Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Gleichen „Kein Grund zur Panik“
Die Region Gleichen „Kein Grund zur Panik“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:08 23.03.2017
Von Ulrich Schubert
Mehrfach waren in den vergangenen Monaten hohe Nitratwerte im Trinkwasser aus den Brunnen im Moosgrund und bei Bremke festgestellt worden.
Mehrfach waren in den vergangenen Monaten hohe Nitratwerte im Trinkwasser aus den Brunnen im Moosgrund und bei Bremke festgestellt worden. Quelle: Symbolbild
Anzeige
Gleichen

„Bis in die hohen 40-er Werte“ sei der Nitartanteil gegangen, räumte Kuhlmann jetzt im Gleichener Ratsausschuss für öffentliche Einrichtungen ein. Inzwischen sei der Wert in Bremke aber wieder auf etwa 42 Milligramm je Liter Wasser zurückgegangen, im Moosgrund auf 40 Milligramm. Die jüngsten Daten seien vom 21. Februar. Der Grenzwert beträgt 50 Milligramm – 48 waren im vergangenen Jahr zeitweise gemessen worden.

Die Bürger hätten zunehmend Angst um ihre Gesundheit, berichteten die Politiker im Ausschuss. „Wasser ist unser höchstes Gut und wir tun alles um schlechte Nitratwerte zu vermeiden“, konterte Kuhlmann. Es werde inzwischen häufiger und in kürzeren Intervallen gemessen. Zudem habe es mehrere Gespräche mit Landwirten gegeben. Sie seien nach wie vor bereit, Dünger nach genauen Vorgaben umweltschonend auszubringen. Dabei würden sie im Auftrag der Gemeinde von einem Fachbüro beraten und bekämen Ausgleichsgeld. Die beteiligten Landwirte selbst hätten jetzt angeregt, auch ihrer Felder nach der Düngeausfuhr regelmäßig kontrollieren zu lassen.

In der Gemeinde Gleichen gibt es sechs Brunnenanlagen, aus denen bestimmte Dörfer versorgt werden. An den Bremker Brunnen sind Bremke, Elbickerode und Ischenrode angeschlossen. Hier war der Nitratgehalte im vergangenen November auf 48,3 Milligramm je Liter gestiegen. Gelliehausen hat einen eigenen Brunnen. Die Reinhäuser Anlage versorgt auch Diemarden. Und am Moosgrund hängen Beienrode, Benniehausen, Bischhausen, Groß Lengden, Kerstlingerode, Klein Lengden, Niedeck, Rittmarshausen, Weißenborn, Wittmarshof sowie Wöllmarshausen. Hier wurden im November 48,7 Milligramm Nitrat je Liter gemessen. Der Brunnen in Sattenhausen ist mit dem Netz der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe verbunden, dadurch werden die Haushalte mit Mischwasser versorgt.