrierefreiheit in Schulen Investitionen an. So ist in Bremke ein Fahrstuhl zu bauen. Auch energetisch ist das Gebäude zu sanieren. Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 820 000 Euro.

Gleichzeitig ist die Raumsituation in der Grundschule Diemarden beengt. „Ein Anbau wäre möglich, macht aber aufgrund des nicht mehr zeitgemäßen Raumzuschnitts wenig Sinn“, erklärte Ratsherr Stefan Heinemann (Grüne). Auch der Neubau einer dann zweizügigen Schule in der Nähe der Turnhalle wäre denkbar. Diese ließe sich in der Ganztagsbetreuung als Bewegungsraum nutzen, ohne dass die Schüler erst einen halben Kilometer laufen müssten.

Hanelt vermisst Standortbekenntnis

Die Gemeinde soll nun prüfen, ob sie die notwendigen Flächen kaufen kann und wie hoch die Baukosten ausfallen würden. Das hat der Rat einstimmig beschlossen. Nur Klaus-Werner Hanelt (Freie Wähler Gleichen-Bürger statt Partei) enthielt sich der Stimme. Er vermisste in der Schulentwicklungsplanung ein klares Bekenntnis des Rats zum Schulstandort Bremke. Das wollen die anderen Parteien zum gegenwärtigen Zustand nicht abgeben.

„Käme der Neubau, ließe sich in diesem Zusammenhang gemeinsam mit den Lehrern und Eltern über eine Aufgabe des Schulstandorts Bremke sprechen“, meinte Heinemann. Diemarden stehe bisher immer an der Grenze zur Zweizügigkeit. Die Fahrzeiten der Schulbusse, in einer Flächengemeinde wie Gleichen immer eine Herausforderung, seien seiner Einschätzung nach noch zumutbar.

Die im Rat vertretenen Parteien wollen den Entscheidungsprozess transparent gestalten, wurde am Mittwoch betont. Nicht öffentlich hat dagegen der Arbeitskreis getagt, der die Schulentwicklungsplanung in den vergangenen zwei Jahren vorangetrieben hat. Auch die entsprechende Verwaltungsvorlage stand bis Donnerstagmittag nicht im Bürgerinformationssystem.

„Noch ist der Schulstandort Bremke nicht Geschichte“, betonte Friedhelm Deeke (CDU). Viele Fragen seien noch offen. Allerdings helfe es bei einem weiteren Rückgang der Schülerzahlen auch nicht, „den Kopf in den Sand“ zu stecken.

Neubau in Diemarden als Option

Mit einem Neubau wäre die Gemeinde „für die Zukunft gerüstet“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende, Harald Melzer. Er rechnet mit einer Entscheidung Ende des Jahres. Bis ein möglicher Neubau bezugsfertig sei, so Melzer, würden „zwei, drei Jahre ins Land gehen“. In Bremke eingeschulte Kinder würden dort in jedem Fall bis zur vierten Klasse unterrichtet. Darüber herrsche im Rat Einigkeit. Während der Einwohnerfragestunde stellte der Rat zudem klar, dass in Bremke für den Schulbetrieb notwendige Investitionen etwa in Schallschutzdecken noch umgesetzt werden.

Mit der beschlossenen Schulentwicklungsplanung wird die Haushaltssperre für die Grundschulen in Groß Lengden und Kerstlingerode aufgehoben. Damit sind dort Investitionen zur energetischen Sanierung und zur Herstellung der Barrierefreiheit möglich. Die Verwaltung erhielt vom Rat den Auftrag, entsprechende Planungen einzuleiten. Die Politik würde dann die notwendigen Mittel in den Haushalt einstellen. „Bis 2024 haben wir noch Zeit, die müssen wir allerdings jetzt auch nutzen“, betonte Sozialdemokrat Melzer.

Von Michael Caspar

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