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Göttingen 1000 Teller Erbsensuppe für den guten Zweck
Die Region Göttingen 1000 Teller Erbsensuppe für den guten Zweck
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20:25 14.11.2010
Lassen sich die Erbsensuppe im Trockenen schmecken: die sonnabendlichen Kaufpark-Besucher.
Lassen sich die Erbsensuppe im Trockenen schmecken: die sonnabendlichen Kaufpark-Besucher. Quelle: Heller
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„Glücklicherweise sitzen wir heute drinnen“, sagt Kaufpark-Manager Andreas Gruber. Und tatsächlich: Wie schon eine Woche zuvor bei der Aktion vor dem Alten Rathaus, regnet es auch jetzt in Strömen. Doch während die sechs unermüdlichen Köche des Technischen Hilfswerks (THW) Göttingen, die die rund 700 Liter Suppe in ihrer Feldküche auf dem Parkplatz des Kaufparks kochen, die Sturzbäche aus dem Himmel direkt mitbekommen, mindert das schlechte Wetter den Appetit der Menschen innerhalb des Gebäudes keineswegs. Zu verträumter Klaviermusik von Pianistin Sakiko Imaya und den Drehorgelklängen von Hans-Walter Körber-Harriehausen verputzen die Menschen mehr als 1000 Portionen.

Dargereicht werden diese von Göttinger Prominenten wie dem Vorsitzenden der Grünen-Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, den Bundestagsabgeordneten Lutz Knopek (FDP) und Thomas Oppermann (SPD), Lutz Keßler, Chefdramaturg des Deutschen Theaters, oder Maria Gerl-Plein, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag. Ein „schlechtes Gewissen“ beim Ausschank hat Adelebsens stellvertretender Bürgermeister Gerald Wucherpfennig, denn in seinem Ort ist „Land unter“. Nach seinem Ausschank eilt er dann auch sofort von dannen. Mit dem Ausruf „Wir haben die größeren Teller“ lockt etwas später der Vorsitzende der Kreistagsgruppe CDU/Grüne, Harald Noack, die Menschen an seinen Ausschank. Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr (SPD) konterte derweil mit: „Aber bei uns gibt es den besten Nachschlag.“

Das zweite Erbsensuppenessen der Tageblatt-Aktion "Keiner soll einsam sein" lockte tausende Besucher in den Kaufpark. Prominente aus Politik, Sport, Kultur und Wirtschaft griffen zur Schöpfkelle und verteilten 700 Liter Suppe.

So phantasievoll die Ausschenker mit ihren Sprüchen die Menschen anlocken, so kreativ sind diese bei der Wahl ihrer Behälter für die „Suppe-to-go“ : Von Töpfen über Dosen, Gurkengläser, Plastikschüsseln und Milchkannen ist alles dabei.

Einig sind sich die Suppenliebhaber jedoch in ihrem Urteil: „Wir sind zum ersten Mal mit dabei und ganz überrascht, wie lecker die Suppe ist“, sagt Elisabeth Schrann aus Göttingen, bevor sie sich einen Nachschlag holt. „Immer wieder lecker“ finden auch die „Stammgäste“ Sabine und Axel Nolte die Erbsensuppe des THWs. „Es hat so gut gerochen, da wollte ich einen Teller probieren“, erzählt Alisa Diemarden (zehn Jahre), die zusammen mit Vater Uwe an einem Tisch sitzt.

Nach gut drei Stunden ist das Suppenessen beendet, rund 2500 Euro sind für den guten Zweck zusammengekommen – und das THW muss in den Überflutungsgegenden helfen. Die Reste der Suppe kommen so den Menschen zugute, die für trockene Keller und Straßen sorgen. Wer dann noch Hunger hat, kann sich an den zahlreichen Ständen der gemeinnützigen Vereine, die sich im Rahmen von „Miteinander–Füreinander“ präsentierten, satt essen.

Auf diese Konten können Sie zugunsten von „Keiner soll einsam sein“ spenden: Sparkasse Göttingen (BLZ 260 500 01), Kontonummer 422; Volksbank Göttingen (BLZ 260 900 50), Kontonummer 253 377 400; Commerzbank (BLZ 260 400 30), Kontonummer 613 900 000.

Von Corinna Berghahn