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Gleichen Blumenfreunde kommen zum Taglilienfest nach Reinhausen
Die Region Gleichen Blumenfreunde kommen zum Taglilienfest nach Reinhausen
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22:48 15.07.2018
Gerlinde Ortegel aus Hann. Münden bei ihrem Besuch des Taglilienfestes. Quelle: Richter
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Reinhausen

„Die Farbvielfalt von den Taglilien beeindruckt mich“, sagte Lydia Hernandez. Sie wolle einige davon kaufen kaufen und bestellen und damit den Bestand von sechs bis acht Taglilien in ihrem Garten erweitern, erklärte die Besucherin aus Uder.

Von der Mutter in die Wiege gelegt bekommen

Die Farbe Orange fehle noch, außerdem gebe es viele cremefarbene Varianten, für die sie sich interessiere. „Sie sollten zu denen, die vorhanden sind, möglichst passen“, beschrieb die 52-Jährige ihren Anspruch. Das Interesse an dieser Blumenart habe sie von der Mutter „in die Wiege gelegt bekommen“. Geeignet seien Taglilien auch für faule Gärtner, weil sie nicht viel Pflege benötigen „und man nicht groß daran herumschneiden muss“.

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Blumenfreunde sind am Sonnabend in den Rosenpark Reinhausen gekommen. Dort gab es ein Taglilienfest.

Gerlinde Ortegel interessiert sich besonders für die wilde Taglilie, die im Hochgebirge heimisch sei. Sie habe einen fantastischen Duft und sei durch ein Hochwasser auch im Lechtal angesiedelt. „Hier gibt es ein Exemplar, das auch so aussieht, aber ein bisschen höher ist und diesen feinen und wunderbaren Duft hat“, erzählte die 75-Jährige aus Hann. Münden.

„Die Taglilien haben ein wahnsinniges Farb-, Formen- und Größenspiel bei den Blüten, das macht den Reiz für mich aus“, erklärte Arne Wrede aus Göttingen, der seit zwei Jahren im saarländischen Blieskastel arbeitet. Ein weiteres Kennzeichen sei, dass es keine Probleme durch Käferbefall gebe und sie an vielen Standorten wachsen.

Große Bandbreite an Farben und Formen

„Taglilien sind sehr robust, pflegeleicht und haben eine große Bandbreite an Farben, Formen und Dorten, das hat sonst keine andere Gartenpflanze“, erläuterte Betreiberin Karin Schade. 380 Taglilien seien im Garten vertreten, dessen Geschichte vor elfeinhalb Jahren begann. Zuvor hatte Schade 2004 mit einer Gartenfreundin aus Reinhausen den ersten Tag des offenen Gartens in den Landkreisen Göttingen, Northeim, Eichsfeld und Werra-Meißner ins Leben gerufen.

In ihrem Garten standen auch Fundrosen, „die ich aus alten Garten gerettet hatte“. Nach einem Tageblatt-Bericht hätten sich viele Leser gemeldet, die wollten, dass Schade auch aus ihren Gärten alte Rosen rette und diese bestimmen. Hierzu sei es notwendig gewesen, andere gekaufte historische Rosen daneben zu setzen.

Wiese von Nachbarin gepachtet

Weil die Menge der Fundrosen immer weiter gewachsen sei, habe sie zunächst eine Wiese von der Nachbarin gepachtet. Nachdem auch dieser Platz nicht ausreichte, pachtete sie ein Areal im Rosental, in dem der heutige Rosenpark angesiedelt ist. Dort stehen über 2000 Rosensorten, die Hälfte davon seien historische Rosen.

Damit auch über die Blütezeit der Rosen hinaus ein Anreiz bestehe, den Park zu besuchen, habe sie vor sieben Jahren das Programm um Taglilien erweitert. Schade: „Wir hoffen, dass wir den Park langfristig erhalten können.“

Von Axel Artmann